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Tarifverdienste Januar 2010: + 2,3% gegenüber Januar 2009

30.04.2010
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, erhöhten sich die monatlichen Tarifverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland zwischen Januar 2009 und Januar 2010 durchschnittlich um 2,3%.
Zum Vergleich: Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Januar 2010 um 0,8% über dem Vorjahreswert. Allerdings profitierten – wegen Kurzarbeit, der Kürzung von Sonderzahlungen, aber auch der vorübergehenden Aussetzung von Tarifsteigerungen aufgrund von Öffnungsklauseln – nicht alle Tarifbeschäftigten in vollem Umfang von den vereinbarten Tariferhöhungen.

Insgesamt ist zwar eine Abschwächung der Tarifverdienstentwicklung festzustellen: im Juli und Oktober 2009 stiegen die tariflichen Monatsverdienste noch durchschnittlich jeweils um + 3,0% gegenüber dem Vorjahresmonat. Diese Abschwächung ist aber allein durch den geringen Anstieg im Dienstleistungsbereich von 1,7% begründet. Im Produzierenden Gewerbe erhöhten sich die tariflichen Monatsverdienste überdurchschnittlich um 3,5%. Dieser trotz der Wirtschaftskrise immer noch vergleichsweise hohe Anstieg ist weiterhin maßgeblich auf die hohen und mit einer langen Laufzeit versehenen Tarifabschlüsse aus dem Jahr 2008 zurückzuführen.

Allerdings unterschied sich die Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftszweigen des Produzierenden Gewerbes deutlich voneinander. Im Baugewerbe stiegen die durchschnittlichen Tarifverdienste um 2,1%, im Verarbeitenden Gewerbe, zu dem unter anderem auch die Chemische Industrie, der Maschinenbau und das Metallgewerbe zählen, um 3,7%. Im Dienstleistungsbereich, der neben den überwiegend von Privat­unternehmen angebotenen Dienstleistungen wie Handel, Gaststätten und Versicherungen auch die öffentliche Verwaltung sowie das Gesundheits- und Sozialwesen umfasst, stiegen die tariflichen Monatsverdienste zwischen 1,0% im Gesundheits- und Sozialwesen und 3,9% im Bereich Information und Kommunikation.

Die Ergebnisse umfassen sämtliche Branchen im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich. Detaillierte Ergebnisse zu ausgesuchten Wirtschaftszweigen bieten die Fachserie 16, Reihe 4.3, sowie die dazugehörende „Lange Reihe“ die im Publikationsservice kostenfrei bezogen werden können (Suchwort „Tarifindex“ beziehungsweise „lange Reihe Tarif“). Absolute Angaben aus Tarifverträgen enthalten die Reihen 4.1 und 4.2 der Fachserie 16 (Suchwort „Tariflöhne“ beziehungsweise „Tarifgehälter“).

Detaillierte Informationen und lange Zeitreihen können kostenfrei in der GENESIS-Online Datenbank über die Tabelle Indizes der Tarifverdienste (62221-0002) abgerufen werden.

Ausführliche Informationen zur erfolgten Neubasierung des Tarifindex und den damit verbundenen Änderungen finden Sie im Internet unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Markus Biermanski,
Telefon: +49 611 75 2407,
E-Mail: verdienste@destatis.de

Markus Biermanski | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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