Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Außenhandel im 3. Quartal 2008: Exporte erreichen 250 Milliarden Euro

15.12.2008
Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurden in den Monaten Juli bis September 2008 Waren im Wert von 250 Milliarden Euro aus Deutschland ausgeführt. Das ist eine Steigerung um 4,1% gegenüber dem Vorjahresquartal. Preis­bereinigt erhöhten sich die Ausfuhren um 1,5%.

Bei den Ausfuhren in die EU-Mitgliedstaaten wurde nominal ein Plus von 3,9% erzielt, dorthin wurden im dritten Quartal 2008 Waren im Wert von 158 Milliarden Euro exportiert. Das entspricht einem Anteil von 63% an allen Ausfuhren aus Deutschland in diesem Zeitraum.

Der größte Teil hiervon, nämlich Waren im Wert von 102 Milliarden Euro, wurde in die Länder der Eurozone geliefert. Das waren 3,5% mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Steigerung der Ausfuhren in die Länder der Nicht-Eurozone betrug sogar 4,8% bei einem Gesamtwert von 55 Milliarden Euro. In alle übrigen Länder, die sogenannten „Drittländer“, wurden Waren im Wert von 92 Milliarden Euro ausgeführt, was einem Plus von 4,4% entsprach.

Der Haupt-Handelspartner Frankreich bezog im dritten Quartal 2008 Waren im Wert von 23 Milliarden Euro aus Deutschland und somit 6,0% mehr als im Vorjahreszeitraum, während in das Vereinigte Königreich Güter im Wert von 17 Milliarden Euro ausgeführt wurden, was einem Minus von 2,4% entsprach. Auch die Ausfuhren in die USA gingen im genannten Zeitraum zurück – um 6,3% auf 18 Milliarden Euro. Dagegen stiegen die Ausfuhren nach Polen um 13,9% auf 11 Milliarden Euro. Jeweils 9 Milliarden Euro betrug der Wert der Waren, die nach Russland (+ 15,0%) und nach China (+ 7,6%) geliefert wurden.

Auf der Einfuhrseite wurden im dritten Quartal 2008 Waren im Wert von 211 Milliarden Euro registriert, das waren 10,9% mehr als im Vorjahreszeitraum.

Aufgrund gestiegener Preise, vor allem bei den Energieeinfuhren, verzeichneten die Importe in der realen Abgrenzung jedoch einen niedrigeren Zuwachs von 4,4%.

Auch hier stammte der größte Teil (122 Milliarden Euro beziehungsweise 58%) aus den EU-Mitgliedstaaten, wobei die Steigerungsrate gegenüber dem Vorjahreszeitraum nominal 10,6% betrug.

Etwas höher war mit 12,1% die Steigerung bei Einfuhren aus den Ländern der Eurozone, sie beliefen sich auf 81 Milliarden Euro. Der Wert der Einfuhren aus Ländern der Nicht-Eurozone nahm gegenüber dem dritten Quartal 2007 um 7,7% zu und erreichte einen Gesamtwert von 40 Milliarden Euro, während aus den „Drittländern“ sogar um 11,4% mehr Waren als im Vorjahreszeitraum eingeführt wurden. Ihr Wert belief sich im dritten Quartal 2008 auf 89 Milliarden Euro.

Aus den Niederlanden wurden Waren im Wert von 19 Milliarden Euro bezogen, was einem Plus von 23,4% gegenüber dem dritten Quartal 2007 entsprach. Die Einfuhren aus Frankreich beliefen sich auf 17 Milliarden Euro und waren damit um 9,6% höher als im Vorjahresquartal. Warenlieferungen aus Italien nahmen um 8,2% auf 12 Milliarden Euro zu.

Eine Steigerungsrate um 56,4% wiesen die Importe aus Russland auf, die einen Wert von 11 Milliarden Euro erreichten, während vom östlichen Nachbarn Polen Einfuhren im Wert von 7 Milliarden Euro registriert (+ 13,0%) wurden. Warenlieferungen aus der Volksrepublik China wiesen im dritten Quartal 2008 einen Wert von 16 Milliarden Euro und eine Steigerungsrate von 6,7% auf.

Weitere Auskünfte gibt:
Sabine Allafi,
Telefon: (0611) 75-2993,
E-Mail: info-aussenhandel@destatis.de

Sabine Allafi | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Statistiken:

nachricht Frauenanteil in Professorenschaft 2015 auf 23 % gestiegen
14.07.2016 | Statistisches Bundesamt

nachricht Mehr Habilitationen von Frauen im Jahr 2015
28.06.2016 | Statistisches Bundesamt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Statistiken >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Einblicke unter die Oberfläche des Mars

Die Region erstreckt sich über gut 1000 Kilometer entlang des Äquators des Mars. Sie heißt Medusae Fossae Formation und über ihren Ursprung ist bislang wenig bekannt. Der Geologe Prof. Dr. Angelo Pio Rossi von der Jacobs University hat gemeinsam mit Dr. Roberto Orosei vom Nationalen Italienischen Institut für Astrophysik in Bologna und weiteren Wissenschaftlern einen Teilbereich dieses Gebietes, genannt Lucus Planum, näher unter die Lupe genommen – mithilfe von Radarfernerkundung.

Wie bei einem Röntgenbild dringen die Strahlen einige Kilometer tief in die Oberfläche des Planeten ein und liefern Informationen über die Struktur, die...

Im Focus: Molekulares Lego

Sie können ihre Farbe wechseln, ihren Spin verändern oder von fest zu flüssig wechseln: Eine bestimmte Klasse von Polymeren besitzt faszinierende Eigenschaften. Wie sie das schaffen, haben Forscher der Uni Würzburg untersucht.

Bei dieser Arbeit handele es sich um ein „Hot Paper“, das interessante und wichtige Aspekte einer neuen Polymerklasse behandelt, die aufgrund ihrer Vielfalt an...

Im Focus: Das Universum in einem Kristall

Dresdener Forscher haben in Zusammenarbeit mit einem internationalen Forscherteam einen unerwarteten experimentellen Zugang zu einem Problem der Allgemeinen Realitätstheorie gefunden. Im Fachmagazin Nature berichten sie, dass es ihnen in neuartigen Materialien und mit Hilfe von thermoelektrischen Messungen gelungen ist, die Schwerkraft-Quantenanomalie nachzuweisen. Erstmals konnten so Quantenanomalien in simulierten Schwerfeldern an einem realen Kristall untersucht werden.

In der Physik spielen Messgrößen wie Energie, Impuls oder elektrische Ladung, welche ihre Erscheinungsform zwar ändern können, aber niemals verloren gehen oder...

Im Focus: Manipulation des Elektronenspins ohne Informationsverlust

Physiker haben eine neue Technik entwickelt, um auf einem Chip den Elektronenspin mit elektrischen Spannungen zu steuern. Mit der neu entwickelten Methode kann der Zerfall des Spins unterdrückt, die enthaltene Information erhalten und über vergleichsweise grosse Distanzen übermittelt werden. Das zeigt ein Team des Departement Physik der Universität Basel und des Swiss Nanoscience Instituts in einer Veröffentlichung in Physical Review X.

Seit einigen Jahren wird weltweit untersucht, wie sich der Spin des Elektrons zur Speicherung und Übertragung von Information nutzen lässt. Der Spin jedes...

Im Focus: Manipulating Electron Spins Without Loss of Information

Physicists have developed a new technique that uses electrical voltages to control the electron spin on a chip. The newly-developed method provides protection from spin decay, meaning that the contained information can be maintained and transmitted over comparatively large distances, as has been demonstrated by a team from the University of Basel’s Department of Physics and the Swiss Nanoscience Institute. The results have been published in Physical Review X.

For several years, researchers have been trying to use the spin of an electron to store and transmit information. The spin of each electron is always coupled...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungen

Den Nachhaltigkeitskreis schließen: Lebensmittelschutz durch biobasierte Materialien

21.07.2017 | Veranstaltungen

Operatortheorie im Fokus

20.07.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einblicke unter die Oberfläche des Mars

21.07.2017 | Geowissenschaften

Wegbereiter für Vitamin A in Reis

21.07.2017 | Biowissenschaften Chemie

Den Geheimnissen der Schwarzen Löcher auf der Spur

21.07.2017 | Veranstaltungsnachrichten