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Getrennt und doch zusammen

07.01.2008
Forscher der Hochschule Vechta, der Universität Potsdam und der Freien Universität Berlin starten eine wissenschaftliche Studie über unkonventionelle Lebensentwürfe. Die Studie ist Teil des DFG-Projekts "Distanzregulation in Partnerschaften" - ein gemeinsames Forschungsprojekt der beteiligten Universitäten. Haushalte im Landkreis Vechta werden in den kommenden Wochen aufgerufen, daran teilzunehmen.
Unkonventionelle Lebensformen sind in den vergangenen 15 Jahren immer beliebter geworden. Eine repräsentative Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung belegt: Der Anteil an Paaren, die in getrennten Haushalten leben, ist von 11,6 Prozent im Jahr 1992 auf 13,4 Prozent im Jahr

2006 gestiegen.

Living Apart Together (LAT) nennen Forscher diesen Trend. Der wird vor allem von älteren Paaren gelebt, wie die Auswertung der Studie nach Altersgruppen zeigt: Bei den über 38-Jährigen hat sich der Anteil von etwa fünf Prozent auf rund acht Prozent erhöht.

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Das Phänomen "Living Apart Together" wird derzeit von Wissenschaftlern der Hochschule Vechta in Zusammenarbeit mit der Universität Potsdam und der Humboldt-Universität Berlin untersucht. Im Januar 2008 starten Prof. Dr. Franz-Josef Neyer und Diplom-Psychologe Birk Hagemeyer eine große Befragung über diese Partnerschaftsform.

Dabei sollen 400 zusammen lebende und 400 getrennt lebende Paare aus ländlichen Gebieten Niedersachsens und dem Berliner Innenstadtbereich befragt werden. Auf diesem Weg wollen die Wissenschaftler herausfinden, ob es Unterschiede zwischen Stadt und Land gibt.

Die Einwohner des Landkreises Vechta sowie des Berliner Bezirks Charlottenburg erhalten Mitte Januar ein Einladungsschreiben, sich an der Befragung zu beteiligen. Paare, die sich zur Teilnahme anmelden, werden gebeten, einen kurzen Internet-Fragebogen auszufüllen.

Sie können sich den Fragebogen auch zuschicken lassen. Das Ausfüllen wird etwa 45 Minuten in Anspruch nehmen. Für den Zeitaufwand erhalten teilnehmende Paare 20 Euro. Auf Wunsch werten die Forscher deren Angaben individuell und anonym aus.

Stephanie Borchers | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-vechta.de/

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