Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

15. Deutschsprachige Crustaceologen-Tagung

29.03.2011
Über Hummer, Palmendiebe und Tiefseeasseln

Garnelen, Krabben, Flusskrebse, Hummer und Langusten sind den meisten von uns ein Begriff. Als Delikatessen erfreuen sie sich hierzulande bei Feinschmeckern großer Beliebtheit und sie finden sich daher in verschiedenster Weise auf deutschen Speisekarten und Esstischen wieder.

Allerdings stellen diese nicht immer günstigen Leckereien – entgegen der umgangssprachlichen Praxis – nur einen Bruchteil der großen Tiergruppe der Krebstiere (Crustacea) dar. So schließt die weltweit beinahe 40.000 Arten umfassende Gruppe der Crustaceen neben den schmackhaften Krustentieren auch das Plankton, Palmendiebe (auch Kokoskrebse genannt) oder Tiefsee- und Kellerasseln mit ein. Die Angehörigen der gesamten Gruppe zeichnen sich durch eine extreme Formenvielfalt aus, die aufgrund der Anpassung an unterschiedliche Lebensräume entstanden ist. Neue Untersuchungen belegen sogar, dass sich Insekten aus Krebs-Vorfahren entwickelt haben und insofern fliegende Krebstiere sind. Für die Forschung sind die Crustaceen deshalb in vieler Hinsicht von besonderem Interesse.

In diesem Zusammenhang steht die Universität Regensburg vom 7. bis zum 10. April 2011 ganz im Zeichen der Krebstiere. Zur 15. Deutschsprachigen Crustaceologen-Tagung werden mehr als 100 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem Campus der Universität erwartet. Organisiert wird die Tagung im Hörsaal H 40 und im Seminarraum 4.0.04 (jeweils Gebäude Biologie) von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Instituts für Zoologie der Universität Regensburg um PD Dr. Christoph Schubart. Mehr als 40 Vorträge und noch mehr Posterpräsentationen behandeln dabei die aktuellen Entwicklungen in allen Fachgebieten der Crustaceen-Forschung im deutschsprachigen Raum. Neben Fragen zur Klassifikation oder Abstammung der einzelnen Gattungen werden auch Probleme der Genetik, Entwicklungsbiologie, der Ökologie oder der artspezifischen Verhaltensweisen im Mittelpunkt stehen.

Ein Höhepunkt der Tagung ist am Samstag, den 9. April 2011, um 18.00 Uhr ein öffentlicher Abendvortrag von Prof. Dr. Dieter Waloßek von der Universität Ulm zum Thema „Morphologie und Phylogenie, und was uns die Moleküle verschweigen …“. Der Ulmer Biologe wird in diesem Rahmen die Evolution und Artenvielfalt der Krebstiere und deren paläontologische Entwicklung in allgemeinverständlicher Sprache in den Blick nehmen. Der Abendvortrag findet im Hörsaal H 40 auf dem Regensburger Campus statt.

Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich zur Veranstaltung – und insbesondere zum Abendvortrag von Prof. Waloßek – eingeladen; der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen zur Tagung unter:
http://www.biologie.uni-regensburg.de/Crustaceologen2011/index.html
Ansprechpartner für Medienvertreter:
PD Dr. Christoph Schubart
Universität Regensburg
Institut für Zoologie
Tel.: 0941 943-3093
Christoph.Schubart@biologie.uni-regensburg.de

Alexander Schlaak | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-regensburg.de
http://www.biologie.uni-regensburg.de/Crustaceologen2011/index.html

Weitere Berichte zu: Crustaceen Crustaceologen-Tagung Hummer Krebstiere Palmendiebe

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen
24.03.2017 | Technische Hochschule Wildau

nachricht Lebenswichtige Lebensmittelchemie
23.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise