Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Straßenverkehrsunfallbilanz für 2003: 3% weniger Verkehrstote

24.02.2004


Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, wurden nach vorläufigen Ergebnissen im Jahr 2003 auf Deutschlands Straßen bei Verkehrsunfällen 6 606 (– 3,4%) Verkehrsteilnehmer getötet und 462 600 (– 2,9%) verletzt. Dies waren die wenigsten Verkehrstoten seit Einführung der Statistik der Straßenverkehrsunfälle im Jahr 1953. Die meisten Verkehrstoten gab es in Deutschland 1970 mit 21 332.



Die Polizei registrierte im Jahr 2003 insgesamt 2,25 Mill. Unfälle (– 1,5% gegenüber 2002); darunter 354 900 Unfälle mit Personenschaden (– 2,0%) und 124 300 schwerwiegende Unfälle mit Sachschaden (– 4,2%).



Weniger Verkehrstote gab es im Jahr 2003 insbesondere in Baden-Württemberg (– 14%), Sachsen (– 11%) sowie in Brandenburg und Niedersachsen (jeweils – 8%). Mehr Verkehrsteilnehmer kamen vor allem in Bremen (+ 43%), in Hamburg (+ 24%), im Saarland (+ 19%), in Thüringen (+ 11%) und in Sachsen-Anhalt (+ 10%) ums Leben. Gemessen an den Einwohnerzahlen lag der Bundesdurchschnitt 2003 bei 80 Getöteten im Straßenverkehr je 1 Mill. Einwohner. Weit über diesem Durchschnitt lagen die Werte in Mecklenburg-Vorpommern mit 163, in Brandenburg mit 127 und in Thüringen mit 123, weit darunter in den Stadtstaaten Berlin (23), Hamburg (24) und Bremen (30).

Im Dezember 2003 erfasste die Polizei in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen 202 700 Straßenverkehrsunfälle (+ 5% gegenüber Dezember 2002). Bei 26 600 Unfällen mit Personenschaden (+ 12%) wurden 523 Verkehrsteilnehmer getötet (+ 11%) und 35 100 (+ 11%) verletzt.

Weitere Zahlen zu den Straßenverkehrsunfällen zeigen die nachfolgenden Tabellen:

Straßenverkehrsunfälle 2003 in Deutschland*)

Gegenstand der Nachweisung 2003 2002 Veränderung
in %

Polizeilich erfasste Unfälle insgesamt

2 254 613

2 289 474

– 1,5

davon:

Unfälle mit Personenschaden

354 852

362 054

– 2,0

schwerwiegende Unfälle mit Sachschaden

124 337

129 797

– 4,2

übrige Sachschadensunfälle

1 775 424

1 797 623

– 1,2

Verunglückte insgesamt

469 221

483 255

– 2,9

davon:

Getötete

6 606

6 842

– 3,4

Verletzte

462 615

476 413

– 2,9

*) Vorläufiges Ergebnis.



Bei Straßenverkehrsunfällen 2003 Verunglückte und Getötete nach Ländern*)
Land Verunglückte
ins-
gesamt
Verände-
rung
gegen-
über
2002
darunter: Getötete
insge-
samt
Veränderung
gegenüber
2002
je
1 Mill.
Einwoh-
ner
Anzahl in % Anzahl in %

Baden-Württemberg

55 876

– 3,4

771

– 124

– 13,9

72

Bayern

82 543

– 2,8

1 264

– 16

– 1,3

102

Berlin

16 772

– 4,7

77

– 5

– 6,1

23

Brandenburg

14 336

– 6,0

328

– 30

– 8,4

127

Bremen

3 784

– 7,8

20

+ 6

+ 42,9

30

Hamburg

11 413

– 6,6

42

+ 8

+ 23,5

24

Hessen

35 163

– 3,1

504

+ 3

+ 0,6

83

Mecklenburg-Vorpommern

10 729

– 5,4

284

– 5

– 1,7

163

Niedersachsen

48 629

– 5,5

766

– 66

– 7,9

96

Nordrhein-Westfalen

88 096

– 2,7

936

– 60

– 6,0

52

Rheinland-Pfalz

24 955

+ 0,3

361

– 2

– 0,6

89

Saarland

6 796

+ 1,0

77

+ 12

+ 18,5

72

Sachsen

22 546

– 2,0

351

– 42

– 10,7

81

Sachsen-Anhalt

14 274

– 2,1

304

+ 28

+ 10,1

119

Schleswig-Holstein

17 856

– 5,2

202

+ 3

+ 1,5

72

Thüringen

13 345

– 2,7

294

+ 29

+ 10,9

123

Deutschland 1)

469 221

– 2,9

6 606

– 236

– 3,4

80

*) Vorläufiges Ergebnis.
1) Einschl. Nachmeldungen, nach Ländern noch nicht aufteilbar.



Weitere Auskünfte erteilt: Rudolf Kaiser, Tel. 0611-75-2498, E-Mail: verkehrsunfaelle@destatis.de

Rudolf Kaiser | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Berichte zu: Straßenverkehrsunfall Verkehrstot

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Im Focus: «Kosmische Schlange» lässt die Struktur von fernen Galaxien erkennen

Die Entstehung von Sternen in fernen Galaxien ist noch weitgehend unerforscht. Astronomen der Universität Genf konnten nun erstmals ein sechs Milliarden Lichtjahre entferntes Sternensystem genauer beobachten – und damit frühere Simulationen der Universität Zürich stützen. Ein spezieller Effekt ermöglicht mehrfach reflektierte Bilder, die sich wie eine Schlange durch den Kosmos ziehen.

Heute wissen Astronomen ziemlich genau, wie sich Sterne in der jüngsten kosmischen Vergangenheit gebildet haben. Aber gelten diese Gesetzmässigkeiten auch für...

Im Focus: A “cosmic snake” reveals the structure of remote galaxies

The formation of stars in distant galaxies is still largely unexplored. For the first time, astron-omers at the University of Geneva have now been able to closely observe a star system six billion light-years away. In doing so, they are confirming earlier simulations made by the University of Zurich. One special effect is made possible by the multiple reflections of images that run through the cosmos like a snake.

Today, astronomers have a pretty accurate idea of how stars were formed in the recent cosmic past. But do these laws also apply to older galaxies? For around a...

Im Focus: Pflanzenvielfalt von Wäldern aus der Luft abbilden

Produktivität und Stabilität von Waldökosystemen hängen stark von der funktionalen Vielfalt der Pflanzengemeinschaften ab. UZH-Forschenden gelang es, die Pflanzenvielfalt von Wäldern durch Fernerkundung mit Flugzeugen in verschiedenen Massstäben zu messen und zu kartieren – von einzelnen Bäumen bis hin zu ganzen Artengemeinschaften. Die neue Methode ebnet den Weg, um zukünftig die globale Pflanzendiversität aus der Luft und aus dem All zu überwachen.

Ökologische Studien zeigen, dass die Pflanzenvielfalt zentral ist für das Funktionieren von Ökosys-temen. Wälder mit einer höheren funktionalen Vielfalt –...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungen

Roboter für ein gesundes Altern: „European Robotics Week 2017“ an der Frankfurt UAS

17.11.2017 | Veranstaltungen

Börse für Zukunftstechnologien – Leichtbautag Stade bringt Unternehmen branchenübergreifend zusammen

17.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Technologievorsprung durch Textiltechnik

17.11.2017 | Veranstaltungsnachrichten

IHP präsentiert sich auf der productronica 2017

17.11.2017 | Messenachrichten

Roboter schafft den Salto rückwärts

17.11.2017 | Innovative Produkte