Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Herzschwäche und entzündliche Herzerkrankungen

12.10.2007
Zuverlässige Daten gibt es nicht: Bislang kann niemand genau sagen, wie viel Menschen an einer Myokarditis, an einer Entzündung des Herzmuskels erkranken.

Häufig verläuft diese Krankheit ohne sichtbare Symptome. Bei jüngeren Menschen jedoch gehört sie zu den häufigsten Todesursachen. Jeder 5. stirbt an entzündlichem Herzversagen. Junge Sportler beispielsweise, die beim Training oder Wettkampf tot umfallen, haben meist an einer unerkannten Herzmuskelerkrankung gelitten.

Inzwischen kennt die Medizin verschiedene Ursachen für einen entzündeten Herzmuskel. Vor allem Virusinfektionen, jedoch auch autoimmune Mechanismen ("horror autotocicus") können zu einer Myokarditis führen, in etwa 20% der Myokarditen auch zu einer Perikarditis, einer Entzündung des Herzbeutels.

Die Working Group "Myocarditis and Pericarditis" der European Society of Cardiology (ESC) hat vor zwei Jahrzehnten begonnen, Forschungsergebnisse und Daten zu den entzündlichen Herzmuskelerkrankungen zusammen zu tragen und zu diskutieren. Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Arbeitsgruppe kommen führende Wissenschaftler aus Europa, Japan, USA, Israel und Südafrika vom 11.-14 .10. 2007 zu einem wissenschaftlichen Gedankenaustausch nach Marburg.

Im Mittelpunkt ihrer Diskussion stehen vor allem neue Erkenntnisse zu molekularen Mechanismen der Myokarditis und neuer Behandlungsmöglichkeiten der entzündlichen Herzmuskelerkrankungen. Schwerpunkte sind außerdem neue diagnostische Verfahren, nicht zuletzt mit Hilfe von Computertomographie (CT) und Magnetresonanztomographie (MRT). Patienten werden von diesen nicht invasiven Methoden in der Zukunft zusätzlich profitieren.

Weitere Informationen:
European Conference on Myocardial and Pericardial Disease with Additional Focus on Heart Disease in WomenZeit: 11.10.2007 13:00 h - 14.10.2007 13:00 h
Ort: Vila Vita Rosenpark Hotel Marburg
Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH, Standort Marburg,
Klinik für Innere Medizin, Kardiologie, Angiologie, Prävention,
Direktor: Prof. Dr. med. Bernhard Maisch
Baldinger Strasse, 35043 Marburg,
Tel: 06421-2866462, email: BerMaisch@aol.com

Dr. Viola Düwert | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-marburg.de

Weitere Berichte zu: Herzmuskelerkrankung Myokarditis

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Seminare Workshops:

nachricht GoToMeeting-Integration - Webinare bequem in Lernszenarien einbinden
14.08.2017 | time4you GmbH

nachricht Lean Development - Effizienzsteigerung in der Entwicklung und Konstruktion
11.08.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Seminare Workshops >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Im Focus: Fizzy soda water could be key to clean manufacture of flat wonder material: Graphene

Whether you call it effervescent, fizzy, or sparkling, carbonated water is making a comeback as a beverage. Aside from quenching thirst, researchers at the University of Illinois at Urbana-Champaign have discovered a new use for these "bubbly" concoctions that will have major impact on the manufacturer of the world's thinnest, flattest, and one most useful materials -- graphene.

As graphene's popularity grows as an advanced "wonder" material, the speed and quality at which it can be manufactured will be paramount. With that in mind,...

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

European Conference on Eye Movements: Internationale Tagung an der Bergischen Universität Wuppertal

18.08.2017 | Veranstaltungen

Einblicke ins menschliche Denken

17.08.2017 | Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Eine Karte der Zellkraftwerke

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Chronische Infektionen aushebeln: Ein neuer Wirkstoff auf dem Weg in die Entwicklung

18.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Computer mit Köpfchen

18.08.2017 | Informationstechnologie