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Deutschland profitiert von Zuwanderern – Kontakte gehören zur Normalität

04.10.2010
Mehr als zwei Drittel der Bevölkerung machen positive Erfahrungen mit Zuwanderern

Welche Erfahrungen machen die Menschen im Alltag mit Zuwanderern? Wo begegnen sie sich? Welche Vor- und Nachteile erwartet die Bevölkerung von den Zuwanderern für Deutschland? Eine repräsentative Umfrage der Bertelsmann Stiftung belegt: Bei mehr als zwei Drittel der Befragten überwiegen positive persönliche Erfahrungen. Die meisten – 76 Prozent – sind überzeugt, dass Deutschland davon profitiert, wenn es sich für verschiedene Kulturen öffnet. 72 Prozent sehen die Mehrsprachigkeit als größten Gewinn an für unser Land.

Direkte Kontakte zu Zuwanderern haben die Befragten mehrmals im Monat. Alltägliche Kontakte beispielsweise beim Einkaufen und Essengehen (56 Prozent) oder bei der Arbeit (43 Prozent) stehen dabei im Mittelpunkt. Man begegnet sich eher in der Nachbarschaft (39 Prozent) oder im Freundeskreis (34 Prozent) als im Verein (20 Prozent).

Die überwiegende Mehrzahl der persönlichen Erfahrungen mit Zuwanderern zeigt: Das Zusammenleben ist in vielen Bereichen völlig normal und wird als positiv angesehen. 68 Prozent der Befragten haben insgesamt gute Erfahrungen mit Zuwanderern in Deutschland gemacht. Das spiegelt sich auch in den Kommentaren der Befragten: Hier werden wiederholt die Gastfreundschaft, die Nachbarschaftshilfe oder auch die Strebsamkeit der Zuwanderer bei der Arbeit und in der Schule hervorgehoben.

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Bemerkenswert ist, dass fast die Hälfte der Befragten (48 Prozent) die Förderungen von Kindern aus Zuwanderer-Familien in der Schule für nicht ausreichend hält. Förderungsbedarf im Kindergarten sehen immerhin 42 Prozent.

Mit ihrem Schulwettbewerb „Alle Kids sind VIPs“ unterstützt die Bertelsmann Stiftung bundesweit Projekte, die den Integrationsprozess an Schulen fördern. Dabei setzt sie auf prominente Botschafter mit Migrationshintergrund wie den Fußball-Nationalspieler Mario Gomez, den Comedian Bülent Ceylan, die Schauspielerin Susan Sideropoulos oder die Sängerin Jenniffer Kae, die als Vorbilder für gelungene Integration den Zuwanderer-Kindern Mut machen.

Die Umfrage wurde von TNS Emnid im Auftrag der Bertelsmann Stiftung am 1. und 2. September 2010 als telefonische Befragung durchgeführt. Grundgesamtheit war die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland ab 14 Jahren. 1001 Personen wurden befragt.

Rückfragen an: Johanna Braun, Telefon: 0 52 41 /81-81125
E-Mail: johanna.braun@bertelsmann-stiftung.de

Ute Friedrich | idw
Weitere Informationen:
http://www.bertelsmann-stiftung.de
http://www.allekidssindvips.de

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