Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Simulationsmodelle des Nährstoffzyklus

06.01.2006


Die Fähigkeit, Gasströme und Teilchenumwandlung im Meerwasser beobachten zu können, ist ein wichtiges Gebiet der Umweltforschung, das die Gewässer in ein neues Licht stellt.


Seitdem nun allgemein akzeptiert wurde, dass sich der enorme Anstieg des atmosphärischen Kohlendioxids auf unser Klima auswirkt, werden derzeit unzählige Forschungsarbeiten zum Verständnis des Kohlenstoffsystems der Erde durchgeführt. Trotzdem der Ozean der größte Aktivkohlespeicher ist, sind die Kräfte, die die Umwandlung organischer Sedimente und Gase in der Wassersäule des Meeres steuern, noch nicht vollständig erforscht. Im Rahmen des ORFOIS-Projekts wurden auf diesem Gebiet Forschungsarbeiten durchgeführt, insbesondere wurden die Herkunft und das Schicksal der biogenen Teilchenflüsse im Meer und deren Wechselwirkung mit dem Gehalt an atmosphärischem Kohlendioxid untersucht.

Es wurde ein Sedimentenmodul erstellt, um die Remineralisierung des partikulären organischen Kohlenstoffs (POC - Particulate Organic Carbon) durch Oxidabbau und Suboxid-Nitratreduktion zu beschreiben. Das Modell PISCES wurde genutzt, um die Bedingungen am Grund des Gewässers für chemische Parameter wie Sauerstoff, Phosphat, Alkalinität, Nitrat und gelösten anorganischen Kohlenstoff (DIC - Dissolved Inorganic Carbon) zu liefern, durch die realistische Simulationen durchgeführt werden können. Es wurde eine stabile Verteilung der gelösten Indikatoren und der Sedimentindikatoren erarbeitet und danach die Sedimentzusammensetzung berechnet, um Ausgangsbedingungen für das Simulationsmodell zu schaffen. Das Modell erfordert einen konstanten Zustand zwischen Wassersäule und Sediment, nur so kann es genutzt werden.


Darüber hinaus wurden über den Einsatz zweier verschiedener Versionen von PISCES-Modellen auch die jährlichen Ströme an SiO2 und CaCO3 bewertet. Jedoch entsprach keines dieser Modelle vollständig den bestimmten Graden, sie ergaben stattdessen geringere CaCO3-Werte, als in einigen Fällen beobachtet. Die Modelle wurden außerdem genutzt, um die benthischen Sauerstoffströme zu beurteilen. Besonders eines der Modelle erzielte gute Ergebnisse bei der Strömungsverteilung. Da der Sauerstoffstrom mit der Mineralisierungsaktivität und dem aeroben Stoffwechsel verbunden ist, ist es von grundlegender Bedeutung, dieses System genauestens beobachten zu können.

Für die erfolgreiche Simulation der Wassersäule-Sediment-Umgebung ist die Weiterentwicklung dieser Modelle notwendig. Das Verstehen des Systems ist für die genaue Prognose des Nährstoffzyklus und der Klimaänderung wesentlich, und interessierte Parteien können sich an der Suche nach Antworten beteiligen.

Dr. Marion Gehlen | ctm
Weitere Informationen:
http://www.cea.fr

Weitere Berichte zu: Kohlendioxid Nährstoffzyklus Sediment Simulation Simulationsmodell

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Tausende Holztäfelchen simulieren Plastikmüll
23.02.2017 | Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg

nachricht Mehr wärmeliebende Tiere und Pflanzen durch Klimawandel
20.02.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie