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Studie verknüpft schlechte Noten und Schizophrenie

11.08.2008
Probleme in der Schule als einer von mehreren Faktoren

Schlechte Leistungen in der Schule können ein Hinweis darauf sein, dass ein Risiko besteht, dass es später im Leben zu einer Schizophrenie-Erkrankung kommen kann.

Wissenschaftler des King's College London und des Karolinska Institutet werteten die Daten von mehr als 90.000 zwischen 1973 und 1983 geborenen Kindern aus. Es zeigte sich, dass ein E bei einer der insgesamt 16 Prüfungen im Bereich der General Certificate of Secondary Education (GCSE) mit einer Verdopplung des Risikos in Zusammenhang stand. Diese Prüfungen werden von den 14- bis 16-Jährigen in den letzten zwei Schuljahren in England, Wales und Nordirland abgelegt.

Hilary Caprani, eine Sprecherin von Rethink widersprach diesem Argument damit, dass Schizophrenie viel häufiger bei besonders intelligenten Menschen auftrete. Details der Studie wurden in dem Fachmagazin Psychological Medicine http://journals.cambridge.org/action/displayJournal?jid=PSM veröffentlicht.

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Die Wissenschaftler konzentrierten sich auf schwedische Daten zu den Prüfungsergebnissen, die im Alter von 15 oder 16 Jahren abgelegt wurden. In einem nächsten Schritt überprüften sie die Daten der Krankenhäuser zu Patienten mit psychotischen Erkrankungen, die nach dem 17. Lebensjahr eingeliefert wurden. Schweden verfügt über umfangreiche nationale Register, die jedem Menschen einen eigenen Code zur Identifikation zuordnen.

Aus diesem Grund war es auch möglich die gewonnenen Daten zu vergleichen. Das allgemeine Risiko im Laufe des Lebens an Schizophrenie zu erkranken, liegt laut BBC bei sieben pro 100.000. Das Team um den Psychologen James MacCabe wies nach, dass jene mit den schlechtesten Noten allgemein über ein vier Mal so hohes Risiko verfügten als Erwachsene zu erkranken. Frühere Studien haben nachgewiesen, dass es einen Zusammenhang zwischen Schizophrenie und frühen Lern-und Verständnisproblemen gibt.

Die Forscher räumen jedoch auch ein, dass auch andere Faktoren eine Rolle spielen dürften. So betont auch MacCabe, dass das Abschneiden in der Schule nicht einfach als Nachweis der Intelligenz eines Menschen angesehen werden kann. Zusätzlich könnten seltene Anwesenheit, ein schwieriges Verhältnis zu Bildung, Probleme mit Gedächtnis und Aufmerksamkeit sowie Ordnung, Kreativität, Fleiß und soziale Kompetenz ebenfalls von Bedeutung sein. Ein schlechtes Abschneiden in der Schule sei daher nicht einfach eine Ursache für Schizophrenie, sondern viel eher ein Hinweis darauf, dass bereits einige Jahre vor der Diagnose etwas nicht in Ordnung gewesen ist.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.iop.kcl.ac.uk
http://ki.se
http://www.rethink.org

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