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Müllsammlung und -sortierung im Sinne des Umweltschutzes weiterentwickeln

01.12.2004


Anlässlich des heute tagenden Umweltausschusses des Bundestages hat der Naturschutzbund NABU davor gewarnt, die bestehenden Sammel- und Sortiersysteme für Abfälle auf Kosten des Umweltschutzes zu ändern. "Jede Veränderung der gängigen Praxis muss im Vorfeld auf ihre Umwelteffizienz hin überprüft werden", sagte NABU-Hauptgeschäftsführer Gerd Billen. An dem Ziel einer ressourcenschonenden Abfallentsorgung und einer möglichst hohen Verwertungsquote dürfe nicht gerüttelt werden. Der NABU betonte, dass die Politik eine große Verantwortung bei der umweltgerechten Lenkung der Abfallströme trage. Hintergrund der Anhörung ist ein Antrag der FDP-Fraktion zur Aufhebung der Getrennterfassung von Hausmüll und Leichtverpackungen.


Derzeit finden verschiedene Pilotprojekte zur Optimierung der Erfassung und Sortierung von Abfällen statt. Untersucht werden dabei die Möglichkeiten zur gemeinsamen Sortierung von Grauer Tonne und Gelbem Sack sowie der Ausbau der Gelben Tonne zu einer trockenen Wertstofftonne. "Leider liegt hierbei das Hauptaugenmerk derzeit vor allem auf der Gesamtmüllsortierung und damit der Aufgabe der Getrennterfassung", bemängelte Billen. Dabei habe die trockene Wertstofftonne nach Einschätzung des NABU ein viel größeres Potenzial, weil sie die Ökoeffizienz durch die Erfassung zusätzlicher für das Recycling geeigneter Stoffe erhöhe. Außerdem lehne sich diese Weiterentwicklung an das etablierte Sammelsystem an und die Verbraucher müssten ihr Verhalten nicht grundsätzlich ändern.

Im Falle einer Aufgabe der Getrennterfassung sehe der NABU die Gefahr, dass die Qualitäten der Ausgangsstoffe für die Verwertung und damit die Umwelteffizienz sinken würden. "Bei einem Rückschritt zum Ein-Tonnen-System wird die Bereitschaft der Verbraucher zur Trennung von Abfällen wahrscheinlich unwiderruflich verloren gehen", mahnte Billen. Es dürfe bei der Optimierung von Müllsammelsysteme nicht vorrangig darum gehen, mengenmäßig so viele Abfälle wie möglich über Sortierbänder zu schicken und Geld in teure zusätzliche Sortieranlagen zu investieren. "Das Ziel muss sein, mit der bestehenden Technik die Ausbeute an Recycling geeigneten Materialien aus Abfällen zu erhöhen", sagte Billen.

Susanne Hempen | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.NABU.de

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