Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Bruttoverdienste in der Wirtschaft im Osten niedriger als im Westen

18.10.2007
Der regelmäßig gezahlte Bruttostundenverdienst von Voll- und Teilzeitbeschäftigten im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich liegt in den neuen Bundesländern mit durchschnittlich 13,02 Euro bei 71,5% der Stundenverdienste im Westen (18,21 Euro).

Dies zeigen vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes für das zweite Quartal 2007 aus der neuen vierteljährlichen Verdiensterhebung. Werden die im zweiten Quartal gezahlten Sonderzahlungen, zum Beispiel tarifliche Einmalzahlungen oder Leistungsprämien, in die Betrachtung einbezogen, dann steigt der Verdienstunterschied je Stunde nochmals an. Im früheren Bundesgebiet (mit Berlin-Ost) werden also mehr Sonderzahlungen geleistet als in den neuen Ländern (ohne Berlin-Ost). Da Sonderzahlungen über das ganze Jahr verteilt gezahlt werden können, ist dieser Effekt jedoch später in einer Jahresbetrachtung zu überprüfen.

Der Verdienstunterschied zeigt sich in ähnlichem Umfang, wenn nur Vollzeitbeschäftigte betrachtet werden: Ohne Sonderzahlungen verdienten Vollzeitbeschäftigte im zweiten Quartal 2007 in den neuen Ländern (ohne Berlin-Ost) durchschnittlich 13,27 Euro je Stunde. Das sind 70,6% der durchschnittlichen Bruttostundenverdienste im Westen (18,79 Euro). Beim Vergleich der Bruttomonatsverdienste steigt dieser Anteil auf 72,0%, da die durchschnittlich bezahlte Wochenarbeitszeit im Osten mit 39,4 Stunden höher liegt als im Westen (38,6 Stunden).

Bei Teilzeitbeschäftigten sind die Verdienstunterschiede deutlich
niedriger: Im Osten verdienten Teilzeitbeschäftigte im zweiten Quartal 2007 durchschnittlich brutto 11,79 Euro je Stunde ohne Sonderzahlungen und erreichten 81,0% des durchschnittlichen Stundenverdienstes von Teilzeitbeschäftigten im Westen (14,56 Euro je Stunde). Einschließlich Sonderzahlungen sank der Anteil auf 78,1%. Da Teilzeitbeschäftigte in den neuen Ländern durchschnittlich fünf Stunden mehr pro Woche arbeiteten als im Westen (23,1 Stunden), war der Bruttomonatsverdienst (ohne Sonderzahlungen) im Osten mit durchschnittlich 1 444 Euro trotz des niedrigeren Stundenverdienstes nahezu genauso hoch wie im Westen (1 464 Euro).

Die neue vierteljährliche Verdiensterhebung wurde mit Beginn des Jahres 2007 eingeführt und liefert nun zum zweiten Mal Ergebnisse, die derzeit noch als vorläufig angesehen werden müssen. Endgültige, detaillierte Ergebnisse für das erste und zweite Quartal 2007 werden zu einem späteren Zeitpunkt, voraussichtlich gegen Ende des Jahres, veröffentlicht.

Die vierteljährliche Verdiensterhebung ersetzt die frühere Laufende Verdiensterhebung und die Bruttojahresverdiensterhebung.

Erfragt werden seit Beginn 2007 bei Betrieben im Produzierenden Gewerbe und im Dienstleistungsbereich (ohne öffentliche Verwaltung und ohne Beamte) die Verdienste und Arbeitszeiten der voll- und teilzeitbeschäftigten Arbeitnehmer. Einbezogen sind auch Sonderzahlungen, wie Leistungsprämien und Weihnachtsgeld.

Eine zusätzliche Tabelle bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Alfred-Paul Höpfl,
Telefon: (0611) 75-2198,
E-Mail: verdienste@destatis.de

Alfred-Paul Höpfl | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie