Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Live-Webcast zum "Ersten Strahl" am Forschungszentrum CERN in Genf

03.09.2008
Dresdner Teilchenphysiker geben Auskunft über ihre Arbeit am ATLAS-Experiment

Der Countdown läuft: Anfang September wird der erste Teilchenstrahl durch den "Großen Hadronen-Speicherring" (LHC) im Europäischen Kernforschungslabor CERN in Genf geschickt. Jahrelang haben Forscher aus aller Welt auf diesen Tag hingearbeitet - unter ihnen auch über ein Dutzend Physiker und Ingenieure der Technischen Universität Dresden unter der Leitung von Prof. Michael Kobel.

Am 10. September 2009 sind interessierte Wissenschaftler und Journalisten eingeladen, eine Videoübertragung dieses Ereignisses als CERN-Webcast im Kompetenzzentrum für Videokonferenzdienste der TU Dresden im Willers-Bau, Zellescher Weg 14, A-Flügel, 2. Stock, Raum A 217, gemeinsam mit den Dresdner Forschern zu verfolgen. In einer kurzen Präsentation geben die Dresdner Wissenschaftler ab 9.00 Uhr einen Überblick über die Ziele des ATLAS-Experiments sowie ihre eigenen Beiträge zum Betrieb des Detektors und der Analysevorbereitung für die zu erwartende Datenflut.

Vertreter des Rossendorfer Unternehmens iseg Spezialelektronik GmbH informieren anschließend über die technischen Herausforderungen bei der Hochspannungsversorgung des ATLAS-Detektors. Gegen 9.30 Uhr erfolgt in Genf der "feierliche Knopfdruck", mit dem der LHC gestartet wird. Im Anschluss stehen die Wissenschaftler für Fragen zur Verfügung. Dabei besteht die Möglichkeit zu Live-Interviews mit Physikern der TU Dresden am CERN in Genf, darunter einer Doktorandin, die gerade ihre Nachtschicht vor der Inbetriebnahme des LHC beendet haben wird.

Der LHC ist der größte Teilchenbeschleuniger der Welt. Er hat einen Umfang von 27 Kilometern und liegt 100 Meter unter der Erdoberfläche. In seinen Strahlrohren werden Protonen nahezu auf Lichtgeschwindigkeit beschleunigt und dann zur Kollision gebracht. Daraus erhoffen sich die Wissenschaftler neue, grundlegende Erkenntnisse über die Entstehung des Universums, die elementaren Bausteine der Welt und die Ereignisse unmittelbar nach dem Urknall. Mithilfe von ATLAS, dem größten je gebauten Detektor der Teilchenphysik, wollen die Forscher drängende Fragen klären: Entstehen bei diesen Kollisionen neue Teilchen, die das Standardmodell der Teilchenphysik komplettieren oder sogar erweitern? Welche Antwort liefert ATLAS auf die Frage, woher die Elementarteilchen ihre Masse haben? Kann man vielleicht sogar exotische Phänomene wie zusätzliche Raumdimensionen oder winzige schwarze Löcher nachweisen?

Mehr als 2200 Wissenschaftler von 169 Instituten in 37 Ländern kooperieren bei der Durchführung des wegweisenden Experiments. Aktuelle Informationen zum Stand des LHC sind unter http://lhc-first-beam.web.cern.ch/lhc-first-beam/ zu finden.

Weitere Informationen:
Dr. Wolfgang F. Mader
Institut für Kern- und Teilchenphysik
Technische Universität Dresden
Derzeit am CERN in Genf
Tel.: 0041-22-767-4221
w.mader@physik.tu-dresden.de
Für organisatorische Anfragen:
Dr. Uta Bilow
Institut für Kern- und Teilchenphysik
Technische Universität Dresden
Tel.: 0351 463-32956
Fax: 0351 463-37292
uta.bilow@physik.tu-dresden.de
Leitung der Veranstaltung:
Prof. Dr. Michael Kobel
Institut für Kern- und Teilchenphysik
Technische Universität Dresden
Tel. 0351 463-39880
kobel@physik.tu-dresden.de
(nicht erreichbar vom 26.8 bis 9.9.2008)

Kim-Astrid Magister | idw
Weitere Informationen:
http://lhc-first-beam.web.cern.ch/lhc-first-beam/
http://www.tu-dresden.de/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Physik Astronomie:

nachricht Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit
26.06.2017 | Universität Bremen

nachricht NAWI Graz-Forschende vermessen Lichtfelder erstmals in 3D
26.06.2017 | Technische Universität Graz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Physik Astronomie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie