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In der Unterhaltungselektronik entsteht ein Milliardenmarkt

31.05.2005


Networked Home Entertainment wächst jährlich um rund 5 Prozent auf 35 Mrd. in 2010 / Medienunternehmen, Endgerätehersteller und Telekommunikationsanbieter müssen kooperieren / "First Mover" profitieren

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Der Unterhaltungselektronikmarkt in Deutschland steht vor einer fundamentalen Neudefinition. "Networked Home Entertainment" wird mit rund 5 Prozent jährlich von 25 Mrd. Euro auf 35 Mrd. Euro in 2010 wachsen. Das ist das Ergebnis einer Analyse der internationalen Management- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton. Die Verbindung aus Inhalte- und Kommunikationsdiensten sowie Endgeräten für Privatkunden umfasst das Gesamtportfolio aus Kabelanschluss, DSL-Leitung, Premiere-Abonnement, Media Gateway, Heimserver, Flachbildfernseher und Spielekonsolen. Das größte Wachstumspotenzial geht dabei von Anwendungen wie Video, Musik und Spiele aus. Sie vereinigen bislang mit rund 2 Mrd. Euro nur einen Bruchteil des Marktes auf sich, werden aber mit 25 Prozent pro Jahr am stärksten wachsen. Das wiederum wird vermehrte Kooperationen zwischen den Marktteilnehmern zur Folge haben.

Kundenakzeptanz ist vorhanden


Treiber sind neue Mediendienste, die auf der Verbindung von Transport- und Heimnetzen beruhen. Dabei kann es sich beispielsweise um Video- oder Music-"on demand"-Dienste handeln, bei denen Inhalte nach Bedarf vom Anbieter abgerufen und an unterschiedlichen Endgeräten im Heimnetz (beispielsweise PC, Stereoanlage, iPod, Fernsehbildschirm) empfangen werden können. Wie sich dieser milliardenschwere Markt auf Medienunternehmen, Endgeräte- und Softwarehersteller sowie Telekommunikations- und Kabelbetreiber verteilt, hängt stark von den Partnerschaften ab, die die Diensteanbieter für den Zugriff auf den Kunden miteinander eingehen müssen.

Noch behindert in Deutschland die mangelnde Kompatibilität der einzelnen Komponenten und das Fehlen von "Ende-zu-Ende" integrierten Diensten das Entstehen einer vernetzten Medien- und Kommunikationswelt, obwohl eine hohe Kundenakzeptanz bereits vorhanden ist. Nutzer können beispielsweise ganz bequem von der Couch aus über ein Endgerät Fernsehsendungen aufzeichnen, Filme bestellen, Musik aussuchen und kaufen. Der US-Anbieter Tivo hat aufgezeigt, wie mit der Verknüpfung von Hardware-Box mit Abo-Dienst binnen weniger Jahre Marktstrukturen verändert werden können. Tivo setzt mittlerweile mit mehr als drei Millionen Kunden über 170 Mio. Euro jährlich um und gewinnt über eine halbe Million neue Kunden pro Quartal dazu. Thomas Künstner, der für Medien verantwortliche Geschäftsführer bei Booz Allen Hamilton: "Die Umsetzung scheitert momentan in Deutschland noch an der Komplexität der Dienste. Nur wenige Kunden haben Zeit und Lust, die jeweils geeigneten Endgeräte, Verbindungsleitungen und Inhalte selbst zu kombinieren."

Branchenübergreifende Kooperationen beeinflussen den Markterfolg

Bislang hat keiner der beteiligten Marktteilnehmer allein die Kraft, diese Hürden zu überwinden. In absehbarer Zeit werden sich daher branchenübergreifende Kooperationen herausbilden müssen, denn die Herausforderungen sind vielfältig. Die Unterhaltungselektronik-Industrie muss bezahlbare Endgeräte, direkte Kundenzugänge, tragfähige Geschäftsmodelle, attraktive Inhalte sowie eine echte "plug & play"-Installation und den Betrieb sicherstellen.

Daher werden die Chancen des neuen konvergenten "Networked Home Entertainment"-Marktes bisher vor allem von neuen Marktteilnehmern entwickelt. In der nächsten Entwicklungsstufe erwartet Booz Allen Hamilton sowohl verstärkte Kooperationen als auch die weitere Konsolidierung. "First Mover", die den Markt mit innovativen Diensten entwickeln, werden profitieren. Viele der langsamen Anbieter, die allein nicht die Kraft zur Produktentwicklung haben oder sich Innovationen nicht mit sektorübergreifenden Kooperationen erschließen, werden in den nächsten Jahren vom Markt verschwinden.

Mit rund 16.600 Mitarbeitern und Büros auf sechs Kontinenten zählt Booz Allen Hamilton zu den weltweit führenden Management- und Technologieberatungen. Das Unternehmen befindet sich im Besitz seiner 250 aktiven Partner. Sechs Büros sind im deutschsprachigen Raum: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, München, Wien und Zürich. Im vergangenen Geschäftsjahr belief sich der Umsatz weltweit auf 3,3 Mrd. US$, im deutschsprachigen Raum auf 190 Mio. Euro.

Sabine Reihle | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.boozallen.de

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