Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

ILO-Arbeitsmarktstatistik März 2007

02.05.2007
Auf dem Arbeitsmarkt gibt es nach wie vor einen klaren Aufwärtstrend: Im März 2007 waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 602.000 Personen (+ 1,6%) mehr erwerbstätig als im Vorjahresmonat März 2006. Gleichzeitig ging die Zahl der Erwerbslosen im März 2007 gegenüber dem Vorjahr um 690.000 (- 18,7%) zurück.

Nach vorläufigen Berechnungen lag die Zahl der Erwerbstätigen mit Wohnort in Deutschland im März 2007 bei 39,10 Millionen Personen. Die Erwerbstätigenquote als Anteil der Erwerbstätigen an der Gesamtbevölkerung im Alter von 15 bis 64 Jahren betrug 69,3% und lag damit um 1,6 Prozentpunkte höher als im Vorjahresmonat März 2006.

Von Februar auf März 2007 ist die Zahl der Erwerbstätigen um 150.000 (+ 0,4%) gestiegen. Saisonbereinigt, das heißt nach rechnerischer Ausschaltung der üblichen jahreszeitlich bedingten Schwankungen, ergibt sich eine Zunahme von 76.000 Personen gegenüber dem Vormonat. Dies ist bemerkenswert, da in diesem Jahr nach dem milden Winter, in dem viele witterungsabhängige Berufe nicht oder kaum pausiert haben, eine vergleichsweise gering ausfallende Frühjahrsbelebung zu erwarten gewesen wäre. Insofern ist der aktuelle konjunkturelle Beschäftigungsaufbau noch höher zu bewerten als es die Zahlen darlegen.

Der Anteil der Unterbeschäftigten ist nach Ergebnissen der monatlichen Telefonerhebung "Arbeitsmarkt in Deutschland" des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahresmonat März 2006 um 0,3 Prozentpunkte gesunken. 12,7% der Erwerbstätigen gaben im März 2007 an, bei entsprechender Anpassung der Bezüge gerne ihre Arbeitszeit erhöhen zu wollen und dafür auch kurzfristig zur Verfügung zu stehen.

Die Zahl der Erwerbslosen lag nach den Ergebnissen der monatlichen Telefonerhebung im März 2007 mit rund 3,03 Millionen um 690.000 (- 18,7%) niedriger als im Vorjahresmonat März 2006. Entsprechend war die Erwerbslosenquote, gemessen als Anteil der Erwerbslosen an den Erwerbspersonen insgesamt, mit 7,2% erheblich niedriger als im März 2006 (8,8%).

Auch im Vergleich zum Vormonat zeigt sich ein Rückgang der Zahl der Erwerbslosen: Im März 2007 waren rund 120.000 Personen weniger erwerbslos als im Februar.

Da es sich bei der Telefonerhebung um eine nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Stichprobe von monatlich rund 30.000 Personen handelt, ist bei der Interpretation der Ergebnisse der Stichprobenzufallsfehler zu berücksichtigen. Dieser beträgt für die im März 2007 gemessene Erwerbslosenzahl bis zu +/- 190.000. Das heißt, dass in diesem Monat bei einem Messwert von 3,03 Millionen Personen die tatsächliche Zahl der Erwerbslosen mit hoher Wahrscheinlichkeit im Bereich zwischen 2,84 und 3,22 Millionen Personen lag.

Über die Erstberechnung der Erwerbstätigen für den Berichtsmonat März 2007 hinaus wurden auch die bisher veröffentlichten monatlichen und vierteljährlichen Ergebnisse zur Erwerbstätigkeit rückwirkend bis Juli 2006 im Rahmen der turnusmäßigen Überarbeitung der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen unter Einbezug aller jetzt vorliegenden erwerbsstatistischen Quellen neu berechnet. Hierbei wurden die neuesten Erkenntnisse der Bundesagentur für Arbeit zur sozialversicherungspflichtigen und geringfügig entlohnten Beschäftigung in erster Erwerbstätigkeit berücksichtigt. Insgesamt resultierte aus den Neuberechnungen ein Änderungsbedarf von maximal 0,2% der Erwerbstätigenzahlen gegenüber den bisher veröffentlichten Ergebnissen.

Weitere Auskünfte geben: Zum Thema "Erwerbstätigkeit": Dagmar Ziegler, Telefon: (0611) 75-2634,

Zum Thema "Erwerbslosigkeit": Dr. Martina Rengers, Telefon: (0611) 75-4271, E-Mail: arbeitsmarkt@destatis.de

| presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie