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11. Wärmepumpen-Fachtagung NRW: Innovative Technik und genaues Monitoring für mehr Energieeffizienz

11.11.2011
Der Duisburger Stadtteil Neudorf war im Herbst Treffpunkt für rund 100 Architekten, Ingenieure und Vertreter der Wohnungswirtschaft bei der 11.Tagung des Wärmepumpen-Marktplatzes der EnergieAgentur.NRW.

Zum Thema „Mehr Energieeffizienz bei Schulgebäuden – mehr Geld für Bildung“ war der passende Veranstaltungsort das neue Zentrum für berufliche Bildung und Weiterbildung (ZBW) Duisburg Mitte. Mit rund 56.000 m² Grundfläche bietet das ZBW helle und moderne Werkstätten, Labore und Unterrichtsräume für rund 2.600 Schülerinnen und Schüler. Zur Beheizung und Kühlung kommt eine Großwärmepumpe mit 1,5 MegaWatt (MW) Leistung zum Einsatz. Als Wärmequelle dient dazu ein Sondenfeld mit 180 Bohrungen bis zu 130 Metern Tiefe.

„Längst ist klar, dass auch große Gebäude hervorragend mit Wärmepumpen beheizt werden können, wie dieses Schulgebäude vorbildlich zeigt“, sagte Sven Kersten, Leiter des Wärmepumpen-Marktplatzes der EnergieAgentur.NRW. Die Veranstaltung bot den Besuchern auch die Gelegenheit, das ZBW und seine Energiezentrale mit der Wärmepumpen-Anlage zu besichtigen.

Das Team des Architekturbüros Dohle + Lohse Architekten GmbH aus Braunschweig hat das Duisburger Schulgebäude entworfen. Planung, Bau und aktueller Betrieb wird durch die Goldbeck Public Partner GmbH aus Bielefeld gewährleistet. In mehreren Vorträgen stellten die Architekten, der Betreiber und der Wärmepumpenhersteller Viessmann das Gebäude und die Entwicklung des zugrundeliegenden Energiekonzeptes vor. Thomas Maintz von der Viessmann Deutschland GmbH hob zudem die Bedeutung des sorgfältigen Monitorings heraus, wie es an dieser Großanlage durchgeführt wird.

„Monitoring ist bei den meisten Kunden anfangs theoretisch gewünscht. Die Erfahrung zeigt jedoch, dass es später oftmals vernachlässigt wird“, so erklärte er. Die genaue Dokumentation der Energiedaten sei jedoch sehr aufschlussreich und daher unbedingt lohnend.

Korrespondierend dazu berichtete Marek Miara vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg von mehreren Monitoringprojekten seines Forscherteams Wärmepumpe. „Monitoringprojekte sind wichtig, weil sie etwas über den Markt sagen, über die reale Effizienz und die Verbesserungspotentiale“, so Miara. Die Herstellerangaben seien nur ein Anhaltspunkt. Um die Anlagen wirklich beurteilen zu können, müssen sie im Betrieb beobachtet werden. „Wir wissen, dass die Planer, die Installateure und die Nutzer die Effizienz von Wärmepumpen wirksam beeinflussen können“, erläuterte der Experte. Als ein Fazit aus den Studien des ISE formulierte er: „Die beste Effizienz erreichen einfache und robuste Anlagen, die sorgfältig geplant und installiert wurden und über gut abgestimmte Komponenten verfügen.“

In weiteren Fachvorträgen gingen die Referenten auf verschiedene Techniken der Wärmepumpen ein. Über den Schallschutz bei Luft/Wasser-Wärmepumpen sprach Dr. Johannes Brugmann, tätig bei der Stiebel-Eltron GmbH & Co. KG und zugleich Leiter der Arbeitsgruppe Schall des Bundesverbandes Wärmepumpe e.V. Natürlich seien vor allem die Hersteller gefragt, besonders leise arbeitende Wärmepumpen zu entwickeln. „Doch auch die Aufstellungsbedingungen sind entscheidend“, betonte der Referent. „Die Probleme fallen häufig erst nach der Installation auf. Wichtig ist, den Aspekt Schallschutz schon bei der Planung zu beachten.“

Hannes Laister, Vertriebsleiter der Heliotherm Wärmepumpentechnik Ges.mb.H, stellte die neue CO2-Sondentechnik zur Nutzung der Erdwärme vor. Ein Vorteil dieser Anlagen ist neben der besonders hohen Effizienz die Tatsache, dass sie keine Sole-Umwälzpumpen erfordern. Damit enthalten sie keine Verschleißteile, sind also wartungsfrei. „Die Technik ist auch in Wasserschutzgebieten einsetzbar“, erklärte Laister und verwies damit auf ein weiteres wichtiges Kriterium.

Die 11. Wärmepumpen-Fachtagung NRW fand als Kooperationsveranstaltung der EnergieAgentur.NRW mit der Architektenkammer NRW, dem Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure e.V. NRW, dem BFW Landesverband freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen e.V. NRW, der Ingenieurkammer-Bau NRW und der VDI-Gesellschaft Energietechnik (GET) statt.

Ansprechpartner:
Sven Kersten
Leiter Wärmepumpen-Marktplatz NRW
Telefon: (0211) 866 42 - 18 und Mobil: (0160) 97 28 10 56
mailto:kersten@energieagentur.nrw.de
Pressesprecher Innovationen und Netzwerke
Uwe H. Burghardt M.A. - Telefon: (02 11) 8 66 42 - 13
mailto:burghardt@energieagentur.nrw.de

Uwe H. Burghardt | EnergieAgentur.NRW
Weitere Informationen:
http://www.waermepumpen-marktplatz-nrw.de
http://www.energieagentur.nrw.de

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