Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Maritimes Technologie-Netzwerk „MS Innovation“ auf Kurs

15.03.2012
Die Wasseraufbereitung auf Schiffen erfordert neue Technologien. Die Innovationsförderung sowie die Entwicklung marktfähiger Produkte und Verfahren für die maritime Wirtschaft sind daher zentrale Anliegen des Netzwerks „MS Innovation“.

Der Forschungsdienstleister ttz Bremerhaven und sieben Unternehmen aus dem maritimen Sektor sowie der Umwelttechnikbranche haben sich zum maritimen Technologie-Netzwerk „MS Innovation“ zusammengeschlossen, um innovative und anwendungsbezogene Umwelttechnologien zur Behandlung von Wasser und Abwasser auf Schiffen zu entwickeln. Damit ist „MS Innovation“ das erste deutsche Netzwerk dieser Art.


Ballastwasser wird von Schiffen rund um den Globus aufgenommen und abgelassen.
ttz Bremerhaven


Kleinstlebewesen im Wasser sind die internationalen Invasoren.
ttz Bremerhaven

Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) stellt Ressourcenmangel in Bezug auf Kapital, Personal und Infrastruktur eine große Hürde hinsichtlich der Durchführung eigener Forschungs- und Entwicklungs-(F&E-)Leistungen dar. KMU sollen deshalb durch die Einbindung in ein Kompetenz-Netzwerk gezielt unterstützt werden.

MS Innovation bietet den Partnern eine Informations- und Vermarktungsplattform. Unter Leitung des ttz Bremerhaven können sie aktuelle Fragestellungen in enger Kooperation und mit gebündelter Expertise bearbeiten. So sollen erfolgversprechende Ideen der Industriepartner schnellstmöglich weiterentwickelt und zu marktfähigen Produkten umgesetzt werden.

Schifffahrt: Tradition trifft Innovation

Die Notwendigkeit effizienter Umweltschutzmaßnahmen ist längst auch in der Schiffs- und maritimen Industrie zu einem wichtigen Thema geworden. Potentielle Handlungsfelder sind dabei vielfältig, im Rahmen von MS Innovation wird der Schwerpunkt zunächst auf die Behandlung von Wasser an Bord von See- und Binnenschiffen gelegt: Ballast-, Trink-, Swimmingpool-, Grau-, Schwarz- sowie Prozess- und Bilgenwasser auf See- und Binnenschiffen bedürfen einer optimierten Prozessführung und effizienterer Aufbereitungstechnologien zum Schutz von Mensch und Umwelt. So bergen etwa Trinkwasserinstallationen auf Schiffen nach wie vor ein hohes Gefährdungspotential hinsichtlich der Ansiedlung pathogener Keime, wie bspw. Legionella pneumophila. Und auch dem Gewässereintrag von Fäkalkeimen durch unsachgemäße Schwarzwasserableitung sowie von Öl aus Bilgen- und Prozesswasser in Meer, Flüsse und Hafengebiete kann nur durch konsequente Bewusstseinsbildung bei den Verantwortlichen und effiziente Aufbereitungstechniken begegnet werden.

MS Innovation ist offen für weitere Partner und Kooperationen
Die Aktivitäten von MS Innovation orientieren sich an den aktuellen Stärken und Schwächen der Umwelttechnik und der maritimen Wirtschaft. Potentielle Ansprechpartner des Netzwerks sind daher insbesondere Schiffseigner, Schiffskonstrukteure, Technologieanbieter, (maritime) Ingenieurdienstleister, Hafenbetreiber, Betreiber von Offshore-Anlagen sowie Forschungseinrichtungen. Gemeinsam soll der Bedarf an neuen Technologien bzw. neuen Einsatzfeldern für bewährte Technologien sowie Dienstleistungen identifiziert werden und so der CO2- und Wasser-Fußabdruck von See- und Binnenschiffen nachhaltig verringert werden.

MS Innovation nahm im Januar 2012 mit Gründungs-Mitgliedern aus Bremen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein Fahrt auf. Die Teilnahme weiterer Partner, die die Expertise des Netzwerks sinnvoll ergänzen, ist ausdrücklich erwünscht.

Das Netzwerk wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) im Fördermodul Netzwerkprojekte (ZIM-NEMO) gefördert. Projektträger ist die VDI/VDE Innovation + Technik GmbH mit Sitz in Berlin.

Stammtisch fördert regionale Vernetzung

Parallel dazu wird durch das ttz Bremerhaven ein maritimer Stammtisch für die Region Bremen/Niedersachsen ins Leben gerufen. Der Stammtisch richtet sich an alle Interessierten und soll die regionale Vernetzung von Schifffahrt und Umwelttechnik durch eine informelle Plattform unterstützen. Er findet an jedem ersten Mittwoch im Monat ab 19 Uhr im Wasserschout Bremerhaven (www.wasserschout-bremerhaven.de) statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Das ttz Bremerhaven versteht sich als innovativer Forschungsdienstleister und betreibt anwendungsbezogene Forschung und Entwicklung. Unter dem Dach des ttz Bremerhaven arbeitet ein internationales Experten-Team in den Bereichen Lebensmittel, Umwelt und Gesundheit.

Kontakt:
ttz Bremerhaven
Christian Colmer
Leiter Kommunikation und Medien
Fischkai 1
27572 Bremerhaven
Phone: +49 (0)471 48 32 -124
FAX: +49 (0)471 48 32 - 129
ccolmer@ttz-bremerhaven.de

Christian Colmer | idw
Weitere Informationen:
http://www.ttz-bremerhaven.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Konzept der Universität Rostock zur Ölhavarie-Bekämpfung erfolgreich auf der Warnow erprobt
07.12.2017 | Universität Rostock

nachricht Aquakultur: Neues Verfahren spürt Umweltbelastungen durch Lachsfarmen schneller auf
05.12.2017 | Technische Universität Kaiserslautern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Im Focus: Towards data storage at the single molecule level

The miniaturization of the current technology of storage media is hindered by fundamental limits of quantum mechanics. A new approach consists in using so-called spin-crossover molecules as the smallest possible storage unit. Similar to normal hard drives, these special molecules can save information via their magnetic state. A research team from Kiel University has now managed to successfully place a new class of spin-crossover molecules onto a surface and to improve the molecule’s storage capacity. The storage density of conventional hard drives could therefore theoretically be increased by more than one hundred fold. The study has been published in the scientific journal Nano Letters.

Over the past few years, the building blocks of storage media have gotten ever smaller. But further miniaturization of the current technology is hindered by...

Im Focus: Successful Mechanical Testing of Nanowires

With innovative experiments, researchers at the Helmholtz-Zentrums Geesthacht and the Technical University Hamburg unravel why tiny metallic structures are extremely strong

Light-weight and simultaneously strong – porous metallic nanomaterials promise interesting applications as, for instance, for future aeroplanes with enhanced...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Papstar entscheidet sich für tisoware

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

Natürliches Radongas – zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

„Spionieren“ der versteckten Geometrie komplexer Netzwerke mit Hilfe von Maschinenintelligenz

08.12.2017 | Biowissenschaften Chemie