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Schlaganfall: Stammzellen-Therapie vor Durchbruch

02.09.2011
Hoffnung auf Wiederherstellung von geschädigten Hirnarealen

Die weltweit erste klinische Studie zur Behandlung von Schlaganfällen mit Stammzellen des Gehirns geht in die nächste Phase.


Gehirn-Scan: Stammzellen-Tests gehen weiter (Foto: pixelio.de, Dieter Schütz)

Eine unabhängige Beurteilung der ersten drei Patienten, denen im Southern General Hospital Stammzellen ins Gehirn injiziert wurden, ergab keine negativen Auswirkungen. Diese Beurteilung macht den Weg frei für weitere Tests. Ziel ist es, einen neuen Behandlungsansatz für Schlaganfälle zu finden. Es besteht Hoffnung, dass die Stammzellen das geschädigte Gehirngewebe wiederherstellen.

Keine Föten mehr eingesetzt
Laut dem leitenden Forscher Keith Muir von der University of Glasgow sind die Ergebnisse zufriedenstellend, schreibt die BBC. "Wir müssen sicherstellen, dass dieser Behandlungsansatz sicher ist, bevor wir seine genauen Auswirkungen erforschen können." Im vergangenen Jahr wurde als erster Testpatient ein älterer Mann behandelt. In der Zwischenzeit sind zwei weitere Patienten dazugekommen. Diese Patienten haben nur sehr geringe Mengen der Stammzellen erhalten.

Im Laufe des kommenden Jahres sollen bis zu neun weitere Patienten immer größere Mengen der Stammzellen injiziert bekommen. Zusätzlich soll die klinische Studie dazu genutzt werden um festzustellen, wie die Wirksamkeit bei weiteren und größeren Studien zu beurteilen ist. Diese Studien werden frühestens in 18 Monaten beginnen.

Kritiker bemängeln, dass ursprünglich Gehirnzellen eines Fötus eingesetzt wurden, um die für die Behandlung notwendigen Stammzellen herzustellen. Michael Hunt, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens ReNeuron http://reneuron.com , betont, dass keine Föten mehr eingesetzt werden.

Klinische Behandlung dauert noch
Weltweit werden immer mehr klinische Studien mit Stammzellen durchgeführt. 2010 startete das amerikanische Unternehmen Geron http://geron.com eine klinische Studie zur Entwicklung eines neuen Behandlungsansatzes bei Lähmungen. Es ist jedoch davon auszugehen, dass es noch viele Jahre dauern wird, bis diese Behandlungsansätze wirklich für den klinischen Einsatz zur Verfügung stehen. Laut Hunt ist damit frühestens in fünf Jahren zu rechnen. Der Stroke Association http://stroke.org.uk zufolge sterben allein in Großbritannien jährlich rund 67.000 Menschen an den Folgen eines Schlaganfalls.

Michaela Monschein | pressetext.redaktion
Weitere Informationen:
http://nhsggc.org.uk
http://gla.ac.uk

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