Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Weltmaschine LHC geht in Betrieb

10.09.2008
Am 10. September wird der erste Teilchenstrahl durch den Large Hadron Collider LHC am europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf geschickt. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit vielen Expertenteams am Bau und den Experimenten an diesem leistungsfähigsten Beschleuniger der Erde beteiligt.

„Zwei Helmholtz-Zentren, das Deutsche Elektronen-Synchrotron DESY und die Gesellschaft für Schwerionenforschung (GSI) betreiben selbst große Beschleuniger und haben ihre Erfahrungen in die Konzeption und den Aufbau dieses internationalen Projekts eingebracht“ erklärt Prof. Dr. Jürgen Mlynek, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft.

Um die zukünftige Datenflut zu bewältigen, hat das Forschungszentrum Karlsruhe mit dem Grid Computing Centre Karlsruhe (GridKa) einen von mehreren europäischen Hauptknotenpunkten für die Datenerfassung und -auswertung aufgebaut.

Die Helmholtz-Gemeinschaft fördert GridKa mit insgesamt 29 Millionen Euro und investiert darüber hinaus in den nächsten fünf Jahren 25 Millionen Euro in die Allianz „Physik an der Teraskala“, in der sich unter Federführung von DESY alle deutschen Universitäten und Institute, die am LHC mitarbeiten, zusammengeschlossen haben. Zu den Partnern der Allianz zählen die beiden Helmholtz-Zentren DESY und Forschungszentrum Karlsruhe sowie das Max-Planck-Institut für Physik in München und 17 Universitäten, die insgesamt weitere 48 Millionen Euro beitragen. Eine zweite Helmholtz-Allianz unter Federführung der GSI beschäftigt sich in einem Teilprojekt mit dem Experiment ALICE am LHC. Diese Helmholtz-Allianz „Extreme Materie im Labor“ wird von der Helmholtz-Gemeinschaft in den nächsten fünf Jahren mit knapp 19 Millionen Euro gefördert, die zwölf Partnerinstitutionen bringen zusammen weitere 54 Millionen Euro ein.

„Mit den beiden Helmholtz-Allianzen wollen wir das in Deutschland vorhandene Expertenwissen in der Teilchenphysik bündeln und langfristig stärken“, erklärt Mlynek. „Mit dem LHC können wir fundamentale Fragen der Physik untersuchen und unser Weltbild experimentell auf die Probe stellen.“ Fragen wie: Wie kommen die Elementarteilchen zu ihrer Masse? Was ist Dunkle Materie? Und was geschah kurz nach dem Urknall.

Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit 26.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,4 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).


Ansprechpartner für die Medien:
Thomas Gazlig
Dipl.-Biol./Dipl.-Journ.
Leiter Kommunikation und Medien
Anna-Louisa-Karsch-Straße 2
10178 Berlin
Tel/Fax: 030 206 329-57/60
presse@helmholtz.de

Dr. Antonia Rötger
Pressereferentin
Tel: 030 206329-38
antonia.roetger@helmholtz.de
Deutsches Elektronen-Synchrotron
Dr. Thomas Zoufal
Pressesprecher
Tel: 040 8998-1666
thomas.zoufal@desy.de

Thomas Gazlig | Helmholtz-Gemeinschaft
Weitere Informationen:
http://lhc-first-beam.web.cern.ch
http://www.weltmaschine.de
http://www.helmholtz.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Erforschung von Elementarteilchen in Materialien
17.01.2017 | Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie

nachricht Vermeintlich junger Stern entpuppt sich als galaktischer Greis
16.01.2017 | Ruhr-Universität Bochum

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Interfacial Superconductivity: Magnetic and superconducting order revealed simultaneously

Researchers from the University of Hamburg in Germany, in collaboration with colleagues from the University of Aarhus in Denmark, have synthesized a new superconducting material by growing a few layers of an antiferromagnetic transition-metal chalcogenide on a bismuth-based topological insulator, both being non-superconducting materials.

While superconductivity and magnetism are generally believed to be mutually exclusive, surprisingly, in this new material, superconducting correlations...

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Bundesweiter Astronomietag am 25. März 2017

17.01.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Intelligente Haustechnik hört auf „LISTEN“

17.01.2017 | Architektur Bauwesen

Satellitengestützte Lasermesstechnik gegen den Klimawandel

17.01.2017 | Maschinenbau