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Berufspendler mit hohem Einkommen bevorzugen PKW

13.09.2001


Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, gaben im Mai 2000 fast zwei Drittel der Berufspendler in Deutschland an, hauptsächlich mit dem eigenen PKW zur Arbeit zu fahren. Bei der Wahl des Verkehrsmittels sind nach den Ergebnissen des Mikrozensus, der europaweit größten jährlichen Haushaltsbefragung zu den Lebens- und Arbeitsverhältnissen in Deutschland, bei dem im Jahr 2000 die Bürger schwerpunktmäßig auch zu ihrem Pendlerverhalten befragt wurden, die Länge der Wegstrecke und die Höhe des individuellen Nettoeinkommens von Bedeutung:

Während 78 % der Pendler mit über 6 000 DM monatlichem Nettoeinkommen mit dem eigenen PKW zur Arbeit kamen, fuhren nur rund 52 % der Pendler mit einem Monatseinkommen zwischen 1 000 und 1 800 DM mit dem PKW. Von den Berufspendlern, die ein monatliches Nettoeinkommen zwischen 2 500 bis 4 000 DM erzielten, nutzten rund 72 % hauptsächlich den PKW für den Weg zur Arbeit.

Öffentliche Verkehrsmittel werden von Berufspendlern mit hohem Einkommen wenig genutzt. Im Mai 2000 wählten lediglich rund 8 % der Berufspendler mit über 6 000 DM monatlichem Nettoeinkommen ein öffentliches Verkehrsmittel. Demgegenüber spielten Bus und Bahn bei Pendlern in den Einkommensklassen "unter 1 000 DM" und "1 000 - 1 800 DM" mit einem Anteil von gut 20 % bzw. 17 % eine wesentlich größere Rolle.

Mit Zunahme des individuellen Nettoeinkommens werden auch längere Wege zwischen Wohnung und Arbeitsstätte in Kauf genommen. Gut 29 % der Berufspendler, die mehr als 50 km zur Arbeitsstätte fahren, verfügten im April 2000 über mehr als 4 000 DM; bei Wegstrecken von weniger als 10 km lag der Anteil der Pendler dieser Einkommensklasse nur bei knapp 13 %. In vielen Fällen dürften Pendler die längeren Wege bewusst anstreben, weil nur so ein höheres Einkommen erzielt werden kann.

Längere Pendlerstrecken begünstigen die Nutzung des PKW als schnelles und bequemes Verkehrsmittel: Im Mai 2000 legte nur jeder zweite Pendler Wegstrecken zur Arbeitsstätte von weniger als 10 km mit dem eigenen PKW zurück; zwischen 25 und 50 km bevorzugten gut 82 % aller Berufspendler das eigene Auto. Bei einer Entfernung von 50 km und mehr sinkt der Anteil der Berufspendler mit PKW hingegen auf rund 80 %. Erwerbstätige steigen offenbar bei längeren Pendlerstrecken vom PKW auf andere Verkehrsmittel, z.B. die Eisenbahn, um.

Detaillierte Ergebnisse des Mikrozensus enthält die Veröffentlichung "Leben und Arbeiten in Deutschland - Ergebnisse des Mikrozensus 2000", die unter der Adresse www.statistik-bund.de kostenlos heruntergeladen werden kann.


Weitere Auskünfte erteilt: Holger Breiholz,
Telefon: (01888) 644-8711,


E-mail: mikrozensus@statistik-bund.de

Erwerbstätige im Mai 2000 nach Entfernung für den Hinweg zur Arbeitsstätte,
dem monatlichen Nettoeinkommen
und dem für die längste Strecke benutzten Verkehrsmittel

Ergebnis des Mikrozensus 2000 *)

Gegenstand der Nachweisung

Insgesamt2)

Darunter für die längste Wegstrecke benutztes Verkehrsmittel

Öffent-


liche
Verkehrs-
mittel

darunter

Pkw
(Selbst-
fahrer)

Pkw
(Mitfahrer)

U-/S-Bahn,
2) Mit Angaben zu den freiwilligen Fragen zum Pendlerverhalten.
*) Bevölkerung am Hauptwohnsitz


Holger Breiholz | Mitteilung für die Presse

Weitere Berichte zu: Arbeitsstätte Berufspendler Nettoeinkommen PKW Verkehrsmittel

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