Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Beeinflussung der durch Fc-Rezeptoren vermittelten funktionellen Effekte kardialer Autoantikörper am Herzen

22.09.2005
Bei der Erfindung handelt es sich um eine pharmakologische Umsetzung eines neuartigen The-rapieansatzes zur Behandlung der dilatativen Kardiomyopathie, einer der häufigsten Herzer-krankungen europaweit.

Anwendung

Dilatation heißt Erweiterung bzw. Vergrößerung. Die dilatative Kardiomyopathie ist eine Erkrankung des Herzmuskels, bei der die Herzkammern und die Herzvorhöfe vergrößert sind. Gleichzeitig ist die Pumpfähigkeit des Herzens eingeschränkt. Dadurch kommt es zu einer Minderversorgung des Organismus und zu den Krankheitszeichen einer Herzschwäche.

Die dilatative Kardiomyopathie (DCM) ist die häufigste Form der Herzmuskelerkrankung. Allein in Deutschland sind rund 500.000 Menschen betroffen. Dabei sind Männer häufiger betroffen als Frauen. Das betrifft besonders die Formen der dilatative Kardiomyopathie, bei der keine Entste-hungsursache erkennbar ist. Diese Form wird auch idiopatische (ohne erkennbare Ursache) dilatative Kardiomyopathie genannt.

Als ein möglicher Auslöser für eine dilatative Kardiomyopathie wird eine Virusinfektion vermu-tet, denn bei vielen Betroffene hat man in Unter-suchen entzündliche Infiltrate im Herzmuskel entdeckt. Außerdem ist bei vielen Betroffenen eine erhöhte Produktion von Immunglobulinen (Antikörper) vom Typ IgG vorhanden, was auf eine Aktivierung des Immunsystems durch einen Erreger hinweist.

Im Falle der dilatativen Kardiomyopathie wird ebenfalls vermutet, dass Autoimmunmechanismen für die zunehmende Herzmuskelschwächung verantwortlich gemacht werden können Autoimmunreaktionen entstehen, wenn körpereigenes Gewebe fälschlicherweise vom Immunsystem als körperfremd angesehen und durch die Abwehrmechanismen angegriffen wird.

Die Antikörper, die in diesem Zusammenhang als Autoantikörper bezeichenbar sind, haften sich an das körpereigene Gewebe und markie-ren es so für die Fresszellen des Immunsystems.

Diese wiederum können nun die als vermeintlich schädlich identifizierten Zellen eliminieren. Dazu werden die Antigen-Antikörper-Kombinationen an den sogenannten Fc-Rezeptoren der Fresszellen festgehalten und beseitigt.

Stand der Technik

Herkömmliche Ansätze vor dem Hintergrund der Autoimmunreaktionsvermutung zur Behandlung der dilatativen Kardiomyopathie setzen an einer Reinigung des Blutes des Patienten an. Dabei werden aus dem Plasma die entsprechenden Antikörper rausfiltriert (Immunadsorption). Hierbei handelt es sich um ein invasisves Verfahren, welches keine spezifischen Antikörper herausfiltern kann,. sondern allgemein die Antikörpergruppe - Immunglobuline IgG – temporär eliminiert. Eine Unterdrückung der Immunre-aktion (Immunsuppression), und somit auch eine Unterdrückung der Schädigung des Herzmuskelgewebes, ist die Folge. Ein Ersetzen des herausgefilterten Antikörper durch körperfremde ist dabei notwendig. Nebenwirkungen sind jedoch eine verminderte oder fehlende Abwehrkraft gegenüber Infektionen.

Innovation

Es ist gelungen, die Existenz von den sogenannten Fc-Rezeptoren auch auf den Herzmuskelzellen nachzuweisen. Diese sollen nun erfindungsgemäß gezielt pharmakologisch beeinflusst werden. Ziel ist es, den negativen Effekt, den die Autoantikörper auf die Leistungsstärke des Herzens haben, durch eine Blockade ihrer Andockmöglichkeit am Herzmuskel (Fc-Rezeptoren) zu vermindern. Der Vorteil des Verfahrens gegenüber dem herkömmlichen Verfahren liegt in erster Linie darin begründet, dass es zu keiner Immunsuppression bzw. zu den damit verbundenen Nebenwirkungen kommt, da gezielt an einer bestimmen Stelle des Immunsystems eingegriffen wird, und nicht wie bei der Immunadsorption allgemein und unspezifisch die Antikörper hinausgefiltert werden.

Die beabsichtigte Wirkung soll durch die Aufnahme des Wirkstoffes über den Stoffwechsel erzielt werden.

Nutzen

.. Kostengünstigere Alternative zu den bisherigen Verfahren
.. Vermeidet die Nebenwirkungen der allgemeinen Immunsuppression
.. Ein Ersetzen der herausgefilterten Antikör-per ist nicht mehr erforderlich
.. Spezifisches Verfahren
.. Nicht invasiv
Schutzrecht
Die Erfindung ist zum deutschen Patent angemeldet worden.
Angebot
Diese Innovation ist im Lizenzverfahren (exklusiv oder nicht-exklusiv) national und international nutzbar.
Lars Krüger
Innovationsmanager
PVA-MV AG
Gerhart-Hauptmann-Strasse 23
18055 Rostock
Germany
Tel.: +49 (0)381 4974743
Fax: +49 (0)381 4974749
Email: l.krueger@pva-mv.de

Lars Krüger | PVA-MV AG
Weitere Informationen:
http://www.pva-mv.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Technologieangebote:

nachricht Harnessing the Therapeutic Potential of RNA-Editing by Human ADARs
24.02.2017 | TechnologieAllianz e.V.

nachricht Asiatische Pflanze hilft gegen das Ebolavirus
20.02.2017 | TechnologieAllianz e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Technologieangebote >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie