Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Signifikantes Wachstum für Mobiles Instant Messaging erwartet

27.04.2005


Der europäische Markt für Mobiles Instant Messaging (MIM)



Mobiles Instant-Messaging (MIM) ist das aktuellste, Mehrwert schaffende Service-Angebot der Handy-Industrie. Es erlaubt Nutzern, Instant Messaging-Gesprächskommunikation in Echtzeit zu führen. Dabei wird insbesondere die so genannte Presence Information – Auskunft über Aufenthaltsort und Erreichbarkeit der Kontaktperson - eine Schlüsselrolle spielen, um MIM in Westeuropa populär zu machen.

... mehr zu:
»Instant »Kontaktperson »MIM »Messaging »Presence


Derzeit sind MIM-Services eher auf den öffentlichen Sektor fokussiert, doch laut Frost & Sullivan Analyst Luke Thomas werden diese künftig sehr warscheinlich auch in Unternehmen angewendet werden. Er schätzt, dass der MIM-Markt in Westeuropa im Jahr 2005 Umsätze in Höhe von 24,4 Millionen Euro generieren wird. Bei einer durchschnittlichen Wachstumsrate (CAGR) von 131 Prozent pro Jahr sollen die Umsätze auf 1,6 Milliarden Euro im Jahr 2010 ansteigen.

Presence Information fördert MIM-Nutzung

„Presence Information kann emotionaler Auslöser und damit Hauptantriebskraft für die Nutzung von Instant Messaging Services sein“, erklärt Thomas. „Unter anderem wird dabei auch die beste, vom Nutzer bevorzugte Form des Kontakts angezeigt und so der Kommunikationsumfang vergrößert.“

Da die Gesprächsumsätze von Mobiltelefonen infolge von Tarifsenkungen einerseits und attraktiven Alternativen wie dem so genannten „Voice over Internet Protocol“ (VoIP) andererseits zunehmend stagnieren, sollen die neuen Presence-Fähigkeiten von MIM die Umsätze der Branche ankurbeln.

Dagegen sind einige Mobilfunkbetreiber der Meinung, dass MIM langfristig die Voice- und SMS-Einnahmen ausschlachten wird. Dies wird laut Thomas allerdings sehr wahrscheinlich nicht geschehen, zumal die Presence-Funktion den Empfänger befähigt, eine Anwendungsmöglichkeit nur bei Bedarf in Anspruch zu nehmen.

Nachrichtenempfänger können Aktion bestimmen

Ein Beispiel dazu: Der Handy-Nutzer sieht per Presence Information, dass sich die Kontaktperson in einem Meeting befindet. Anstatt anzurufen, kann der Nutzer eine Instant Message senden und die Kontaktperson bitten zurückzurufen, sobald diese Zeit hat. Damit bleibt dem Empfänger die Wahl, zurückzurufen; sollte dieser sich dafür entscheiden, führt das zu einem so genannten “positiven” Rückruf, wobei ein gewünschtes und kein aufgezwungenes Gespräch geführt wird.

Mehr als neue Technologien und Möglichkeiten zählt dabei die Bedienungsfreundlichkeit des Service. Für Mobilfunkbetreiber, die einen langfristigen Markterfolg anstreben, bedeutet das, mehr zu offerieren als die bloße Presence-Funktion.

„Es müssen größere Anstrengungen unternommen werden mit dem Ziel, bedienungsfreundliche Schnittstellen zum Kunden zu schaffen, die sich effektiv mit den Eigenschaften der Handsets integrieren lassen und damit die Erwartungen der Kunden übertreffen“, stellt Thomas fest.

MIM avanciert zum festen Bestandteil aller Messaging-Anwendungen

Dem Frost & Sullivan Analysten zufolge wird MIM in naher Zukunft als fester Bestandteil in alle Messaging-Anwendungen integriert sein. Aus diesem Grund ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Betreiber die Presence Information der verschiedenen mobilen Anwendungen in einem gemeinsamen Adressbuch unterbringen anstatt eine separate Kontaktliste für jede Anwendung zu führen.

Dabei wird ein zentralisierter so genannter Presence-Server den Nutzern erlauben, die Informationen zu jeder Kontaktperson im Telefonbuch zu betrachten, unabhängig von Mobilnetzen oder Betreibern. Zudem wird die Presence Information für alle Multimedia-Anwendungen angezeigt werden und so den Netzwerkverkehr, der aus der Aktualisierung von Anwesenheitsdaten resultiert, verringern.

Neue Protokoll-Standards gefragt

Mit dem gegenwärtigen Protokoll-Standard allerdings ist die Integration der Presence-Informationen aller Multimedia-Anwendungen in einem gemeinsamen Adressbuch nicht realisierbar. Die “Open Mobile Alliance” (OMA), die sich der Förderung des globalen Einsatzes von mobilen Datenservices verschreiben hat, hat sich dieses Problems angenommen. Die Organisation hat das so genannte “Session Initiated Protocol” (SIP) sowie “Session Initiation Protocol for Instant Messaging and Presence Leveraging Extensions” (SIMPLE) in seinen Standard integriert.

Über die Presence Information-Funktion hinaus werden Dienstleistungen wie Mobile Gaming ebenfalls einen Mehrwert zum mobilen Instant Messaging schaffen. So werden Anrufe von MIM-Kontaktlisten, nahtloses Wechseln zwischen verschiedenen Multimedia-Kommunikationsformen, Dateitransfers, Suchmaschinenoptionen, Musik-Downloads, Video-Streaming und andere spezielle Funktionen die Nutzung von MIM in Zukunft fördern.

Janina Hillgrub | Frost & Sullivan
Weitere Informationen:
http://www.frost.com
http://telecom.frost.com

Weitere Berichte zu: Instant Kontaktperson MIM Messaging Presence

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Klimawandel: ungeahnte Rolle der Bodenerosion
11.04.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Europaweite Studie zu „Smart Engineering“
30.03.2017 | IPH - Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Im Focus: Leichtbau serientauglich machen

Immer mehr Autobauer setzen auf Karosserieteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK). Dennoch müssen Fertigungs- und Reparaturkosten weiter gesenkt werden, um CFK kostengünstig nutzbar zu machen. Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) hat daher zusammen mit der Volkswagen AG und fünf weiteren Partnern im Projekt HolQueSt 3D Laserprozesse zum automatisierten Besäumen, Bohren und Reparieren von dreidimensionalen Bauteilen entwickelt.

Automatisiert ablaufende Bearbeitungsprozesse sind die Grundlage, um CFK-Bauteile endgültig in die Serienproduktion zu bringen. Ausgerichtet an einem...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

Jenaer Akustik-Tag: Belastende Geräusche minimieren - für den Schutz des Gehörs

27.04.2017 | Veranstaltungen

Ballungsräume Europas

26.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

VLC 200 GT von EMAG: Neue passgenaue Dreh-Schleif-Lösung für die Bearbeitung von Pkw-Getrieberädern

27.04.2017 | Maschinenbau

Induktive Lötprozesse von eldec: Schneller, präziser und sparsamer verlöten

27.04.2017 | Maschinenbau

Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

27.04.2017 | Informationstechnologie