Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bundesregierung verstärkt Anstrengungen für den Klimaschutz

12.02.2007
Wissenschaftlicher Beirat Globale Umweltveränderungen übergibt Stellungnahme an die Parlamentarischen Staatssekretäre Michael Müller (Umwelt) und Thomas Rachel (Forschung)

Der Wissenschaftliche Beirat Globale Umweltveränderungen der Bundesregierung (WBGU) hat am Montag dem Bundesumweltministerium und dem Bundesforschungsministerium sein Politikpapier "Neue Impulse für die Umweltpolitik: Chancen der deutschen Doppelpräsidentschaft nutzen" übergeben. Nachdem der internationale Wissenschaftsrat zum Klimawandel (IPCC) klargestellt hat, dass der Klimawandel voranschreitet und menschliches Handeln die Erwärmung antreibt, gibt die Stellungnahme des WBGU jetzt wichtige Hinweise, wie den Entwicklungen zu begegnen ist.

Die Dringlichkeit des Handelns steht nach dem IPCC-Bericht außer Frage. Und nach dem Stern Review wissen wir auch, dass Handeln viel günstiger ist als Nichthandeln" unterstrich Michael Müller, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesumweltministerium anlässlich der Übergabe des Papiers. "Die EU muss ihre Führungsrolle in der internationalen Klimapolitik weiter ausbauen und mit ambitionierten Klimaschutzzielen den internationalen Verhandlungen neue Dynamik geben. Deshalb soll der Europäische Rat im März beschließen, dass die EU im Rahmen eines Post-2012 Klimaschutzabkommens ihre Emissionen bis 2020 um 30 Prozent gegenüber 1990 reduzieren wird. Unabhängig von einem neuen Abkommen soll sich die EU sofort verpflichten, ihre Emissionen um mindestens 20 Prozent zu mindern. In den G8 nehmen wir den Vorschlag eines Fahrplans gerne auf. Wir wollen mit unseren Partnern konkrete Maßnahmen im Bereich Energieeffizienz vereinbaren, die die Dekarbonisierung unserer Wirtschaft vorantreiben."

Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, sagte bei der Übergabe des WBGU-Papiers: "Im Blick auf kommende Generationen brauchen wir heute einen intelligenten Technologiewandel. Deutschland hat hier bereits heute eine Vorreiterrolle, die wir stärken wollen. Das Bundesforschungsministerium wird daher seine Aktivitäten für den Klimaschutz künftig weiter ausbauen und mit dem Aktionsprogramm "Forschung für den Klimawandel" in den nächsten drei Jahren 255 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Ziel der Forschung ist ein noch besseres Verständnis des Klimawandels und die Entwicklung von Technologien, mit denen wir erstens die Emissionen von Treibhausgasen bremsen und uns zweitens auf die kommenden Klimaänderungen vorbereiten. Beispiele hierfür reichen von emissionsfreien Fahrzeugen, über die sichere Endlagerung von Kohlendioxid aus Kraftwerken bis zur verlässlichen Wasserversorgung bei extremen Wetterbedingungen. Darüber hinaus werden wir die Grundlagenforschung für Energieeffizienz und erneuerbare Energien stärker fördern. Wir sollten uns immer vor Augen halten, dass sich mit der Entwicklung klimafreundlicher Technologien auch große Chancen für den Wirtschaftsstandort Deutschland verbinden. Hier setzt die Hightech-Strategie der Bundesregierung an. Der WBGU bestätigt uns, dass wir damit auch für den Klimaschutz den richtigen Weg eingeschlagen haben."

| BMBF Newsletter
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/

Weitere Berichte zu: Emission Klimaschutz Klimawandel WBGU

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Den Trends der Umweltbranche auf der Spur
17.10.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

nachricht Etablierung eines Zuchtprogramms zum Schutz der letzten Saolas
17.10.2017 | Forschungsverbund Berlin e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mobilität 4.0: Konferenz an der Jacobs University

18.10.2017 | Veranstaltungen

Smart MES 2017: die Fertigung der Zukunft

18.10.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

18.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Biokunststoffe könnten auch in Traktoren die Richtung angeben

18.10.2017 | Messenachrichten

»ILIGHTS«-Studie gestartet: Licht soll Wohlbefinden von Schichtarbeitern verbessern

18.10.2017 | Energie und Elektrotechnik