Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gesünderes Leben wirkt gegen altersbedingte Zellschäden

16.09.2008
Telomerase-Werte können sich positiv auf Telomere auswirken

Mehr körperliche Bewegung und gesundes Essen erhöhen offenbar die Werte eines Enzyms, das entscheidend für den Schutz vor altersbedingten Zellschäden sein kann. Wissenschaftler des Preventive Medicine Research Institute ersuchten 24 Männer, gesund zu leben.

Durchschnittlich erhöhten sich die Telomerase-Werte in der Folge um 29 Prozent. Telomerase repariert und verlängert die Telomere, die die Enden der Chromosome abschließen und auch schützen. Wenn Menschen älter werden, verkürzen sich die Telomere und die Zellen werden anfälliger für das Absterben. Beschädigung und Absterben von Zellen haben Alterung und Krankheiten zur Folge. Details der Studie wurden in The Lancet Oncology veröffentlicht.

Faktoren wie Rauchen, Fettsucht und ein sitzender Lebensstil werden mit Telomeren in Verbingung gebracht, die kürzer als der normale Durchschnitt sind. Dean Ornish wollte gemeinsam mit seinem Team herausfinden, ob Verbesserungen in der Ernährung und im Lebensstil einen gegenteiligen Effekt haben könnten.

Sie ersuchten 30 Männer, die alle über ein geringes Prostatakrebs-Risiko verfügten, an einem dreimonatigen Test teilzunehmen. Der bestand aus einer Ernährung, die reich an Obst und Gemüse war, der Einnahme von Vitaminpräparaten und Fischölkapseln, einem Sportprogramm, Kursen in Stressmanagement, Entspannungstechniken und Atemübungen. Die Telomerase-Aktivität wurde zu Beginn und am Ende der Studie gemessen.

Bei den 24 Männern mit für die Analyse ausreichenden Daten, verbesserten sich die Werte um durchschnittlich 29 Prozent. Damit in Zusammenhang stand ein Rückgang des schlechten LDL-Cholesterin und einem Stress-Marker, dem Gefangensein in den eigenen Gedanken. Laut den Wissenschaftlern ist es zu früh um zu sagen, ob die Verbesserung der Telomerase-Werte auch zu einer Verlängerung der Länge der Telomere führen wird. Es gibt jedoch laut BBC Hinweise darauf, das die Kürze der Telomere und eine geringe Telomerase-Aktivität wichtige Risikofaktoren bei Krebs und kardiovaskolären Erkrankungen sein dürften.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.pmri.org

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

nachricht Entrepreneurship-Studie: Großes Potential für Unternehmensgründungen in Deutschland
15.09.2017 | Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Im Focus: Hochautomatisiertes Fahren bei Schnee und Regen: Robuste Warnehmung dank intelligentem Sensormix

Schlechte Sichtverhältnisse bei Regen oder Schnellfall sind für Menschen und hochautomatisierte Fahrzeuge eine große Herausforderung. Im europäischen Projekt RobustSENSE haben die Forscher von Fraunhofer FOKUS mit 14 Partnern, darunter die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH, in den vergangenen zwei Jahren eine Softwareplattform entwickelt, auf der verschiedene Sensordaten von Kamera, Laser, Radar und weitere Informationen wie Wetterdaten kombiniert werden. Ziel ist, eine robuste und zuverlässige Wahrnehmung der Straßensituation unabhängig von der Komplexität und der Sichtverhältnisse zu gewährleisten. Nach der virtuellen Erprobung des Systems erfolgt nun der Praxistest, unter anderem auf dem Berliner Testfeld für hochautomatisiertes Fahren.

Starker Schneefall, ein Ball rollt auf die Fahrbahn: Selbst ein Mensch kann mitunter nicht schnell genug erkennen, ob dies ein gefährlicher Gegenstand oder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

23. Baltic Sea Forum am 11. und 12. Oktober nimmt Wirtschaftspartner Finnland in den Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

6. Stralsunder IT-Sicherheitskonferenz im Zeichen von Smart Home

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

OLED auf hauchdünnem Edelstahl

21.09.2017 | Messenachrichten

Weniger (Flug-)Lärm dank Mathematik

21.09.2017 | Physik Astronomie

In Zeiten des Klimawandels: Was die Farbe eines Sees über seinen Zustand verrät

21.09.2017 | Geowissenschaften