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2007: Preise für bestehende Wohngebäude weiter rückläufig

12.11.2008
Der Preisindex für bestehende Wohngebäude lag nach Mitteilung des Statistischen Bundes­amtes (Destatis) im Jahresdurchschnitt 2007 um 2,1% unter dem Stand des Jahres 2006.

Dieser Preisindex spiegelt die Entwicklung der Preise für ge­brauchte Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentums­wohnungen in Deutschland wider. Im Jahr 2006 waren die Preise für bestehende Wohngebäude gleich stark zurückgegangen (2006 gegenüber 2005: – 2,1%); Differenzen zu früheren Veröffentlichungen resultieren daraus, dass der Index inzwischen auf die neue Preisbasis 2005=100 umgestellt wurde.

Für den Gesamtzeitraum von 2000, den Beginn der Preisbeobachtung für gebrauchte Häuser und Wohnungen, bis 2007 ist insgesamt ein rückläufiger Preistrend in diesem Markt­segment feststellbar: Der Preisindex für bestehende Wohngebäude verzeichnete in dieser Zeitspanne einen Rückgang um insgesamt 5,0%.

Im Vergleich dazu entwickelten sich die Preise für neu erstellte Häuser und Wohnungen entgegengesetzt. So lag der Häuserpreisindex für neu erstellte Wohngebäude im Jahr 2007 um 4,7% über dem Stand des Jahres 2006. Der seit Beginn des Jahres 2004 wieder zu beobachtende Preisanstieg bei neu erstellten Wohngebäuden (2006: + 0,9%, 2005: + 0,5%, 2004: + 0,9% gegenüber dem jeweiligen Vorjahr) hat sich somit im Jahr 2007 verstärkt fortgesetzt. Neben gestiegenen Material- und Energiepreisen sorgte der erhöhte Mehrwertsteuersatz von 16% auf 19% im Jahr 2007 für einen zusätzlichen Preisauftrieb. Im Zeitraum von 2000 bis 2007 erhöhten sich die Preise für neue Häuser und Wohnungen um insgesamt 5,8%.

Die Berechnung der Preisindizes für neu erstellte und bestehende Wohngebäude für Deutschland erfolgt im Rahmen eines von Eurostat (Statistisches Amt der Europäischen Gemeinschaften) initiierten Pilotprojektes zur preisstatistischen Erfassung des selbst genutzten Wohneigentums im Zusammenhang mit der Harmonisierung der Verbraucherpreis­indizes in der Europäischen Union.

Detaillierte Ergebnisse sowie eine ausführliche Methodenbeschreibung enthält der Aufsatz „Häuserpreise – Ergebnisse für 2007 und erste Resultate für Transferkosten“, der in der Oktober-Ausgabe des Jahres 2008 der Zeitschrift „Wirtschaft und Statistik“ erschienen ist. Der Aufsatz ist kostenlos im Internetangebot von Destatis abrufbar.

Weitere Auskünfte gibt:
Jens Dechent,
Telefon: (0611) 75-3440,
E-Mail: haeuserpreise@destatis.de

Jens Dechent | Statistisches Bundesamt
Weitere Informationen:
http://www.destatis.de

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