Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

35.000 Beschäftigte weniger im öffentlichen Dienst

22.06.2007
Wie das Statistische Bundesamt zum morgigen internationalen Tag des öffentlichen Dienstes mitteilt, waren am 30. Juni 2006 nach vorläufigen Ergebnissen rund 4,6 Millionen Personen im öffentlichen Dienst beschäftigt.

Gegenüber 2005 ist dies ein Rückgang um 35.000 Beschäftigte (- 1%). Neben Bund, Ländern, Gemeinden und Gemeindeverbänden sowie Zweckverbänden umfasst der öffentliche Dienst auch das Bundeseisenbahnvermögen, die Sozialversicherungsträger und die rechtlich selbstständigen Einrichtungen des öffentlichen Rechts.

Beim Bund ist die Zahl der Beschäftigten um 4.400 auf 477.000 Personen gesunken (- 1%). Der Rückgang ist unter anderem auf den Personalabbau in der Bundeswehr zurückzuführen. Bei den Ländern arbeiteten mit 2,05 Millionen Beschäftigten im Jahr 2006 rund 28.000 Personen weniger als noch ein Jahr zuvor (- 1%). Hier liegt die Ursache neben dem allgemeinen Personalabbau auch in der Umwandlung von Hochschulkliniken in selbstständige Einrichtungen des öffentlichen Rechts. Das dortige Personal wird dann nicht mehr im Beschäftigungsbereich des betreffenden Landes, sondern im mittelbaren öffentlichen Dienst insgesamt nachgewiesen. Bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden fällt der prozentuale Personalrückgang der Gebietskörperschaften insgesamt am höchsten aus. Dort sank die Zahl der Beschäftigten um 27.000 Personen auf 1,25 Millionen (- 2%). Bei den Gemeinden ist unter anderem die Privatisierung kommunaler Krankenhäuser für die Entwicklung verantwortlich.

Die Zahl der Beschäftigten bei den Zweckverbänden ist gegenüber
2005 um 4.600 auf 55.000 Personen zurückgegangen (- 8%). Beim Bundeseisenbahnvermögen arbeiteten mit 50.000 rund 1.400 Personen weniger als ein Jahr zuvor, das entspricht einem Minus von 3%. Im mittelbaren öffentlichen Dienst (Sozialversicherungsträger, Bundesagentur für Arbeit, Bundesbank, rechtlich selbstständige Einrichtungen in öffentlich-rechtlicher Rechtsform) waren mit 682.000 im Jahr 2006 rund 30.000 Personen mehr beschäftigt als 2005 (+ 5%).

Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten am gesamten Personal des öffentlichen Dienstes ist erneut gestiegen, gegenüber dem Vorjahr von 29,6% auf 30,2%. Damit setzt sich der Trend der Ausweitung von Teilzeitarbeit im öffentlichen Dienst fort. Die Änderung gegenüber 2005 ist allerdings überwiegend auf den Anstieg der Altersteilzeit zurückzuführen. Die Zahl der Beschäftigten in Altersteilzeit stieg um 17.000 Personen (+ 8%). Dagegen nahmen nur etwa 1.000 zusätzliche Beschäftigte (+ 1%) Teilzeit in Anspruch, die in keinem Altersteilzeitverhältnis begründet war.

Weitere Auskünfte gibt:
Florian Schwahn,
Telefon: (0611) 75-4105,
E-Mail: personalstatistiken.oeffentlicher-dienst@destatis.de

Florian Schwahn | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Im Focus: Innovative Antikörper für die Tumortherapie

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig von diesen teuren Medikamenten profitieren, wird intensiv an deren Verbesserung gearbeitet. Forschern um Prof. Thomas Valerius an der Christian Albrechts Universität Kiel gelang es nun, innovative Antikörper mit verbesserter Wirkung zu entwickeln.

Immuntherapie mit Antikörpern stellt heute für viele Krebspatienten einen Erfolg versprechenden Ansatz dar. Weil aber längst nicht alle Patienten nachhaltig...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2017

23.02.2017 | Veranstaltungen

Wie werden wir gesund alt? - Alternsforscher tagen auf interdisziplinärem Symposium in Magdeburg

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heinz Maier-Leibnitz-Preise 2017: DFG und BMBF zeichnen vier Forscherinnen und sechs Forscher aus

23.02.2017 | Förderungen Preise

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Planeten außerhalb unseres Sonnensystems: Bayreuther Forscher dringen tief ins Weltall vor

23.02.2017 | Physik Astronomie