Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hohe Geschwindigkeit von Kohlenstoff beeinflusst Studien zu Ökosystemen

08.06.2004


Aufgrund des erhöhten Ausstoßes von fossilen Brennstoffen und Kohlenstoff in die Umwelt ist ein Verständnis der zukünftigen Auswirkungen unerlässlich. Das Eindringen von Kohlenstoff in die Atmosphäre und die Verarbeitung durch die Umwelt auf natürliche Weise ist ein langwieriger und aufwändiger Prozess. An einem italienischen Forschungsinstitut konnten jedoch Verfahren entwickelt werden, mit denen die Prozesse von Kohlenstoffzyklen beschleunigt und genau bewertet werden können.

... mehr zu:
»CFD-Modell »CO2 »Kohlenstoff »Ökosystem

Die Verarbeitung von Kohlenstoff in natürlichen Waldregionen und Vegetationsgebieten ist wahrscheinlich eine der wichtigsten Funktionen, die diese Lebensräume bieten. Wenn die zukünftigen Auswirkungen der steigenden Kohlenstoffkonzentrationen in der Atmosphäre verstanden werden sollen, müssen der Grad der Kohlenstoffeingrenzung und das von diesen Lebensräumen verarbeitete Volumen beurteilt werden. Das ist aber sehr schwierig, weil der Kohlenstoffzyklus zahlreiche komplexe Wechselwirkungen umfasst. Deshalb bedarf es spezieller Methoden, um die Reaktionsmechanismen und -prozesse von Bäumen und Baumgemeinschaften auf globale CO2-Veränderungen zu verstehen.

Dafür wurden eine Begasungsapparatur mit dem Namen FACE und ein Strömungslehremodell für den Computer (CFD-Modell) entwickelt, die auf dem sehr schnellen Ausstoß von CO2 basieren. Das FACE-Begasungsmodell ist einzigartig, weil es das Mikroklima nicht verändert und außerdem keine Gehäuse und damit keine Gewächshäuser oder vollklimatisierte Kulturräume erfordert. Außerdem ermöglicht es die Untersuchung von traditionell schwierigen Bedingungen wie zum Beispiel Niederschlag, Bestäubung, Wind und Feuchtigkeit. Einer der wichtigsten Vorteile des FACE-Systems besteht darin, dass es die Art und Weise der Auswirkungen des Kohlenstoffes auf der Stufe des Ökosystem abbildet.


Das CFD-Modell wurde abschließend entwickelt, um die bei der Vermischung von Luft und CO2 auftretenden Mechanismen besser verstehen zu können - besonders mit Hinblick auf hohe Geschwindigkeiten. Um den sogenannten "Stoßwelleneffekt" zu erreichen, war eine hohe Geschwindigkeit des CO2-Ausstoßes erforderlich. Das ermöglicht die bessere Mischung der Umgebungsluft mit dem CO2 in der Nähe der Auslassdüse. Tatsächlich war nur 2mm unterhalb des Auslasses eine zehnfache Verdünnung und 30mm unterhalb eine hundertfache Verdünnung zu erkennen.

Sowohl das FACE- als auch das CFD-Modell werden auf längere Sicht zu einem besseren Verständnis des komplexen Kohlenstoffzykluses und seiner Auswirkungen auf Ökosysteme führen.

Kontaktangaben

Francesco Miglietta
Consiglio Nationale delle Ricerche
Piazzale delle Cascine, Firenze, Italien
Tel: +39-055-301422
Fax: +39-055-308910
Email: migliet@sunserver.iata.fi.cnr.it

Francesco Miglietta | ctm

Weitere Berichte zu: CFD-Modell CO2 Kohlenstoff Ökosystem

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Ökologie Umwelt- Naturschutz:

nachricht Müll in den Weltmeeren überall präsent: 1220 Arten betroffen
23.03.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Internationales Netzwerk bündelt experimentelle Forschung in europäischen Gewässern
21.03.2017 | Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Ökologie Umwelt- Naturschutz >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise