Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

4. Quartal 2005: Weniger Erwerbstätige und geleistete Arbeitsstunden

16.02.2006

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, nahmen im vierten Quartal 2005 in Deutschland sowohl die Zahl der Erwerbstätigen (- 0,3%) als auch die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden (- 0,9%) gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal ab. Nach vorläufigen Berechnungen waren für den Rückgang der Erwerbstätigkeit im Vorjahresvergleich insbesondere der anhaltende - wenn auch gegenüber den Vorquartalen verlangsamte - Abbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und die rückläufige Anzahl ausschließlich geringfügig Beschäftigter (Minijobs) verantwortlich.

Verglichen mit dem Vorquartal stieg - wie für das letzte Quartal eines Kalenderjahres üblich - die Zahl der Erwerbstätigen. Dabei entsprach der Anstieg der Erwerbstätigkeit um 250 000 Personen (+ 0,6%) im vierten Quartal 2005 etwa dem Durchschnitt der entsprechenden Quartale der vergangenen fünf Jahre. Saisonbereinigt, das heißt nach Ausschaltung der jahreszeitlich bedingten Schwankungen, lag die Beschäftigung geringfügig um 5 000 Personen unter dem Vorquartal.

Der Rückgang der Erwerbstätigkeit im Vorjahresvergleich beruhte wesentlich auf einer Verringerung der Zahl der Arbeitnehmer: Sie sank im vierten Quartal 2005 trotz der arbeitsmarktpolitischen Förderung durch eine Ausweitung von Arbeitsgelegenheiten (Ein- Eurojobs) um 0,6%.

Dagegen stieg die Zahl der Selbstständigen (einschließlich mithelfenden Familienangehörigen) gegenüber dem vierten Quartal 2004 um 2,2%. Auch dies ist - in abgeschwächter Form - eine Folge der Arbeitsmarktpolitik und somit auf eine Zunahme der geförderten selbstständigen Tätigkeiten (ICH-AG’s) zurückzuführen.

Nach Wirtschaftsbereichen untergliedert verlangsamten sich im vierten Quartal 2005 die Beschäftigungsverluste gegenüber dem Vorjahr im Produzierenden Gewerbe und in der Land- und Fortwirtschaft, während die Zugewinne in den Dienstleistungsbereichen leicht zurückgegangen waren. So sank im vierten Quartal 2005 die Erwerbstätigkeit im Produzierenden Gewerbe ohne Bauwirtschaft um 1,7% (im dritten Quartal: - 1,8%), im Baugewerbe um 4,3% (drittes Quartal: - 4,6%) und in der Land- und Forstwirtschaft um 2,4% (drittes Quartal: - 2,5%). Mehr Menschen arbeiteten dagegen in den Dienstleistungsbereichen mit einem Zuwachs von 0,4% (im dritten Quartal: + 0,6%). Dabei konnte die Zunahme an Erwerbstätigen in den Dienstleistungsbereichen die Beschäftigungsverluste im primären und sekundären Sektor nicht ausgleichen.

Nach vorläufigen Berechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit (BA) hat sich im vierten Quartal 2005 die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen im Vergleich zum Vorjahr um 0,6% reduziert. Ausschlaggebend hierfür war, dass weniger Arbeitstage zur Verfügung standen als noch ein Jahr zuvor. Das gesamtwirtschaftliche Arbeitsvolumen als Produkt aus Erwerbstätigenzahl und Arbeitszeit je Erwerbstätigen verringerte sich im vierten Quartal 2005 gegenüber dem Vorjahr um 0,9% auf 14,2 Milliarden Stunden.

Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen zur Erwerbstätigkeit nach Quartalen und Jahren können im Internet- Angebot des Statistischen Bundesamtes direkt unter http://www.destatis.de/indicators/d/vgr010ad.htm und http://www.destatis.de/basis/d/vgr/vgrtab10.htm abgerufen werden.

Weitere Auskünfte gibt: Christoph-Martin Mai, Telefon: (0611) 75-3378, E-Mail: vgr-erwerbstaetige@destatis.de

Christoph-Martin Mai | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de
http://www.destatis.de/indicators/d/vgr010ad.htm
http://www.destatis.de/basis/d/vgr/vgrtab10.htm

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Zahl der Rheuma-Patienten höher als bisher angenommen
23.11.2017 | Versorgungsatlas

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie