Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

2007: Kulturausgaben der öffentlichen Hand 8,1 Milliarden Euro

09.09.2008
Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis), gaben Bund, Länder und Gemeinden im Jahr 2007 gut 8,1 Milliarden Euro für Kultur aus.

Insgesamt stellten die öffentlichen Haushalte für den Kulturbereich 1,62% ihres Gesamtetats zur Verfügung. Die öffentlichen Kulturausgaben entsprachen 2007 somit einem Anteil von 0,34% am Bruttoinlandsprodukt; 2005 waren es noch 0,36% des Bruttoinlandsprodukts gewesen.

Diese und weitere Ergebnisse bietet der Kulturfinanzbericht 2008, der in Zusammenarbeit mit der Kultusministerkonferenz, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Deutschen Städtetag entstand. Mittlerweile wird der Kulturfinanzbericht zum vierten Mal seit dem Jahr 2000 von den Statistischen Ämtern des Bundes und der Länder veröffentlicht.

Detaillierte und endgültige Ergebnisse liegen aktuell auf Basis der Jahresrechnungsstatistik der öffentlichen Haushalte für das Jahr 2005 vor. Danach beteiligten sich die Gemeinden einschließlich der Zweckverbände an den Kulturausgaben mit circa 45% oder rund 3,64 Milliarden Euro, die Länder mit circa 42% oder rund 3,34 Milliarden Euro. Der Bund hatte einen Anteil von circa 13% beziehungsweise rund 1,02 Milliarden Euro an den öffentlichen Kulturausgaben.

Wird die Verteilung der öffentlichen Kulturausgaben nach Kulturbereichen betrachtet, so erreichten 2005 die Sparten Theater und Musik (37%), die Museen, Sammlungen, Ausstellungen (19%) und die Bibliotheken (14%) die höchsten Anteile an den öffentlichen Kulturausgaben. Die Aufgabenschwerpunkte der einzelnen Gebietskörperschaften unterscheiden sich jedoch. So trugen 2005 von allen Gebietskörperschaften die Kommunen den größten Anteil an den Ausgaben für Theater und Musik sowie für Bibliotheken (mit einem Anteil von jeweils 55% an den gesamten öffentlichen Kulturausgaben). Die Länder hatten im Bereich der Kunsthochschulen (96%) und im Bereich Denkmalschutz und -pflege (62%) den größten Ausgabenanteil. Der Bund übernahm 2005 mit 97% den größten Anteil an den Ausgaben für kulturelle Angelegenheiten im Ausland.

Der Kulturfinanzbericht 2008 wird in gedruckter und in elektronischer Form veröffentlicht. Der Bericht, die Daten zu den Kulturausgaben der deutschen kreisfreien Städte und aller Städte über 100 000 Einwohner sowie das Datenmaterial zur Entwicklung der Kulturausgaben sind als kostenloses Download auf der Internetseite des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de, Stichwort: Kulturfinanzbericht, erhältlich. In gedruckter Form kann der Kulturfinanzbericht 2008 über den Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter www.destatis.de/publikationen und den Buchhandel für EUR 16,- [D] bezogen werden. Der Kulturfinanzbericht 2008 steht auch unter dem gemeinsamen Statistik-Portal der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder den Nutzern zur Verfügung (www.statistik-portal.de).

Eine Tabelle und eine methodische Kurzbeschreibung sowie weitere Daten und Informationen zum Thema bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.

Weitere Auskünfte gibt:
Astrid Stroh,
Telefon: (0611) 75-4113,
E-Mail: kulturausgaben@destatis.de

Astrid Stroh | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

Zweites Symposium 4SMARTS zeigt Potenziale aktiver, intelligenter und adaptiver Systeme

27.03.2017 | Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fließender Übergang zwischen Design und Simulation

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Industrial Data Space macht neue Geschäftsmodelle möglich

27.03.2017 | HANNOVER MESSE

Neue Sicherheitstechnik ermöglicht Teamarbeit

27.03.2017 | HANNOVER MESSE