Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neues Flugzeug hält Umweltforschung auf der Höhe

15.09.2004


Helmholtz-Präsident Walter Kröll begrüßt BMBF-Entscheidung zum Forschungsflugzeug HALO



"Das ist ein wichtiger Schritt, um den Forschungsstandort Deutschland in der Umweltforschung auf Spitzenniveau zu halten." So wertet Prof. Dr. Walter Kröll, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, die Entscheidung von Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn für den Bau des Forschungsflugzeuges HALO. "Für das Konzept des Flugzeugs, die Finanzierungsbeiträge und die Nutzung hat sich ein enger Verbund der deutschen Atmosphärenforschung aus Helmholtz-Zentren, Max-Planck-Instituten und Universitäten gebildet", betont der Helmholtz-Präsident. "Die Entscheidung für HALO ist der Beweis, dass solche gemeinsame Anstrengung der Forschung in Deutschland sich lohnt."



"Das in Europa einzigartige Flugzeug gibt der gesamten Umweltforschung einen Schub", so Kröll. "Denn die Anwendungen sind enorm vielfältig: zum Beispiel Schadstoffverteilung in den oberen Schichten der Atmosphäre, Ozonzerstörung, Wolkenbildung." HALO schafft ganz neue Möglichkeiten. Dafür sorgen die besonderen Eigenschaften des Flugzeugs. Seine große Reichweite von über 8000 Kilometern etwa ermöglicht, Veränderungen in der Atmosphäre global zu untersuchen. Für solche Großraum-Messungen mangelte es der Klimaforschung bisher an geeigneten Trägern. Die große Nutzlast von drei Tonnen und die große Nutzfläche sind weitere Pluspunkte: Sie erlauben es den Forschern, verschiedene Themen parallel zu untersuchen oder zu einer Fragestellung unterschiedliche Messungen gleichzeitig durchzuführen. Ein wichtiger Punkt ist zudem die Flughöhe von 15 Kilometern, denn damit erreicht das Flugzeug die für Klimaprozesse ausschlaggebenden Zonen der Atmosphäre.

Helmholtz ist mit 10 Millionen Euro aus zentralen Mitteln der Gemeinschaft sowie 3 Millionen Euro aus den beteiligten Helmholtz-Zentren nach dem Bundesministerium für Bildung und Forschung zweitgrößter Förderer von HALO (High Altitude and Long Range Research Aircraft). Im Jahr 2002 hatte der Wissenschaftsrat empfohlen, das 67 Millionen-Projekt mit höchster Priorität umzusetzen. Voraussichtlich in drei Jahren wird HALO fertig sein und dann am Standort Oberpfaffenhofen des Helmholtz-Mitglieds Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt stationiert.

Kecia Holtzendorff | idw
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de/press/1244.php
http://www.helmholtz.de

Weitere Berichte zu: Forschungsflugzeug HALO Luft- und Raumfahrt Umweltforschung

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Professionelle Mooszucht für den Klimaschutz – Projektstart in Greifswald
29.05.2017 | Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

nachricht Wasserqualität von Flüssen: Zusätzliche Reinigungsstufen in Kläranlagen lohnen sich
24.05.2017 | Eberhard Karls Universität Tübingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Methode für die Datenübertragung mit Licht

Der steigende Bedarf an schneller, leistungsfähiger Datenübertragung erfordert die Entwicklung neuer Verfahren zur verlustarmen und störungsfreien Übermittlung von optischen Informationssignalen. Wissenschaftler der Universität Johannesburg, des Instituts für Angewandte Optik der Friedrich-Schiller-Universität Jena und des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) präsentieren im Fachblatt „Journal of Optics“ eine neue Möglichkeit, glasfaserbasierte und kabellose optische Datenübertragung effizient miteinander zu verbinden.

Dank des Internets können wir in Sekundenbruchteilen mit Menschen rund um den Globus in Kontakt treten. Damit die Kommunikation reibungslos funktioniert,...

Im Focus: Strathclyde-led research develops world's highest gain high-power laser amplifier

The world's highest gain high power laser amplifier - by many orders of magnitude - has been developed in research led at the University of Strathclyde.

The researchers demonstrated the feasibility of using plasma to amplify short laser pulses of picojoule-level energy up to 100 millijoules, which is a 'gain'...

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Lebensdauer alternder Brücken - prüfen und vorausschauen

29.05.2017 | Veranstaltungen

49. eucen-Konferenz zum Thema Lebenslanges Lernen an Universitäten

29.05.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz an der Schnittstelle von Literatur, Kultur und Wirtschaft

29.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Intelligente Sensoren mit System

29.05.2017 | Messenachrichten

Geckos kommunizieren überraschend flexibel

29.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

1,5 Millionen Euro für vier neue „Innovative Training Networks” an der Universität Hamburg

29.05.2017 | Förderungen Preise