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Eine schwierige Aufgabe: Ausstoß von Dioxinen und Furanen weltweit verringern

11.03.2002


Deutschland unterstützt Länder Südostasiens bei Maßnahmen gegen die umwelt- und gesundheitsschädlichen Gifte

PCDD/PCDF - hinter diesen Buchstaben stecken zwei der giftigsten bekannten Stoffe: Polychlorierte Dibenzodioxine und Dibenzofurane. Dioxine und Furane entstehen vor allem bei Verbrennungsprozessen, etwa bei der Abfallverbrennung und der Metallherstellung- und -verarbeitung. Vor rund einem Jahr haben in Stockholm fast 100 Staaten beschlossen, den Ausstoß dieser und anderer hochgiftiger und in der Umwelt besonders langlebiger - persistenter - organischer Verbindungen (POPs) weltweit zu verringern. Doch dies ist in weniger entwickelten Ländern ohne technische und finanzielle Hilfe der Industriestaaten kaum möglich. In Europa und Deutschland ist es gelungen, durch moderne Technik den Ausstoß der beiden Gifte erheblich zu reduzieren. Deutschland will sein Wissen weitergeben und unterstützt die Staaten Südostasiens bei Maßnahmen gegen die POPs. Zusammen mit den Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der thailändischen Regierung finanziert und organisiert Deutschland vom 13. bis 15. März 2002 eine Fachtagung in Bangkok. Experten aus Industrieländern und den Staaten Südostasiens sollen Strategien diskutieren und entwickeln, die helfen, die POPs in den Griff zu bekommen. Das Umweltbundesamt hat die Veranstaltung fachlich vorbereitet und organisiert.

Unter anderem wird dargestellt und diskutiert werden, wie sich die wesentlichen Quellen für Dioxine und Furane identifizieren lassen, wie Emissionsinventare erstellt werden können und wie sich die Einträge in die Umwelt durch technische, freiwillige und gesetzliche Maßnahmen reduzieren oder vermeiden lassen. Das soll den Ländern Südostasiens helfen, Aktionspläne zur Minderung der Einträge von unerwünschten Nebenprodukten zu erstellen.

Einen besonders großen Stellenwert nehmen dabei Lösungsansätze ein, die diesen Ländern helfen, die von der in Stockholm beschlossenen Konvention geforderte Anwendung der besten verfügbaren Techniken und der besten Umweltpraxis umzusetzen

Die Ergebnisse des Workshops werden bei der nächsten Regierungskonferenz zur Stockholm-Konvention im Juni 2002 vorgestellt, um die Entwicklung von Leitlinien zur Ausgestaltung des Vertragswerks zu vereinfachen.

Die Stockholm-Konvention sieht vor, dass alle Vertragsstaaten Maßnahmen ergreifen müssen, um den Ausstoß von PCDD/PCDF und anderen unerwünschten Nebenprodukten wie Hexachlorbenzol und polychlorierten Biphenylen (PCB) kontinuierlich zu minimieren und - wenn möglich - zu eliminieren. Ähnliche Forderungen werden im POP-Protokoll der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) für Nordamerika und Europa erhoben. Deutschland wird beide internationalen Vertragswerke noch im ersten Halbjahr 2002 ratifizieren.

In Deutschland und Europa ist es gelungen, den Eintrag von Dioxinen und Furanen in die Umwelt durch technische Maßnahmen an den wichtigsten Quellen deutlich zu reduzieren. Dennoch bedarf es auch hier noch weiterer Anstrengungen, um die Belastungen des Menschen, insbesondere von Kleinkindern, auf ein unbedenkliches Niveau zu senken.

Ein Programm der Veranstaltung gibt es in der Pressestelle des Umweltbundesamtes,
Fax: 030/8903-2798, E-Mail: karsten.klenner@uba.de

Josephine Bienert | idw

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