Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Draht raus oder rein? Wie Knochenbrüche bei Kindern am besten versorgt werden

11.04.2008
Klinische Studie in der Kinderchirurgie der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg vergleicht zwei Methoden zur Fixierung von Knochenbrüchen / Förderung durch Else Kröner-Fresenius-Stiftung

Draht raus oder rein? Für die Stabilisierung von Knochenbrüchen mit einem Draht gibt es zwei Techniken; welche die besseren Ergebnisse bringt, ist bislang nicht bekannt. Eine klinische Studie in der Kinderchirurgie der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg soll nun eine wissenschaftlich fundierte Entscheidungshilfe an die Hand geben. Sie wird von der Else Kröner-Fresenius-Stiftung mit 25.000 Euro gefördert.

Bestimmte Knochenbrüche, z.B. von Handgelenk und Ellenbogen, werden mit so genannten Kirschnerdrähten versorgt. Dabei bohrt der Chirurg einen Metalldraht in das abgebrochene Knochenfragment und fixiert es am gesunden Knochen. Die Enden des Kirschnerdrahtes, die unter der Haut bleiben, werden nach wenigen Wochen unter Vollnarkose wieder entfernt.

Als zweite Therapieoption besteht die Möglichkeit, die Drahtenden aus der Haut heraus stehen zu lassen und mit einem Verband abzudecken. Nach wenigen Wochen werden die Drahtenden ohne Narkose ambulant entfernt. "Bei dieser Methode wird von einigen Medizinern ein erhöhtes Infektionsrisiko angenommen, ohne dass dafür gesicherte Daten bei Kindern und Jugendlichen vorliegen", sagt Dr. Markus Kessler, Oberarzt der Sektion Kinderchirurgie der Chirurgischen Universitätsklinik Heidelberg und Leiter der Studie.

Unnötige Narkosen und Klinikaufenthalte ersparen bzw. Infektionsrisiko ausschließen

"Mit unserer Studie können wir herausfinden, ob tatsächlich ein erhöhtes Infektionsrisiko besteht, und den behandelnden Kinderchirurgen eine wissenschaftlich fundierte Entscheidungshilfe an die Hand geben", erklärt Dr. Markus Kessler. Ein weiteres Ziel der Studie: Durch die Ergebnisse könnte den Kindern unnötige Narkosen und Klinikaufenthalte erspart bzw. ein potentielles Infektionsrisiko mit negativen Spätfolgen ausgeschlossen werden.

Kontakt:
Dr. Markus Kessler
Oberarzt der Sektion Kinderchirurgie
Chirurgische Universitätsklinik Heidelberg
E-Mail: markus.kessler@med.uni-heidelberg.de
Webseite der Sektion Kinderchirurige:
www.klinikum.uni-heidelberg.de/Kinderchirurgie.106556.0.html
Bei Rückfragen von Journalisten:
Dr. Annette Tuffs
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
Im Neuenheimer Feld 672
69120 Heidelberg
Tel.: 06221 / 56 45 36
Fax: 06221 / 56 45 44
E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

Dr. Annette Tuffs | idw
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Kinderchirurgie.106556.0.html
http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse

Weitere Berichte zu: Kinderchirurgie Knochenbruch Narkose

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Neue Studie „Education first! Bildung entscheidet über die Zukunft Sahel-Afrikas“
29.11.2017 | Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung

nachricht Zukunftsstudie zum Autoland Saarland veröffentlicht
29.11.2017 | Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Carmenes“ findet ersten Planeten

Deutsch-spanisches Forscherteam entwirft, baut und nutzt modernen Spektrografen

Seit Januar 2016 nutzt ein deutsch-spanisches Forscherteam mit Beteiligung der Universität Göttingen den modernen Spektrografen „Carmenes“ für die Suche nach...

Im Focus: Fehlerfrei ins Quantencomputer-Zeitalter

Heute verfügbare Ionenfallen-Technologien eignen sich als Basis für den Bau von großen Quantencomputern. Das zeigen Untersuchungen eines internationalen Forscherteams, deren Ergebnisse nun in der Fachzeitschrift Physical Review X veröffentlicht wurden. Die Wissenschaftler haben für Ionenfallen maßgeschneiderte Protokolle entwickelt, mit denen auftretende Fehler jederzeit entdeckt und korrigiert werden können.

Damit die heute existierenden Prototypen von Quantencomputern ihr volles Potenzial entfalten, müssen sie erstens viel größer werden, d.h. über deutlich mehr...

Im Focus: Error-free into the Quantum Computer Age

A study carried out by an international team of researchers and published in the journal Physical Review X shows that ion-trap technologies available today are suitable for building large-scale quantum computers. The scientists introduce trapped-ion quantum error correction protocols that detect and correct processing errors.

In order to reach their full potential, today’s quantum computer prototypes have to meet specific criteria: First, they have to be made bigger, which means...

Im Focus: Search for planets with Carmenes successful

German and Spanish researchers plan, build and use modern spectrograph

Since 2016, German and Spanish researchers, among them scientists from the University of Göttingen, have been hunting for exoplanets with the “Carmenes”...

Im Focus: Immunsystem - Blutplättchen können mehr als bislang bekannt

LMU-Mediziner zeigen eine wichtige Funktion von Blutplättchen auf: Sie bewegen sich aktiv und interagieren mit Erregern.

Die aktive Rolle von Blutplättchen bei der Immunabwehr wurde bislang unterschätzt: Sie übernehmen mehr Funktionen als bekannt war. Das zeigt eine Studie von...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Call for Contributions: Tagung „Lehren und Lernen mit digitalen Medien“

15.12.2017 | Veranstaltungen

Die Stadt der Zukunft nachhaltig(er) gestalten: inter 3 stellt Projekte auf Konferenz vor

15.12.2017 | Veranstaltungen

Mit allen Sinnen! - Sensoren im Automobil

14.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Carmenes“ findet ersten Planeten

18.12.2017 | Physik Astronomie

Fehlerfrei ins Quantencomputer-Zeitalter

18.12.2017 | Physik Astronomie

Konsortium erhält 2 Millionen Euro Förderung für neue MR-kompatible elektrophysiologis

18.12.2017 | Medizintechnik