Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aktuelle CHE Studie: Fakultätsmanagement – auf Augenhöhe mit der Wissenschaft

21.02.2014
Kann man im Fakultätsmanagement Karriere machen, und ist das eine gute Alternative zur wissenschaftlichen Karriere?

Diese Frage wurde nun vom CHE Centrum für Hochschulentwicklung in einer umfangreichen Studie untersucht. Das Ergebnis: Ein Job im Fakultätsmanagement ist keine „Notlösung“, sondern eine echte Alternative zur Wissenschaft.

Das früher gelegentlich beschriebene Image des Fakultätsmanagers als „gescheitertem Wissenschaftler“ entspricht nicht der Realität. Dagegen sprechen eine intellektuell herausfordernde Tätigkeit, hohe Job-Zufriedenheit und eine meist gute ökonomische Absicherung. Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuelle CHE-Studie „Professionalisierung ohne Profession?“ der Autor(inn)en Jutta Fedrowitz, Hannah Leichsenring und Thimo von Stuckrad.

An der zugrunde liegenden anonymen Online-Befragung nahmen rund 400 Personen teil, die im Fakultätsmanagement arbeiten. Die Ergebnisse wurden dabei nach Job-Kategorien wie Fakultätsmanager(in), Fakultätsreferent(in) oder Dekanatsassistent(in) weiter ausdifferenziert.

Gerade die Gruppe der Fakultätsmanager(innen) schätzte ihre Tätigkeit im Vergleich zur Wissenschaft nicht nur teils zeitlich beanspruchender ein. Rund vier Fünftel sehen in ihren Aufgaben sogar eine ähnlich starke oder sogar stärkere intellektuelle Herausforderung als bei einer Tätigkeit in der Wissenschaft.

Aufgrund des Ansehens in der Hochschule schätze auch die überwiegende Zahl aller Befragten die Reputation ihrer Tätigkeit im Fakultätsmanagement sehr hoch ein. Vier von fünf Befragten wünschen sich, auf ihrer derzeitigen Stelle zu bleiben und diese weiterzuentwickeln. Gründe hierfür sind auch eine im Vergleich zur Wissenschaft besser bewertete Sicherheit des Arbeitsplatzes.

„Die positiven Einschätzungen bestätigen, dass es sich beim Fakultätsmanagement um eine professionell agierende Berufsgruppe handelt, die die Wissenschaft auf Augenhöhe unterstützt“, erklärt die Autorin der Studie Jutta Fedrowitz.

Es mangelt jedoch noch an Möglichkeiten, sich aus einer Position im Fakultätsmanagement heraus beruflich klar zu verbessern. Hier geht mehr als die Hälfte der Befragten davon aus, dass die Karriereaussichten im Fakultätsmanagement schlechter als in der Wissenschaft sind. Nur etwa ein Fünftel geht von gleichen Bedingungen für die weitere berufliche Entwicklung aus.

Hier sieht CHE Geschäftsführer Frank Ziegele noch Entwicklungsmöglichkeiten: „Das professionelle Potential der Beschäftigten im Fakultätsmanagement kann gerade im Bereich des Wissenschaftsmanagements in Zukunft noch besser genutzt werden.“

Das CHE begleitet die Entwicklung des Fakultätsmanagements an Hochschulen bereits seit zehn Jahren mit Untersuchungen, Publikationen und Veranstaltungen. Hierzu gehört auch die regelmäßige Workshop-Reihe „CHE Forum Fakultätsmanagement“ in Berlin.

Ihre Ansprechpartnerin für weitere Informationen zum Thema:

Jutta Fedrowitz
Tel. 05241 9761-26
E-Mail: jutta.fedrowitz@che.de
Weitere Informationen:
http://www.che.de/downloads/CHE_AP_175_Fakutaetsmanagement_2013.pdf
- Die Studie zum Download
http://www.che.de/cms/?getObject=5&getNewsID=1695&getCB=398&getLang=de
- Link zur Pressemitteilung

Britta Hoffmann-Kobert | idw
Weitere Informationen:
http://www.che.de

Weitere Berichte zu: Fakultätsmanagement Job-Zufriedenheit

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Studien Analysen:

nachricht Zirkuläre Wirtschaft: Neues Wirtschaftsmodell für die chemische Industrie?
28.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

nachricht Unternehmen entwickeln sich zu Serviceanbietern
25.07.2017 | Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Studien Analysen >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie