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Mai 2012: Weiter positive Entwicklung der Erwerbstätigkeit

28.06.2012
Im Mai 2012 waren insgesamt 41,5 Millionen Personen mit einem Wohnort in Deutschland erwerbstätig.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag die Zahl der Erwerbstätigen um 552 000 Personen über dem Niveau des Vorjahres. Die Zahl der Erwerbslosen betrug im Mai 2012 rund 2,32 Millionen Personen, das waren rund 98 000 weniger als im Mai 2011.

Nach vorläufigen Ergebnissen der Erwerbstätigenrechnung stieg im Mai 2012 die Erwerbstätigenzahl im Vergleich zum Vorjahresmonat Mai 2011 um 1,3 %. Damit war die Zuwachsrate etwas geringer als in den Monaten Februar bis April 2012 (+ 1,4 %).

Gegenüber dem Vormonat April erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen im Mai 2012 um 107 000 Personen oder 0,3 %. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlichen Schwankungen, ergibt sich ein Zuwachs von 37 000 Personen (+ 0,1 %).

Nach Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung ging die Zahl der Erwerbslosen im Mai 2012 gegenüber Mai 2011 um 4,1 % zurück. Sie sank um 98 000 auf 2,32 Millionen Personen. Gegenüber dem Vormonat April 2012 stieg die Erwerbslosenzahl um 132 000 Personen oder 5,9 % an. Bereinigt um saisonale und irreguläre Einflüsse blieb die Zahl der Erwerbslosen im Vergleich zum Vormonat unverändert bei 2,34 Millionen. Die bereinigte Erwerbslosenquote lag im Mai 2012 bei 5,6 %.

Jahresergebnisse, Quartalsergebnisse und weitere monatliche Ergebnisse können im Fachbereichsseiten (ILO-Arbeitsmarktstatistik) (Erwerbstätige) abgerufen werden.

Tief gegliederte Daten und lange Zeitreihen können in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden: Die Daten zu Erwerbstätigen aus der Erwerbstätigenrechnung stehen unter der Tabellennummer 13321-0001 (Monate) beziehungsweise 81000-001 (Quartale, Jahre) und zu Erwerbstätigen und Erwerbslosen aus der Arbeitskräfteerhebung unter 13231-0001 (Monate) beziehungsweise 81000-0011 (Jahre) zur Verfügung.

Methodische Hinweise:
Erwerbstätige und Erwerbslose werden nach dem Erwerbstatuskonzept der Inter­nationalen Arbeitsorganisation (ILO) gezählt. Die ausgewiesene Erwerbslosigkeit darf deswegen nicht mit der registrierten Arbeitslosigkeit verwechselt werden, die von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlicht wird.

Die Erwerbstätigenzahlen aus der Erwerbstätigenrechnung und aus der Arbeitskräfte­erhebung unterscheiden sich. Diese Abweichungen sind vor allem auf die unterschied­lichen eingesetzten Methoden und Verfahren der beiden Statistiken zurückzuführen.

Die Erwerbstätigenrechnung schätzt die Gesamtzahl der Erwerbstätigen unter Verwendung aller verfügbaren Quellen (derzeit etwa 60 Quellen). Bei der Arbeitskräfteerhebung handelt es sich um eine kontinuierliche Haushaltsbefragung (derzeit integriert in den Mikrozensus), die jährlich bei 1 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mit Auskunftspflicht durchgeführt wird und EU-weit harmonisiert ist. Die Zahl der Erwerbstätigen in der Arbeitskräfteerhebung liegt niedriger als in der Erwerbstätigenrechnung, da es in Haushaltserhebungen erfahrungsgemäß problematisch ist, auch kleinere Tätigkeiten – zum Beispiel von Schülern und Studierenden – vollständig zu erfassen. Solche Tätig­keiten gelten nach internationaler Definition ebenfalls als Erwerbstätigkeit. Für die Berechnung der Erwerbslosenquoten werden im Europäischen Statistischen System dennoch einheit­lich die Ergebnisse der Arbeitskräfteerhebung zugrunde gelegt.

Zur monatlichen Berichterstattung zur Erwerbslosigkeit finden sich weitere methodische Hinweise auf den Fachbereichsseiten. Dort sind auch ergänzend die mit dem Berliner Verfahren (BV4.1) bereinigten Ergebnisse (Trend-Konjunktur-Komponente) zu finden.

Weitere Auskünfte geben:
für den Bereich der Erwerbstätigenrechnung:
Ulf-Karsten Keil,
Telefon: +49 611 75 2633,
für den Bereich der Arbeitskräfteerhebung:
Andreas Grau,
Telefon: +49 611 75 2124

Ulf-Karsten Keil | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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