Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Einflussfaktoren auf Entwicklung von Hyperaktivitätsstörungen

31.05.2005


Teilnehmer für wissenschaftliche Studie gesucht


Die Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitäts-Störung (Attention Deficit Hyperactivity Disorder - ADHD) bezeichnet ein klinisches Störungsbild, das primär durch erhebliche Beeinträchtigungen der Konzentration und der Daueraufmerksamkeit, Störungen der Impulskontrolle sowie durch eine Störung der motorischen Hyperaktivität oder durch innere Unruhe gekennzeichnet ist. Mit einer Häufigkeit zwischen 4 % bis 6% im Alter zwischen 6 und 18 Jahren ist ADHD eines der häufigsten chronisch verlaufenden Krankheitsbilder bei Kindern und Jugendlichen. Mit diesem Krankheitsbild beschäftigt sich jetzt eine große wissenschaftliche Studie in der Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie am Dr. von Haunerschen Kinderspital. Thema des Forschungsprojekts, das insgesamt 300 Kinder einbeziehen will, ist der Einfluss von traumatischen Erfahrungen der Eltern und des Kindes auf die Entwicklung von Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörungen. Bisherige Studien weisen auf eine genetische Komponente für die Entstehung von Problemen im Bereich der Aufmerksamkeitsstörung hin. Dabei spielen umweltbedingte Faktoren auch eine ganz wichtige Rolle. "Wir wollen untersuchen, in wieweit ungelöste und unverarbeitete Traumata wie Frühgeburt, Todesfälle in der Familie, Misshandlung, Krankenhausaufenthalte und das Bindungsverhalten des Kindes gegenüber Mutter bzw. Vater in einem Zusammenhang mit der Entstehung der ADHD-Symptomatik stehen könnten", erklärt Studienleiter Dr. Karl-Heinz Brisch. "Die Ergebnisse dieser Untersuchung sind wichtig, um eventuelle Einflussfaktoren auf die Entstehung von ADHD herauszufiltern". Die Ergebnisse hätten unmittelbar Auswirkungen auf die Früherkennung von Risikopersonen und ihre vorbeugende Behandlung.

Für diese Studien suchen Dr. Brisch und sein Team noch Jungen von 4 bis 7 Jahren mit einem Elternteil. Der Profit für die Teilnehmer: "Wir führen eine ausführliche entwicklungspsychologische Untersuchung des Kindes inklusive einer Intelligenztestung durch, untersuchen die Bindungsqualität zwischen Eltern und Kindern und stellen bzw. überprüfen die Diagnose", sagt Dr. Brisch. Außerdem haben Eltern die Gelegenheit im Rahmen eines Abschlussgesprächs mit einem der Ärzte/Psychologen über die Ergebnisse zu diskutieren, auf evtl. Auffälligkeiten aufmerksam gemacht zu werden und Empfehlung für Therapiemöglichkeiten zu erhalten. Ein weiterer Vorteil ist eine relativ neue Art Entspannungstherapie, nämlich Musiktherapie, die eine Musiktherapeutin der Klinik den ADHD betroffenen Kindern anbietet. Hierbei sollen sich betroffene Kinder durch das Hören und Fühlen der Schwingungen von Musik rascher entspannen und in einen Zustand der konzentrativen Aufmerksamkeit kommen. Die bisherigen Ergebnisse sind erfolgversprechend".


Der Zeitaufwand für die Familien ist überschaubar: Die Untersuchung wird einmalig vormittags zwischen 9.00 und 12.30 Uhr stattfinden.
Die im Rahmen dieser Studie erhobenen Befunde und persönlichen Daten werden aus-schließlich zum Zweck der Durchführung der Studie und nur in anonymisierter Form gespeichert und ausgewertet. Alle Angaben unterliegen der Schweigepflicht.
Eltern können sich mit ihren Kindern direkt im Sekretariat der Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie melden.

Anmeldung zur Studie:
Roswitha Schmid (Sekretariat)
Tel. 089-5160-3709
Fax 089-5160-4730
email: roschmid@med.uni-muenchen.de.

Für weitere Informationen und Fragen stehen Brisch und sein Team jederzeit zur Verfügung.
Weitere Infos bei:
Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie
Kinderklinik und Kinderpoliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital
Tel. 089-5160-3709
email: Karl-Heinz.Brisch@med.uni-muenchen.de
oder Nevena.Vuksanovic@med.uni-muenchen.de

S. Nicole Bongard | idw
Weitere Informationen:
http://www.med.uni-muenchen.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Personalisierte Medizin – Ein Schlüsselbegriff mit neuer Zukunftsperspektive
14.07.2017 | Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik e.V.

nachricht Enterprise 2.0 ist weiterhin bedeutendes Thema in Unternehmen
03.07.2017 | Hochschule RheinMain

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Im Focus: Das Proton präzise gewogen

Wie schwer ist ein Proton? Auf dem Weg zur möglichst exakten Kenntnis dieser fundamentalen Konstanten ist jetzt Wissenschaftlern aus Deutschland und Japan ein wichtiger Schritt gelungen. Mit Präzisionsmessungen an einem einzelnen Proton konnten sie nicht nur die Genauigkeit um einen Faktor drei verbessern, sondern auch den bisherigen Wert korrigieren.

Die Masse eines einzelnen Protons noch genauer zu bestimmen – das machen die Physiker um Klaus Blaum und Sven Sturm vom Max-Planck-Institut für Kernphysik in...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

Technologietag der Fraunhofer-Allianz Big Data: Know-how für die Industrie 4.0

18.07.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - September 2017

17.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

1,4 Millionen Euro für Forschungsprojekte im Industrie 4.0-Kontext

20.07.2017 | Förderungen Preise

Von photonischen Nanoantennen zu besseren Spielekonsolen

20.07.2017 | Physik Astronomie

Bildgebung von entstehendem Narbengewebe

20.07.2017 | Biowissenschaften Chemie