Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sicherung wertvoller Lebensräume durch Wanderschäferei

07.07.2004


Bundesamt für Naturschutz startet Modell-Projekt

... mehr zu:
»Lebensräume »Schaf

Der Präsident des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), Professor Dr. Hartmut Vogtmann, gibt heute den Startschuss für ein Modellvorhaben zum Erhalt wertvoller Lebensräume im Kreis Darmstadt-Dieburg und auf dem Gebiet der Stadt Darmstadt. Das BfN fördert das Projekt mit Mitteln des Bundesumweltministeriums und stellt dafür in den nächsten vier Jahren insgesamt 1,16 Mio. Euro bereit. Der Landkreis Darmstadt-Dieburg ist Träger des Hauptvorhabens und koordiniert das Projekt. Die wissenschaftliche Begleitung erfolgt durch die Technische Universität Darmstadt.

Ziel des Erprobungs- und Entwicklungsvorhabens (E+E) ist es, wertvolle Ried- und Sandrasenlebensräume in einer Kulturlandschaft durch die Entwicklung neuartiger Beweidungskonzepte nachhaltig zu sichern. Hierzu werden die Schafe eines ortsansässigen Betriebs gezielt eingesetzt. Unter dem Stichwort "doppelte Vernetzung" sollen einerseits verschiedenartige Lebensraumtypen wiederhergestellt werden und durch die "geborgte Beweglichkeit" der Schafe Ried- und Sandflächen jeweils lebensraumbezogen durch die Übertragung von Pflanzensamen und kleinen Tieren wie z.B. Heuschrecken miteinander vernetzt werden. Andererseits gilt es, naturschutzfachliche und ökonomische Strategien zu kombinieren. "Das Projekt belegt, dass sich Naturschutz und -nutzung durchaus wirkungsvoll ergänzen können", so BfN-Präsident Vogtmann.


Die Kombination von nährstoffarmen Sandrasen und ertragreichen Riedflächen ermöglicht auch eine Optimierung der Ernährung der Schafe. Die Sandrasenflächen bieten zwar eine reichhaltige Kräuter- und Gräserpalette, aber speziell bei heranwachsenden Tieren nicht für die alleinige Ernährung ausreicht. Ergänzend zu den Ried- und Sandflächen werden in dem Projekt Trittstein- und Nachtpferchflächen angelegt, damit die Schafherde alle Pflegeflächen "fußläufig" erreichen kann. Insgesamt soll sich das Vorhaben auf ca. 900 ha. erstrecken. Gegen Ende der Laufzeit soll sich das Projekt auch wirtschaftlich selbst tragen.

Das E+E-Vorhaben stößt auf breite Zustimmung bei den beteiligten Gemeinden, die sich unter anderem bereits durch Flächenbereitstellungen für das Projekt in größerem Umfang manifestiert hat.

Franz August Emde | idw
Weitere Informationen:
http://www.bfn.de

Weitere Berichte zu: Lebensräume Schaf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Wasserqualität von Flüssen: Zusätzliche Reinigungsstufen in Kläranlagen lohnen sich
24.05.2017 | Eberhard Karls Universität Tübingen

nachricht Eisenmangel hemmt marine Mikroorganismen
19.05.2017 | GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten