Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

12. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung

30.09.2009
Forscher und Entwickler halten alle Fäden in einer Hand

12. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung gibt einen Überblick über die Arbeit der Chemnitzer Forschungseinrichtungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette "Vom Faden zum Hochleistungsbauteil"

Am 30. September und 1. Oktober 2009 findet die 12. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung im Hörsaalgebäude der Technischen Universität Chemnitz statt. Sie bietet eine branchenübergreifende Informations- und Kommunikationsplattform rund um textile Prozesse und Textilmaschinen sowie Leichtbau mit Textilien.

Einen Schwerpunkt bilden die Technischen Textilien. "Hier kann die sächsische Textilregion bereits heute einen wichtigen Anteil an der weltmarktführenden Position Deutschlands leisten", schätzt Prof. Dr. Lothar Kroll ein, Inhaber der Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung sowie Direktor des An-Instituts Cetex, und ergänzt:

"Der Textilmaschinenbau nimmt eine Schlüsselfunktion bei der Entwicklung und Herstellung von Technischen Textilien ein." Das An-Institut Cetex ist das deutschlandweit einzige eigenständige Institut für Textilmaschinenentwicklung und stellt so ein Alleinstellungsmerkmal in der deutschen Forschungslandschaft dar.

"Für Klima- und Ressourcenschutz rücken Leichtbaukonstruktionen mit Textilverstärkung immer stärker in den Fokus. Sie kommen etwa in der Automobilproduktion, in der Luft- und Raumfahrt sowie im Maschinen-,

Apparate- und Anlagenbau zum Einsatz. Die Reduzierung der Masse von bewegten Bauteilen spart Energie und verringert Wärmeverluste sowie Verschleiß", sagt Kroll und fügt hinzu: "Hierfür müssen zukünftig neue Maschinen- und Handhabetechniken bereitgestellt werden, die den speziellen Bauteil- und Technologieanforderungen Rechnung tragen." An deren Entwicklung und Umsetzung arbeiten in Chemnitz Forschungseinrichtungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette "Vom Faden zum Hochleistungsbauteil".

Den Kern der Chemnitzer Allianz Textilverstärkter Leichtbau (ATL) bilden das Institut für Allgemeinen Maschinenbau und Kunststofftechnik der TU Chemnitz sowie die An-Institute Cetex Institut für Textil- und Verarbeitungsmaschinen gemeinnützige GmbH und das Sächsische Textilforschungsinstitut e.V. Sie arbeiten mit weiteren Forschungseinrichtungen sowie 350 regionalen klein- und mittelständigen Unternehmen eng zusammen. Insgesamt koordiniert und bearbeitet die Chemnitzer ATL mehr als 300 Forschungs- und Entwicklungsprojekte auf den Gebieten Textiltechnik und -technologie sowie Struktur- und Systemleichtbau.

Die ATL-Forschungseinrichtungen initiieren und beantragen Verbundprojekte, in denen bis zu 30 Partner aus Wissenschaft und Wirtschaft zusammenarbeiten. Damit sichern sie derzeit vornehmlich in Sachsen mehr als 600 Arbeitsplätze im Hochtechnologiesektor ab. Allein die Professur Strukturleichtbau und Kunststoffverarbeitung hat in den vergangenen zwei Krisenjahren 50 neue Verbundprojekte zu Leichtbau und Textilien akquiriert und so mehr als 150 Arbeitsplätze neu geschaffen.

Ausgewählte Verbundprojekte und bereits erzielte Ergebnisse präsentiert die ATL im Rahmen der 12. Chemnitzer Textiltechnik-Tagung. Dazu zählen das von Cetex neu entwickelte thermoplastische Halbzeug Ce-Preg®, das die Basiskomponente für eine ganze Familie von Hochleistungsbauteilen darstellt, sowie Biotex-Preformen für die kraftflussgerechte Verstärkung von Ultra-Leichtbauteilen und die partielle Textilverstärkung von Spritzgießbauteilen. Anwendung finden die Forschungsergebnisse beispielsweise in der Herstellung von Komfort-Fahrzeugsitzen, PKW- Trennwänden, Leichtbaurobotern und Sportgeräten.

Weitere Informationen erteilt Prof. Dr. Lothar Kroll, Telefon 0371 531-35706, E-Mail lothar.kroll@mb.tu-chemnitz.de.

Katharina Thehos | Technische Universität Chemnitz
Weitere Informationen:
http://www.tu-chemnitz.de/tu/presse/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

nachricht Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht
05.12.2016 | Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie