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2 Fälle + 18 Ärzte = 1 gemeinsame Sicht?

25.05.2010
Fallkonferenz zeigt am Beispiel Demenz den Dialog zwischen unterschiedlichen Sichtweisen von Schulmedizin und komplementärer Medizin

Am 23. Juni 2010 veranstaltet der Lehrstuhl für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin von 9.00 bis ca. 15.30 Uhr in der Universität Witten/Herdecke eine Fallkonferenz zum heute sehr aktuellen Thema Demenz.

Dabei werden zwei anonymisierte Fälle vorgestellt, zu denen Fachleute der Bereiche Gerontopsychiatrie, Allgemeinmedizin, Pflege, Anthroposophische Medizin, Traditionelle Chinesische Medizin sowie Naturheilkunde aus ihrer jeweiligen Sicht Stellung nehmen. Das Ziel ist, den fachlichen Dialog zwischen den verschiedenen medizinischen Richtungen zu fördern, voneinander zu lernen, und so zum Wohl der Patienten auf eine integrative Medizin hinzuarbeiten.

Die konventionelle, naturwissenschaftlich geprägte Hochschulmedizin kann viele noch vor wenigen Jahrzehnten tödliche Erkrankungen heilen und verbessert die Lebensqualität bei einem Teil der chronischen Erkrankungen deutlich. Parallel dazu ist der Zuspruch der Patienten zu komplementären medizinischen Verfahren seit vielen Jahrzehnten unverändert hoch. "Darin spiegelt sich die Tatsache wider, dass insbesondere chronische Krankheiten und Selbstheilungsvorgänge noch ungenügend verstanden und beeinflusst werden können, und dass hier ein Potenzial komplementärer Verfahren gesehen wird", erklärt Prof. Dr. Peter Heusser, Ausrichter der Tagung und Lehrstuhlinhaber für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin der UW/H zum Hintergrund. Die vorurteilsfreie und zugleich konstruktiv-kritische Auseinandersetzung zwischen unterschiedlichen medizinischen Richtungen gehört für ihn ebenso zu den Aufgaben der Ärzte wie die kritische Betrachtung der Fortschritte und Erfolge aller Therapieformen zu den Aufgaben der Ärzte. "Wir möchten mit dieser Veranstaltung die Verständigung zwischen Vertretern von teilweise recht unterschiedlichen Denkweisen in der Medizin befördern."

Die Veranstaltung ist nur für Fachleute öffentlich, Pressevertreter sind herzlich willkommen.

Weitere Informationen und Anmeldung bei Marina Frieben, 02330 - 62 4761
Einen Flyer zu dieser Veranstaltung finden Sie im Internet unter
http://www.uni-wh.de/fileadmin/user_upload/modules/Fakultaeten/Fakultaet_
fuer_Medizin/Humanmedizin/Fallkonferenz_Integrative_Medizin_23_06_10.pdf

Kay Gropp | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de

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