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Geburtenrate erstmalig seit 2004 wieder gestiegen

20.08.2008
Frauen in Ost und West bekommen gleich viele Kinder

Erstmalig seit 2004 ist die Geburtenrate in Deutschland wieder leicht gestiegen. Dies gab das Statistische Bundesamt heute, Mittwoch, bekannt.

Demnach betrug im Jahr 2007 die durchschnittliche Kinderzahl je Frau 1,37 nach 1,33 im Jahr zuvor. Einen höheren Wert hatte die durchschnittliche Kinderzahl je Frau zuletzt 2000 erreicht, als er bei 1,38 lag. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr rund 685.000 Kinder geboren, etwa 12.000 mehr als 2006.

Wie in den vergangenen Jahren ging die durchschnittliche Zahl der Geburten bei jüngeren Frauen auch 2007 zurück, während sie bei den Frauen ab Ende 20 zunahm. Besonders viele Kinder brachten im Vergleich zu den Vorjahren Frauen zwischen 33 bis 37 Jahren zur Welt. Bei der Berechnung der durchschnittlichen Kinderzahl je Frau werden alle Kinder berücksichtigt, die im Laufe eines Jahres geboren werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Eltern miteinander verheiratet sind oder nicht. Auch die Frage, ob es sich um das erste, zweite oder ein weiteres Kind der Frau handelt, ist bei dieser Berechnung unerheblich.

Erstmalig seit der Wiedervereinigung brachten Frauen im Osten genauso viele Kinder zur Welt wie Frauen in den alten Bundesländern. Im Osten stieg die Geburtenrate damit auf den höchsten Wert seit der Wende.

Bis 2004 hatte die durchschnittliche Kinderzahl dort nach ihrem Tief Anfang der 1990er Jahre bereits deutlich zugenommen. Die durchschnittliche Kinderzahl je Frau, die auch als zusammengefasste Geburtenziffer bezeichnet wird, wird zur Beschreibung des aktuellen Geburtenverhaltens herangezogen. Sie gibt an, wie viele Kinder eine Frau im Laufe ihres Lebens bekommen würde, wenn ihr Geburtenverhalten so wäre wie das aller Frauen zwischen 15 und 49 Jahren im jeweils betrachteten Jahr.

Erik Staschöfsky | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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