Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Kommunales Finanzierungsdefizit im ersten Halbjahr 2001 bei 5,4 Mrd. DM

20.09.2001


Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes haben die Gemeinden und Gemeindeverbände (Gv.) in Deutschland (ohne die Stadtstaaten) nach vorläufigen Ergebnissen im ersten Halbjahr 2001 133,5 Mrd. DM und damit 1,6 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum ausgegeben. Im früheren Bundesgebiet stiegen die kommunalen Ausgaben um 2,0 % auf 111,3 Mrd. DM, in den neuen Ländern nahmen sie dagegen leicht um 0,6 % auf 22,2 Mrd. DM ab.

Am stärksten erhöhten sich im ersten Halbjahr 2001 die Zinsaufwendungen der Kommunen (+ 3,8 % auf 4,9 Mrd. DM). Die Sachaufwendungen lagen mit 26,5 Mrd. DM um 1,9 % und die sozialen Leistungen mit 26,6 Mrd. DM um 1,6 % höher als im ersten Halbjahr 2000. Bei den Personalausgaben in Höhe von 36,1 Mrd. DM ergab sich ein geringes Plus von 0,3 %.

Die kommunalen Ausgaben für Sachinvestitionen gingen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2000 um 2,1 % auf 19,0 Mrd. DM zurück.

Die kassenmäßigen Einnahmen der Gemeinden und Gemeindeverbände der ersten sechs Monate des Jahres 2001 blieben mit 128,1 Mrd. DM um 1,2 % unter dem vergleichbaren Vorjahresbetrag. Im früheren Bundesgebiet gingen die Einnahmen um 0,9 % auf 106,1 Mrd. DM zurück; in den neuen Länder fielen sie mit 21,9 Mrd. DM sogar um 2,6 % niedriger aus.

Mit 40,7 Mrd. DM blieben die kommunalen Steuereinnahmen deutlich unter dem Betrag des Vorjahres (- 4,2 %). Ausschlaggebend war insbesondere die rückläufige Entwicklung bei der Gewerbesteuer (- 7,9 %) und beim Gemeindeanteil an den Gemeinschaftssteuern (- 4,7 %). Die Einnahmen der Gemeinden/Gv. aus Schlüsselzuweisungen der Länder erreichten mit 24,5 Mrd. DM genau das Niveau des ersten Halbjahres 2000.

In der Abgrenzung der Finanzstatistik errechnet sich für das erste Halbjahr 2001 ein kassenmäßiges Finanzierungsdefizit von 5,4 Mrd. DM. Es hat sich damit gegenüber dem ersten Halbjahr 2000 verdreifacht. Insgesamt wurde der Fehlbetrag durch die Inanspruchnahme von Rücklagen und kurzfristigen Kassenmitteln gedeckt.

Der Schuldenstand der Gemeinden und Gemeindeverbände wies am Ende des ersten Halbjahres 2001 durch verstärkte Schuldentilgung und Ausgliederung weiterer Einrichtungen aus den Budgets einen Rückgang um 0,8 % auf 162,5 Mrd. DM (Vorjahr: 163,8 Mrd. DM) auf.


Weitere Auskünfte erteilt: Wolfgang Müller,
Telefon: (0611) 75-4160,

... mehr zu:
»Bundesgebiet »Gemeindeverband

E-Mail: gemeindefinanzen@statistik-bund.de


Wolfgang Müller | Mitteilung für die Presse

Weitere Berichte zu: Bundesgebiet Gemeindeverband

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mainzer Physiker gewinnen neue Erkenntnisse über Nanosysteme mit kugelförmigen Einschränkungen

27.06.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wave Trophy 2017: Doppelsieg für die beiden Teams von Phoenix Contact

27.06.2017 | Unternehmensmeldung

Warnsystem KATWARN startet international vernetzten Betrieb

27.06.2017 | Informationstechnologie