Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Deutschland ist attraktivster Telekom-Markt Westeuropas

11.04.2008
Mobile Breitbandtechnik mutiert zum Hauptumsatztreiber

Mobile Breitbandtechnik wird in Europa in den nächsten vier Jahren bis zu 50 Prozent Marktdurchdringung erreichen und so im Telekommunikationsmarkt der Hauptumsatztreiber sein. Das sind die Ergebnisse einer aktuellen Studie von Arthur D. Little und Exane BNP Paribas.

Der deutsche Markt für Breitbanddienste wird im Festnetz und Mobilfunk im europäischen Vergleich überdurchschnittlich wachsen. Generell erwarten die Autoren bis 2012 ein jährliches Umsatzwachstum in Europa von 3,8 Prozent. Der Studie zufolge ist Deutschland der attraktivste Telekom-Markt in Westeuropa.

Mobilfunker müssten sich umstellen, meint E-Plus-Chef Thorsten Dirks zur Entwicklung des europäischen Marktes: "Die Mobilfunkunternehmen werden in fünf, sechs Jahren zu reinen Datentransporteuren", so Dirks gegenüber der Berliner Zeitung. Um konkurrenzfähig zu bleiben, plant E-Plus http://www.eplus.de hohe Investitionen in die Netze. "In diesem Jahr werden wir deshalb erstmals den Großteil unserer Netzinvestitionen im hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich für eine bessere UMTS-Versorgung ausgeben."

... mehr zu:
»Breitbandtechnik

Zufrieden zeigte sich Dirks mit der bisherigen Geschäftsstrategie. "Als wir vor fast drei Jahren die Ausrichtung der E-Plus-Gruppe grundlegend veränderten, haben viele gesagt: Der Dirks ist bekloppt. Die Einführung neuer Marken wie Base für Telefon-Flatrates oder des Discountanbieters Simyo, der Handy-Karten übers Internet vertreibt - wie kann der so etwas machen? Heute stelle ich fest: Wir wachsen nicht nur beim Umsatz, sondern auch bei der Profitabilität. Und alle haben uns kopiert. Aber wir werden nicht nachlassen bei der Einführung neuer Produkte."

Änderungsbedarf in der Strategie der Mobilfunk-Netzbetreiber sieht auch Andreas Dippelhofer, Mitglied der Geschäftsführung der Düsseldorfer acoreus AG http://www.acoreus.de : "Der Mobilfunkmarkt in Deutschland ist mittlerweile im Großen und Ganzen saturiert. Man kann vielleicht mehr Minuten generieren, doch die Anzahl der verkauften SIM-Karten kann nicht mehr signifikant steigen. Der Mobilfunkmarkt braucht stärkere, zielgruppengerechte Angebote und Vertriebskanäle, die auf bestimmte Zielgruppen ausgerichtet sind. Im Moment geht es bei den MVNO-Geschäftsmodellen jedoch in erster Linie darum, Discountangebote mit dem Fokus auf Prepaid zu etablieren.

Doch die an die Netzbetreiber gekoppelten Prepaid-Modelle zeigen zu starke Grenzen für eine eigene Service-Identität des Anbieters. Um nicht in der Prepaid-Sackgasse zu landen, muss über neue Geschäftsmodelle nachgedacht werden." Das erfordere dann auch eine unabhängige Plattform für Service und Abrechnung. "Communities und Social Networks zählen beispielsweise zu den noch nicht umfänglich erschlossenen Absatzwegen. Der Bedarf geht bei so einer hohen Penetration auf die Generierung von Mehrwerten", resümiert Dippelhofer.

Gunnar Sohn | pressetext.deutschland
Weitere Informationen:
http://www.adlittle.de
http://www.exane.com

Weitere Berichte zu: Breitbandtechnik

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Der Klang des Ozeans
12.01.2017 | Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung

nachricht Verstädterung wird 300.000 km2 fruchtbarsten Ackerlands verschlingen
27.12.2016 | Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Im Focus: Der Klang des Ozeans

Umfassende Langzeitstudie zur Geräuschkulisse im Südpolarmeer veröffentlicht

Fast drei Jahre lang haben AWI-Wissenschaftler mit Unterwasser-Mikrofonen in das Südpolarmeer hineingehorcht und einen „Chor“ aus Walen und Robben vernommen....

Im Focus: Wie man eine 80t schwere Betonschale aufbläst

An der TU Wien wurde eine Alternative zu teuren und aufwendigen Schalungen für Kuppelbauten entwickelt, die nun in einem Testbauwerk für die ÖBB-Infrastruktur umgesetzt wird.

Die Schalung für Kuppelbauten aus Beton ist normalerweise aufwändig und teuer. Eine mögliche kostengünstige und ressourcenschonende Alternative bietet die an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

Leipziger Biogas-Fachgespräch lädt zum "Branchengespräch Biogas2020+" nach Nossen

11.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weltweit erste Solarstraße in Frankreich eingeweiht

16.01.2017 | Energie und Elektrotechnik

Proteinforschung: Der Computer als Mikroskop

16.01.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis

16.01.2017 | Physik Astronomie