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Hoher An­stieg der Tarif­ver­dienste im Jahr 2012

30.01.2013
Die tariflichen Monatsverdienste der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Deutschland stiegen im Jahr 2012 durchschnittlich um + 2,7 % gegenüber dem Vorjahr.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag der Anstieg damit deutlich über den Steigerungen in den Jahren 2011 (+ 1,5 %) und 2010 (+ 1,6 %).

Grund für diese Entwicklung sind die vergleichsweise hohen Neuabschlüsse im Jahr 2012 sowie deutliche Tarifsteigerungen, die bereits in den Vorjahren von Gewerkschaften und Arbeitgebern vereinbart worden waren.

Die Ergebnisse aus den Jahren 2010 und 2011 beruhten dagegen zum Teil noch auf Verträgen, die mitten in der Wirtschaftskrise verhandelt worden waren. Diese sahen entsprechend niedrige Tarifsteigerungen vor.

Die tariflichen Monatsverdienste entwickelten sich in den einzelnen Branchen unterschiedlich: Die höchsten durchschnittlichen Tariferhöhungen erhielten im Jahr 2012 die Beschäftigten in den Bereichen Energie- und Wasserversorgung, Entsorgung, im Öffentlichen Dienst sowie in Erziehung und Unterricht mit jeweils + 3,0 %.

Am niedrigsten waren die durchschnittlichen Tariferhöhungen im Gastgewerbe sowie im Gesundheits- und Sozialwesen (jeweils + 2,1 %) und bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistungen (+ 1,8 %). Im Verarbeitenden Gewerbe, zu dem unter anderem auch die Metallindustrie und die Chemische Industrie gehören, stiegen die Tarifverdienste durchschnittlich um + 2,8 %.

Der Jahreswert wird als arithmetisches Mittel aus den Indizes der Tarifverdienste für Januar, April, Juli und Oktober berechnet.

Detaillierte Daten zu ausgesuchten Wirtschaftszweigen bieten die Fachserie 16, Reihe 4.3 (Tarifindex) sowie die dazugehörende "Lange Reihe". Die vollständigen Ergebnisse können über die Tabelle „Indizes der Tarifverdienste (62221-0002)“ in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden. Ausgewählte Tarifinformationen aus Flächentarifverträgen sind in der Tarifdatenbank zu finden.

Weitere Auskünfte gibt:
Markus Biermanski,
Telefon: +49 611 75 2407

Markus Biermanski | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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