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Werbemarkt in den klassischen Medien setzt Wachstum um 4 Prozent auf 4,32 Milliarden Euro fort

12.04.2005


Nielsen Media Research veröffentlicht Bruttowerbeinvestitionen des ersten Quartals 2005

Gemäß der Bruttowerbestatistik der Nielsen Media Research GmbH betrugen die Bruttowerbeinvestitionen in den klassischen Medien im ersten Quartal 2005 rund 4,32 Milliarden Euro. Dieses entspricht im Vorjahresvergleich einer Steigerung von 170 Millionen Euro bzw. 4,0 Prozent. "Der Werbemarkt ist weiterhin durch Kampagnen geprägt, die den Preis in den Mittelpunkt des Werbeinhalts stellen - auch wenn sich die Wachstumraten dieser Kampagnen leicht abgeschwächt haben. Gleichzeitig sorgen neue Trends und der frühe Ostertermin dafür, dass das Bruttowachstum des Gesamtmarkts unvermindert anhält," interpretiert Ludger Vornhusen, Geschäftsführer der Nielsen Media Research GmbH, die Ergebnisse.

Von der Steigerung der Bruttowerbeausgaben von 170 Millionen Euro entfällt mit einem Plus von 50 Millionen Euro erneut ein großer Teil auf die Handelsorganisationen und hier besonders stark auf die technischen Kaufhäuser von Media Markt und Saturn. Während auch Lidl Discount seine Werbeaufwendungen weiter ausbaut, wird für Aldi das erste Mal seit langem eine Stagnation in den Werbeaufwendungen beobachtet. Fraglich ist, ob dieses als erstes Anzeichen für ein Ende des Discountbooms interpretiert werden kann.

Besonders deutliche Steigerungsraten wurden im Bereich Foto und Optik ermittelt, die durch den Branchenführer Fielmann geprägt wurden. Fielmann steigerte seine Werbeausgaben gegenüber dem Vorjahresquartal um 30 Millionen Euro, die in erster Linie in Werbung in Zeitungen und Radio investiert wurden. Darüber hinaus wuchsen die Werbeaufwendungen für den Bereich der "Weißen Linie" (damit wird die Kategorie der Molkereiprodukte wie Quark, Joghurt und Milch bezeichnet) um 30 Millionen Euro auf 80 Millionen Euro, zum Teil auch geprägt durch Werbung für probiotische Produkte. Erneut im Plus ist die Werbung für Downloads von Klingeltönen, Handybildern und -spielen mit einer Steigerung von 30 Millionen Euro auf 110 Millionen Euro. Gegen den Trend entwickelt sich die Werbung im Bereich Telekommunikation, die nach Steigerungsraten im Vorjahr im ersten Quartal ihre Werbeinvestitionen abrupt um 25 Prozent oder 40 Millionen Euro auf 120 Millionen Euro kürzten.

"Aufgrund der Struktur des Wachstums im Gesamtmarkt und dem Einfluss von Einmaleffekten können wir nicht davon ausgehen, dass sich das Bruttowachstum besonders im zweiten Quartal 2005 auf diesem Niveau fortsetzen wird", so Ludger Vornhusen zur weiteren Entwicklung des Werbemarkts.

Die Bruttowerbeinvestitionen verteilten sich auf die einzelnen Mediengattungen dabei folgendermaßen: Die Fernsehwirtschaft verbuchte mit 1,8 Milliarden Euro erneut die höchsten Werbeumsätze in den klassischen Medien. Dies entspricht einem Wachstum von 2,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Werbeeinnahmen der Tageszeitungen wuchsen um 7,4 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro, wobei Rubrikenanzeigen in der Nielsen Media Research Statistik nicht einbezogen werden. Publikumszeitschriften verzeichneten bei einem Werbeumsatz von knapp 869 Millionen Euro einen Rückgang von 2,0 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2004. Das Medium Radio konnte Werbeaufwendungen in Höhe von rund 280 Millionen Euro erwirtschaften und somit eine Steigerung von 26,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal erzielen. Die Werbeeinnahmen von Plakat reduzierten sich um 0,4 Prozent auf knapp 121 Millionen Euro. Fachzeitschriften konnten einen Anstieg von 2,5 Prozent auf ca. 112 Millionen Euro verzeichnen.

Silke Trost | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.nielsenmedia.com

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