Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

2001: Jeder dritte Mini-Job im Dienstleistungsbereich

26.11.2003


Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, war im Oktober 2001 jeder dritte geringfügig Beschäftigte (34%) im Dienstleistungsbereich tätig. Hierzu gehören das Grundstücks- und Wohnungswesen, die Vermietung beweglicher Sachen und die Erbringung von Dienstleistungen überwiegend für Unternehmen. Ein Viertel aller Mini-Jobs (26%) bot der Handel an. Im Verhältnis zu den Beschäftigten insgesamt gab es besonders viele Mini-Jobs im Gastgewerbe: 21% aller Beschäftigten dieser Branche verdienten unter 325 Euro (monatliche Verdienstgrenze für Mini-Jobs im Jahr 2001). Relativ geringe Bedeutung hingegen hatten diese Beschäftigungsverhältnisse im Produzierenden Gewerbe (3,0% der Beschäftigten insgesamt) und im Kredit- und Versicherungsgewerbe (2,6%).



Die Altersstruktur dieser Arbeitnehmergruppe differiert stark nach dem Geschlecht: Fast die Hälfte der Männer in einem geringfügigen Beschäftigungsverhältnis war älter als 60 Jahre (30%) oder jünger als 20 Jahre (19%). Bei den Frauen war der Anteil der über 60-Jährigen (16%) und der unter 20-Jährigen (10%) nur etwa halb so groß wie bei den Männern. Auffallend ist der große Anteil der Frauen zwischen 30 und 40 Jahren (24% gegenüber 12% bei den Männern).



44% der geringfügig Beschäftigten hatten einen Volks-, Haupt- oder Realschulabschluss, weitere 2,6% verfügten über einen höheren Bildungsabschluss. Für die überwiegende Zahl der geringfügig Beschäftigten konnten die Arbeitgeber keine Angabe zur Ausbildung machen, weil entweder kein Ausbildungsabschluss vorhanden oder der Ausbildungsabschluss unbekannt war.

Diese Ergebnisse wurden in der Gehalts- und Lohnstrukturerhebung 2001 ermittelt und beziehen sich auf das Produzierende Gewerbe und die Wirtschaftsbereiche Handel, Gastgewerbe, Verkehr und Nachrichtenübermittlung, Kredit- und Versicherungsgewerbe, Grundstückswesen, Vermietung, Unternehmensdienstleister. Die Gehalts- und Lohnstrukturerhebung wurde 2002 für 2001 durchgeführt und ist die umfassendste amtliche Datenquelle in Deutschland zum Bereich "Löhne und Gehälter". Erstmals wurden auch geringfügig Beschäftigte, Auszubildende und Altersteilzeitbeschäftigte erfasst. Die Statistik liefert tiefgegliederte Angaben zu den Brutto- und Nettoverdiensten und den Arbeitnehmerstrukturen. Sie ermöglicht eine Analyse der Verdienste nach einer Vielzahl verdienstbestimmender – persönlicher und mit dem Arbeitsplatz verbundener – Merkmale der Arbeitnehmer, wie dem Beruf, dem Alter, dem Ausbildungsstand und der Dauer der Unternehmenszugehörigkeit.

Ausführliche Ergebnisse der Gehalts- und Lohnstrukturerhebung 2001 bietet das Statistische Bundesamt in seinem Internet-Angebot:

– Pressebroschüre "Löhne und Gehälter in Deutschland – Ergebnisse der Gehalts- und Lohnstrukturerhebung 2001". Diese kann kostenlos unter www.destatis.de, Pfad: Presse/Presseveranstaltungen heruntergeladen werden.

– Weitere detaillierte Tabellen im Statistik-Shop (www.destatis.de/shop).

Weitere Auskünfte erteilt: Claudia Weiser, Tel. 0611-75-2094, E-Mail: claudia.weiser@destatis.de

Claudia Weiser | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Berichte zu: Dienstleistungsbereich Lohnstrukturerhebung Mini-Job

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften