Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Dritte Mobinet-Studie / Zu Handys, Internet und M-Commerce

26.10.2001


SMS - auch attraktiv für "Alte"

... mehr zu:
»Commerce »Handy »Mobinet »SMS

Es ist mehr als ein Hobby europäischer und insbesondere deutscher Jugendlicher: Das frenetische Versenden von SMS-Nachrichten. Doch nun mischen auch über 35-jährige mit. Seit der letzten A.T. Kearney Studie im Januar 2001 wuchs diese Nutzungsform des Mobiltelefons insgesamt am stärksten im Segment der besonders kaufkräftigen Nutzer zwischen 35 und 45 Jahren.

Denn: Mobilfunkflaute hin oder her, es kommt Bewegung in einen Markt, der künftig außer Kommunikation wirkliche Mehrwertdienste bieten wird. Kein Wunder, kommt auch das Geschäft mit Internet-fähigen Handys allmählich in Gang. So hat sich die Zahl der verkauften Handys mit Internet-Zugang seit Durchführung der letzten Studie verdoppelt. Besonders stark war das Wachstum dabei in Deutschland mit 36 und Japan mit 55 Prozent.


Die Nutzung von SMS legt bei allen Altersgruppen um zehn Prozent zu. Am stärksten ist das Wachstum in der Gruppe zwischen 35 und 54 Jahren: glatte zwanzig Prozent. Im Segment ab 55 stieg die Nutzung um vierzehn Prozent.

Martin Sonnenschein, Vice President bei A.T. Kearney, zu dieser Entwicklung: "Wenn man die Nutzung von SMS-Diensten als ersten Schritt in Richtung mobile Commerce betrachtet, ist dieses Ergebnis äußerst ermutigend: Hier könnte die Entwicklung wie bei der Nutzung von E-Mail sein, die viele Anwender allmählich an das Internet heranführte."

Auch in den USA, Nachzügler in Sachen Mobilfunk aufgrund der Vorherrschaft analoger Netze, stieg die Nutzung von SMS von acht auf zwölf Prozent. Immerhin dreißig Prozent der Befragten signalisierten starkes Interesse am Versand von SMS, wobei das Interesse auf Seiten der Nutzer mit Internet-fähigen Handys am stärksten war.

Die größte Zahl der Nutzer von E-Mail findet sich im Alterssegment zwischen 45 und 54. Der größte Wachstumssprung war bei Nutzern über 65 zu verzeichnen. Die fleißigsten Verfasser von E-Mails finden sich in Deutschland und Japan. Vor allem japanische Nutzer haben großes Interesse an E-Mail-Nutzung über das Handy.

In puncto Inhalte sind vor allem Nachrichten, Börsenkurse und Wettermeldungen gefragt. Während japanische Nutzer großes Interesse an Content hegen, müssen europäische User erst noch an diese Nutzungsart herangeführt werden. "Das ist nicht weiter verwunderlich", kommentiert Sonnenschein, "NTT-Docomo bietet bereits heute ein breites Angebot, während der Nutzen von WAP vielen Usern nicht bekannt ist." Doch es gibt auch positive Beispiele aus Europa. In Italien hat TIM, der größte Mobilfunkanbieter der Halbinsel, bereits eine Million Abonnenten für diese Dienste, die entweder für das Abo bezahlen oder Werbe-SMS akzeptieren. Sonnenschein: "Der Markt experimentiert noch mit verschiedenen Preismodellen."

Stichwort mobile Commerce: Insgesamt hat sich der Umsatz verdreifacht, liegt jedoch immer noch bei lediglich zwei Prozent. Die schlechte Nachricht: gegenüber der letzten Studie, in der bereits ein starker Rückgang zu verzeichnen war, hat sich das Kaufinteresse noch einmal von zwölf auf vier Prozent verringert. Führend ist hier die Altersgruppe zwischen 24 und 35. Den höchsten Anteil am mobile Commerce äußern derzeit deutsche Handy-User. Hier tätigen bereits sieben Prozent der Nutzer mit Internet-fähigem Handy per Mobilfunk Einkäufe. Acht Prozent der deutschen Befragten wollen in Zukunft über das Handy einkaufen. "Da

s Wachstum in diesem Segment ist vor allem im Hinblick auf mobile Commerce interessant", so Sonnenschein. Und es kommt darauf an, diese Dienste intelligent zu nutzen. So versendet der britische Versicherungskonzern Direct Line SMS-Messages an Kunden, deren Policen zur Verlängerung anstehen. Am Ende der SMS findet der Kunde die Telefonnummer seines Kundenberaters, den er dann direkt anrufen kann, um die Police zu verlängern.

Die Mobinet-Studie

Alle sechs Monate führen die Unternehmensberatung A.T. Kearney und die Business School Cambridge die so genannte Mobinet-Studie durch. 2400 Handy-Nutzer in Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Japan und den USA werden dabei jeweils zu ihren Gewohnheiten in puncto Handy-Nutzung befragt. Mobinet 1 wurde im Juli 2000, Mobinet 2 im Januar 2001 und Mobinet 3 im Juli 2001 durchgeführt.

Die vollständige Studie können Sie im Internet unter http://www.atkearney.de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen.html abrufen oder in der A.T. Kearney Pressestelle anfordern (Tel. 0211 / 1377 - 671).

Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: Marion M. Sommerwerck, A.T. Kearney, Tel.: 0211/1377 679 Telefax: 0211/1377 990, marion.sommerwerck@atkearney.com

Marion M. Sommerwerck | ots
Weitere Informationen:
http://www.atkearney.de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen.html

Weitere Berichte zu: Commerce Handy Mobinet SMS

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Erste großangelegte Genomstudie prähistorischer Skelette aus Afrika
27.09.2017 | Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte / Max Planck Institute for the Science of Human History

nachricht Wie gesund werden wir alt?
18.09.2017 | Medizinische Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit lernen und arbeiten: Rund 80 neue Nachwuchskräfte in der Friedhelm Loh Group

23.10.2017 | Unternehmensmeldung

50-jähriges Jubiläum bei der JULABO GmbH

23.10.2017 | Unternehmensmeldung

DATEV eG beauftragt tisoware

23.10.2017 | Unternehmensmeldung