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KfW unterstützt Entstehung des größten afrikanischen Naturparks

24.09.2001


Verbindung von Kruger Nationalpark (Südafrika) und Schutzgebiet Coutada 16 (Mosambik)

Die KfW wird die Verbindung des südafrikanischen Kruger Nationalparks mit dem Naturschutzgebiet Coutada 16 in Mosambik unterstützen. Insgesamt sechs Mio Euro aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) stellt die Bank für dieses Vorhaben zur Verfügung. Die Summe soll vor allem in den Aufbau einer touristischen Basisinfrastruktur im mosambikanischen Teil des Parks und in die Ausbildung 5 von Park Rangern fließen. Die einzelnen Projektaktivitäten werden voraussichtlich Anfang 2002 starten.

Zwischen Südafrika, Mosambik und Simbabwe entsteht in den nächsten Jahren der größte Naturpark Afrikas. Das transnationale Naturschutzgebiet wird insgesamt mehr als 100.000 10 Quadratkilometer umfassen, dies entspricht in etwa der Fläche von Bayern und Baden-Württemberg zusammen. Für die "Transfrontier Conservation Area" engagieren sich neben der KfW und den Regierungen der beteiligten afrikanischen Länder auch private Organisationen, u.a. der World Wildlife Fund und die Peace Parks Foundation. Die Zusammenführung des Kruger Nationalparks mit dem Gebiet Coutada 16 ist die erste Ausbaustufe des 15 Gesamtprojekts.

Die KfW will mit der Unterstützung des Vorhabens einen Beitrag zum Ressourcen- und Umweltschutz im südlichen Afrika leisten und zugleich die wirtschaftliche Entwicklung der Region fördern. In Mosambik wird die Bank deshalb den Bau von Wegen im bisher wenig 20 erschlossenen Wildreservat Coutada 16 finanzieren, Parkeingänge sowie Unterkünfte für künftige Mitarbeiter des grenzübergreifenden Naturschutzgebietes errichten. Durch die zusätzliche Ausbildung von Parkpersonal sollen effizientes Parkmanagement auch auf mosambikanischer Seite aufgebaut und Arbeitsplätze in einer der ärmsten Regionen des Landes geschaffen werden. Die mit Hilfe der KfW geschaffene Infrastruktur soll zugleich dem Privatsektor umfangreiche Möglichkeiten bieten, in die touristische Entwicklung des Gebietes zu investieren.

Das entstehende weltweit größte "Königreich der Tiere" wird Mosambik und Südafrika nicht nur als Tourismusattraktion wichtige wirtschaftliche Entwicklungsimpulse bieten. Die Verbindung beider Parks unterstützt zudem den Artenschutz in der Region: Zurzeit leben im umzäunten südafrikanischen Kruger-Nationalpark Tausende Elefanten mehr, als die vorhandene Vegetation ernähren kann. Der Nationalpark ist überweidet, die Tiere finden nicht ausreichend Nahrung. In der Region Coutada 16 gibt es hingegen eine ökologisch intakte Flora, besonders Großsäuger wurden während des Bürgerkriegs in Mosambik jedoch weitgehend 35 ausgerottet. Im Zuge der Zusammenführung beider Gebiete wird die Peace Parks Foundation rund 1000 Elefanten aus Südafrika nach Mosambik umsiedeln.

Christine Volk | ots
Weitere Informationen:
http://www.kfw.de

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