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US-Rover «Spirit» rollt erstmals über den Marsboden

15.01.2004


Der NASA-Roboter «Spirit» hat knapp zwei Wochen nach der Landung auf dem Mars seine erste Exkursion begonnen. Er rollte am Donnerstagmorgen von der Plattform, auf der er seit seiner Landung ausgeharrt hatte, und fuhr einige Meter über den Marsboden. Im Kontrollraum des Jet Propulsion Laboratory (JPL) der NASA im kalifornischen Pasadena brach Jubel aus, als die ersten Bilder knapp zwei Stunden später gegen 11.00 Uhr MEZ eintrafen. Sie zeigten die verlassene Landeplattform, die der Rover «zum Abschied» aufgenommen hatte.



Alles deute darauf hin, dass der Rover in bestem Zustand sei, sagte ein JPL-Sprecher. «Spirit» funktioniere einwandfrei. Das Fahrzeug war zu Beginn des Marstages mit dem Song «Born To Be Wild» geweckt worden. Dann erfolgte gegen 9.15 Uhr der Marschbefehl. Der Rover, der sich zuvor in Position gedreht hatte, fuhr mit seinen sechs Rädern die Rampe der Plattform herunter und rollte erstmals über den roten Boden.

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Im Gegensatz zu der Landung, bei der «Spirit» von seiner Schutzhülle umgeben war und ein beständiges Tonsignal ausstrahlte, das den NASA-Wissenschaftlern praktisch ohne Zeitverzögerung ein Bild von der Situation vermittelte, mussten die Wissenschaftler diesmal länger auf ein Erfolgssignal warten. Ein NASA-Sprecher erklärte, die Bildübertragung sei nun wie bei einer langsamen Internetverbindung. Deshalb dauere es einige Zeit, bis die Daten zur Erde übertragen und dort entpackt werden könnten.

Der Roboter sollte in dieser ersten Phase zunächst nur drei Meter fahren und dann Zeit zur Orientierung haben. Seine erste Aufgabe war es, mit seinen Panoramakameras die Sonne zu lokalisieren, um damit die Position der Erde zu berechnen und seine Antennen entsprechend auszurichten. Anschließend sollte er sich dann auf den Weg zu einem kleinen Krater machen, um dort Gestein auf Spuren von Wasser und Leben hin zu untersuchen.

Mit Spannung erwartet die NASA auch die «historische Gelegenheit» am Freitag, wenn die europäische Sonde «Mars Express» in nur 300 Kilometer Höhe direkt über «Spirit» hinwegfliegt. Während «Spirit» dabei nach oben blickt, wird «Mars Express» mit drei Geräten herunterschauen. Diese Beobachtung aus unterschiedlichen Perspektiven erlaube eine optimale Analyse der Atmosphärendynamik, sagte ein JPL- Sprecher.

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