Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Besonders kosteneffiziente Behandlung für Herzinsuffizienz-Patienten

11.09.2002


Neue Daten der Val-HeFT-Studie zeigen, dass Valsartan eine besonders kosteneffiziente Behandlung für Herzinsuffizienz-Patienten darstellt, die keine ACE-Hemmer einnehmen

Eine neue Studie, die beim Kongress 2002 der European Society of Cardiology (ESC) präsentiert wurde, zeigt, dass DiovanÒ (Valsartan), der Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARB) von Novartis, eine besonders kosteneffiziente Behandlung für Herzinsuffizienz-Patienten darstellt, die keine ACE-Hemmer (Angiotensin-Converting-Enzym-Hemmer) zu sich nehmen. Gestützt auf neue Daten aus der Val-HeFT-Studie (Valsartan Heart Failure Trial) wird gezeigt, dass die direkten Behandlungskosten für Herzinsuffizienz-Patienten, die Diovan zusammen mit anderen vom Arzt verschriebenen Medikamenten gegen Herzinsuffizienz, aber keine ACE-Hemmer einnahmen, im Durchschnitt um USD 929 niedriger waren. Die Studie wurde von Eric Velazquez, Dr. med. und Professor für Kardiologie am Duke University Medical Center in Durham, North Carolina, USA, vorgestellt.

Die Val-HeFT-Studie hatte bereits ergeben, dass Valsartan bei Patienten, die keine ACE-Hemmer erhalten, die Sterblichkeitsrate um 33 Prozent und die Krankenhausaufenthalte wegen Herzinsuffizienz um 57 Prozent verringert. Basierend auf diesen Ergebnissen wurde Valsartan vor kurzem in den USA als einzigen ARB für die Behandlung von Herzinssuffizienz-Patienten, die keine ACE-Hemmer vertragen, zugelassen. Die Behandlungsrichtlinien der ESC und anderer renommierter Organisationen empfehlen bereits die Verwendung von Angiotensin-II-Rezeptorblocker für diese Patientengruppe.

„Die Kosteneffektivität von Diovan bei Patienten mit Herzinsuffizienz, die keine ACE-Hemmer zu sich nehmen, hat wichtige Folgen für die klinische Praxis. Obwohl ACE-Hemmer einen bekannten Nutzen aufweisen, werden 54% der Herzinsuffizienz-Patienten wegen Nebenwirkungen oder aus anderen Gründen nicht mit diesen Medikamenten behandelt“ , berichtet Professor Velazquez.

Val-HeFT ist eine der größten je durchgeführten Studien über Herzinsuffizienz und schließt 5.010 Patienten aus 302 Zentren in 16 Ländern ein. Die Patienten erhielten zusätzlich zu der bereits vom Arzt verschriebenen Standardtherapie für Herzinsuffizienz nach dem Zufallsprinzip entweder Placebo oder Valsartan. Die der ESC vorgestellten neuen Daten basieren auf einer multinationalen Wirtschaftsanalyse, die während der ganzen Val-HeFT-Studie die Ressourcennutzung und die klinischen Ergebnisse der 366 Patienten untersucht wurde, die keine ACE-Hemmer als Teil der ihnen bei Beginn der Studie verschriebenen Therapie einnahmen. Die Beobachtungsdauer betrug im Durchschnitt 23 Monate. Die direkten medizinischen Kosten wurden basierend auf den verfügbarsten Angaben, den Unit Costs der 16 Länder, die an der Studie teilnahmen, errechnet.

Die Studie zeigt, dass Diovan für die Behandlung von Patienten mit Herzinsuffizienz, die keine ACE-Hemmer einnehmen, nicht nur wirksamer, sondern auch kostengünstiger als Placebo ist. Die Sterblichkeitsrate wurde wesentlich reduziert; gleichzeitig lagendie Kosten im untersuchten Zeitraum um durchschnittlich USD 929 niederiger [95% CI: -3.243 bis USD 1.533]. Insbesondere die Kosten der Hospitalisierungen wegen Herzinsuffizienz waren pro Patient um mehr als USD 2.000 niedriger.

Die Herzinsuffizienz ist heute weltweit die Herz-Kreislauf-Erkrankung mit der schnellsten Zuwachsrate und die häufigste Ursache für Krankenhauseinweisungen älterer Personen. Schätzungsweise 20 Millionen Menschen leiden weltweit an dieser schwerwiegenden Erkrankung. Allein in den USA werden die Behandlungskosten für Herzinsuffizienz auf über USD 50 Milliarden pro Jahr geschätzt.

„Die Val-HeFT-Studie zeigt, dass Diovan in der Behandlung der Herzinsuffizienz nicht nur einen sicheren und wirksamen Ersatz für die ACE-Hemmer darstellt, sondern auch eine Behandlungmöglichkeit mit wirtschaftlicher Attraktivität“ , erklärt Jörg Reinhardt, Leiter Entwicklung, Novartis Pharma AG. „Novartis untersucht auch die Kosteneffizienz von Diovan bei anderen Erkrankungen, wobei der Herz-Kreislauf-Bereich Bestandteil unseres großen laufenden klinischen Versuchsprogramms ist.“

Valsartan wird durch das weltweit umfangreichste klinische Studienprogramm mit einem ARB unterstützt. An diesem Programm nehmen über 40 000 Patienten teil; über 8 000 davon leiden an Diabetes Mellitus. Neben der Val-HeFT-Studie zählen zu den weiteren Studien, welche die Auswirkungen von Diovan über seine Indikation bei Hypertonie und Herzinsuffizienz hinaus untersuchen, die VALUE-Studie (Hochrisikopatienten mit Bluthochdruck), die VALIANT-Studie (Patienten nach akutem Myokardinfarkt) sowie die NAVIGATOR-Studie (Patienten mit verringerter Glukosetoleranz – auch als Prädiabetes bezeichnet – und mit hohem Risiko für Herzkreislaufstörungen).

Diovan ist in mehr als 80 Ländern als Medikament erster Wahl für die Behandlung von Bluthochdruck zugelassen. In den USA ist es auch für die Behandlung von Herzinsuffizienzpatienten zugelassen, die keine ACE-Hemmer vertragen. Es zählt zu den wachstumsstärksten unter den zehn führenden rezeptpflichtigen Marken-Antihypertonika. Schätzungsweise drei Millionen Patienten nehmen weltweit Diovan gegen Bluthochdruck ein.

Dr. Michaela Paudler-Debus | MEDIENMITTEILUNG
Weitere Informationen:
http://www.novartis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave
02.12.2016 | Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

nachricht Europaweite Studie zu Antibiotikaresistenzen in Krankenhäusern
18.11.2016 | Deutsches Zentrum für Infektionsforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie