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Künstliche Miniatursonne aus dem Labor

24.09.2001


NIF-Fusionsanlage soll Kernverschmelzung mit Licht erzeugen / Ultraviolettlicht-Bäder für Vitamin-D-Produktion / Hellstes Licht der Welt leuchtet in Las Vegas

Mit Licht wollen die Techniker der National Ignition Facility (NIF) östlich von San Francisco in einem Laserpuls von einer Milliardstel Sekunde mehr Energie erzeugen, als die ganze Welt im gleichen Zeitraum verbraucht. Wie NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND (Heft Nr. 10/2001, EVT: 24. September) berichtet, arbeiten die Wissenschaftler daran, im Labor sozusagen eine Miniatursonne zu erzeugen.

In einer 500.000 Kilogramm schweren Auffangkammer mit einem Durchmesser von neun Metern wollen sie 192 Laserstrahlen auf ein gasgefülltes Kügelchen schießen. Durch den Druck der Laserstrahlen auf diese winzige Fläche sollen die Gase in dem Kügelchen verschmelzen, sodass eine Kernfusion entsteht. Dabei wird eine ungeheure Energiemenge freigesetzt. Diese Energiemenge ist so groß, weil sich Licht extrem komprimieren lässt. 4 x1024 (das ist eine Zahl mit 24 Nullen) Photonen genannte Lichtpartikel passen in eine bonbongroße Auffangkapsel. Bisher ist die Kernfusion mit Licht aber noch niemandem gelungen. Den amerikanischen NIF-Technikern stehen laut NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND 3,4 Milliarden Dollar für dieses Projekt zur Verfügung, mit dem langfristig gesehen eine Energiequelle angezapft werden soll, die zum einen unerschöpflich und billig und zum anderen umweltfreundlich ist.

Licht ist neben den technischen Möglichkeiten der Energiegewinnung und -nutzung auch eine direkte Energiequelle für den Menschen. Wenn ihm zulange Sonnenlicht vorenthalten wird, leiden Körper und Psyche. Im hohen Norden etwa, wo im Winter die Sonne überhaupt nicht scheint, können Menschen an Depressionen durch Lichtmangel erkranken. Im nordrussischen Dorf Lovozero beispielsweise werden Kinder zur Vermeidung von Mangelerscheinungen mit Ultraviolett-Licht bestrahlt, berichtet NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND. Die UV-Strahlen regen die Bildung von Vitamin D an, das für den Knochenaufbau unerlässlich ist.

Auch in anderen Bereichen hat sich der Mensch das Licht zunutze gemacht. Auf der Spitze des Luxor-Hotels in Las Vegas leuchten 39 Xenon-Lampen mit je 7.000 Watt. Dieser so genannte Sky Beam gilt als das hellste Licht der Welt, in seinem Schein soll man noch in 16 Kilometern Höhe ein Buch lesen können. Um den Luftverkehr nicht zu gefährden, kündigen die Hoteltechniker den Piloten anfliegender Maschinen die Einschaltung des Beams mit Stroboskop-Blitzen an.

Für Rückfragen:

NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND

Tel. +49 (0) 40/3703-5526

Fax +49 (0) 40/3703-5599,

E-Mail:pr@ng-d.de

oder

PubliKom Kommunikationsberatung GmbH

Tel. +49 (0) 40/39 92 72-0

Fax +49 (0) 40/39 92 72-10,

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