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Importpreise August 2008: + 9,3% gegenüber August 2007

26.09.2008
Der Index der Einfuhrpreise lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im August 2008 um 9,3% über dem Vorjahresstand.

Im Juli und im Juni 2008 hatten die Jahresveränderungsraten + 9,3 und + 8,9% betragen. Gegenüber Juli 2008 sank der Einfuhrpreisindex um 0,8%.

Besonders hoch war im August 2008 die Jahresteuerungsrate für die Einfuhr von Energieträgern (+ 47,5%). Gegenüber Juli 2008 war allerdings ein Preisrückgang von 4,2% zu verzeichnen (nach + 2,4% im Vormonat). Die Preise für importierte Steinkohle lagen um 84,3% über dem Stand des Vorjahres, gegenüber dem Vormonat stiegen sie um 7,3% (nach + 10,0% im Juli).

Bei Erdgas war ein Preisanstieg gegenüber dem Vorjahr von 55,4% zu beobachten. Im Vergleich zu Juli 2008 verteuerte es sich um 4,0%. Die Preise für Rohöl stiegen im Vorjahresvergleich um 50,3%, sanken aber gegenüber dem Vormonat um 6,4%.

Mineralölerzeugnisse trugen mit einem Plus von 40,7% gegenüber dem Vorjahr ebenfalls zum Preisanstieg im Energiesektor bei. Wie beim Erdöl waren hier aber Preisrückgänge gegenüber dem Vormonat zu beobachten (- 8,1%). Der Einfuhrpreisindex ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse lag im August 2008 um 4,1% über dem Stand von August 2007.

Eisenerze waren gegenüber August 2007 um 50,7% teurer. Im Vormonatsvergleich stiegen die Preise um 5,1%. Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen verteuerten sich gegenüber dem Vorjahresmonat um 17,1%, gegenüber Juli 2008 gab es hier keine Preisveränderungen.

Die Preise für Nicht-Eisen-Metalle und deren Halbzeug sanken dagegen im Vergleich zum Vorjahr um 8,6% (Vormonatsvergleich: - 4,0%). Preisrückgänge gegenüber August 2007 waren insbesondere bei Nickel in Rohform zu verzeichnen (- 37,7%). Gegenüber dem Vormonat kostete es 5,0% weniger. Damit setzte sich der Preisrückgang seit März 2008 fort. Auch die Preise für importiertes Blei, Zink und Zinn in Rohform sanken sowohl gegenüber dem Vorjahr (- 36,1%) als auch zum sechsten Mal in Folge gegenüber dem Vormonat (- 1,6%). Rohkupfer (- 6,9%) und Aluminium in Rohform (- 5,6%) wurden gegenüber August 2007 ebenfalls billiger. Auch gegenüber Juli 2008 sanken hier die Preise (Rohkupfer: - 3,6%, Rohaluminium: - 0,2%).

Im Nahrungsmittelsektor waren im August 2008 gegenüber August 2007 Preissteigerungen insbesondere bei der Einfuhr von Rohkakao (+ 30,5%), Zitrusfrüchten (+ 22,6%) und Rohkaffee (+ 12,0%) zu beobachten. Während sich die Zitrusfrüchte im Vormonatsvergleich weiter verbilligten (- 3,9% nach - 2,1% im Juli gegenüber Juni 2008), verteuerte sich Rohkaffee nach einem Preisrückgang im Juli 2008 gegenüber dem Vormonat wieder (+ 3,0%). Auch die Preise für Rohkakao stiegen gegenüber dem Vormonat (+ 1,5%), nachdem sie im Juli 2008 zurückgegangen waren (- 4,9% gegenüber Juni 2008).

Rindfleisch wurde im Vergleich zu August 2007 um 20,0%
(Vormonatsvergleich: - 0,3%), Schweinefleisch um 17,4%
(Vormonatsvergleich: + 2,1%) und Geflügelfleisch um 7,1%
(Vormonatsvergleich: + 1,4%) teurer importiert.
Milch und Milcherzeugnisse verteuerten sich gegenüber dem Vorjahr um 2,0% (Vormonatsvergleich: + 0,8%). Dagegen fielen die Getreidepreise gegenüber August 2007 um 4,9%. Das war der erste Preisrückgang gegenüber dem Vorjahr seit November 2005. Gegenüber dem Vormonat verbilligte sich der Import von Getreide um 5,4%.

Der Index der Ausfuhrpreise lag im August 2008 um 2,9% höher als im Vorjahr. Im Juli und im Juni 2008 hatten die Jahresteuerungsraten 3,3% und 2,7% betragen. Gegenüber Juli 2008 sank der Ausfuhrpreisindex um 0,4%.

Eine methodische Kurzbeschreibung sowie weitere Daten und Informationen zum Thema bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Marion Knauer,
Telefon: (0611) 75-2302,
E-Mail: aussenhandelspreise@destatis.de

Marion Knauer | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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