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3. Jahrestagung des Programms der Medizinischen Genomforschung in Berlin

23.11.2010
Genetische Ursachen verstehen, Volkskrankheiten an der Wurzel packen

Deutschlands führende Wissenschaftler der medizinischen Genomforschung tagen in Berlin. Neuste Erkenntnisse über die genetischen Hintergründe bedeutender Volkskrankheiten wie Krebs, Herz-Kreislauf- und neurologische Erkrankungen sowie der Einsatz aktueller Technologien werden vorgestellt und diskutiert. Die 3. Jahrestagung von NGFN-Plus und NGFN-Transfer im Programm der Medizinischen Genomforschung findet vom 25. bis 27. November 2010 im Henry-Ford-Bau der Freien Universität Berlin statt.

Die diesjährige Jahrestagung startet am 25. November mit zwei Satelliten Symposien, in denen die aktuellsten Methoden der Sequenzierung und die neusten Aspekte der Funktionen kleiner RNA Moleküle von nationalen und internationalen Experten aus Akademie und Industrie diskutiert werden.

Vom 26. bis zum 27. November präsentieren Wissenschaftler des Nationalen Genomforschungsnetzes (NGFN) in sechs Symposien mit insgesamt 24 Kurzvorträgen den derzeitigen Stand ihrer Forschung. International renommierte Experten eröffnen die Symposien jeweils durch Plenarvorträge zur Einführung in die jeweiligen Themengebiete. Im Rahmen der Posterausstellung mit rund 250 Beiträgen bieten die Wissenschaftler Einblick in ihre neusten Resultate in den diesjährigen Themengebieten der Konferenz. Diese reichen von der Genomforschung an Volkskrankheiten über Tier-, Zell- und Gewebemodelle zur Untersuchung verschiedener Krankheiten und Fragestellungen der Systembiologie bis hin zu neuen Technologien und dem Transfer von Erfolgen der Genomforschung in die medizinische Anwendung. Im Rahmen der Konferenz werden zahlreiche Firmen über ihre neusten biotechnologischen Entwicklungen und Produkte berichten und diese in einer Industrieausstellung präsentieren.

Besonders freuen wir uns, in diesem Jahr Frau Professor Dr. Regine Kollek, Universität Hamburg, begrüßen zu dürfen. Sie ist Mitglied im Deutschen Ethikrat und wird den großen Abendvortrag über Gendiagnostik und deren Implikationen in Bezug auf technologische Errungenschaften sowie Ethik und Recht in Deutschland halten.

Die Konferenz bietet den Forschern sowie interessierten Gästen eine hervorragende Plattform für wissenschaftliche Diskussionen und Ideenaustausch. Es werden 600 Teilnehmer erwartet. Die Tagungssprache ist Englisch. Die Durchführung der Tagung wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert, die lokalen Gastgeber sind Professor Dr. Hans Lehrach, Direktor am Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik in Berlin, sowie Professor Dr. Volker A. Erdmann, Institut für Chemie und Biochemie der Freien Universität Berlin.

Seit Sommer 2008 wird das seit 2001 bestehende Nationale Genomforschungsnetz in den Bereichen NGFN-Plus und NGFN-Transfer fortgeführt. Diese werden vom BMBF von 2008 bis 2011 im Rahmen des Programms der Medizinischen Genomforschung mit 153 Millionen Euro gefördert. Im Netzwerk NGFN-Plus stehen die systematische Analyse molekularer Zusammenhänge und die Bekämpfung gesellschaftlich wichtiger Krankheiten im Fokus. NGFN-Transfer hat das Ziel, Wissenschaft und Wirtschaft stärker miteinander zu vernetzen und auf diese Weise die Ergebnisse aus der akademischen Forschung schneller in die industrielle Anwendung zu bringen, damit neue Diagnostika und Medikamente möglichst bald im Klinikalltag zur Verfügung stehen.

Zum detaillierten Programm:
www.ngfn-meeting.de/2010

Pressekontakt:
Dr. Silke Argo
NGFN Geschäftsstelle
c/o Deutsches Krebsforschungszentrum, V025
Im Neuenheimer Feld 280, 69120 Heidelberg
Tel.: 06221-424743
Fax: 06221-424651
E-Mail: s.argo@dkfz.de

Dr. Silke Argo | NGFN Geschäftsstelle
Weitere Informationen:
http://www.ngfn.de
http://www.ngfn-meeting.de/2010

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